Unser Canada/USA-Trip im April 2003

                  

Planung:

Endlich ist es soweit: seit über 2 Jahren werden meine Freundin und ich nun wieder in die USA fliegen. Diesmal werden es 4 Wochen sein, die wir uns dort aufhalten. Hier sind die Eckdaten:

1. April:  Flug Stuttgart - Frankfurt - Toronto

1. - 6. April:  Toronto - Niagara Falls - New York State - Montreal - Sherbrooke - Montreal - Toronto
In der Gegend von Sherbrooke, Quebec werden wir meine Schwester besuchen, die gerade ein High-School-Jahr dort absolviert. Auf dem Weg besichtigen wir auch die Niagara Falls. Der Rückweg von meiner Schwester führt uns nördlich des Sees auf der kanadischen Seite entlang.

Mietwagen für diese Zeit: ein SUV (vorraussichtlich Chevy Blazer)

6. April: Flug Toronto - San Francisco

6. - 18. April: San Francisco - Los Banos - Fresno - Bakersfield - Barstow - Kingman (AZ) - Grand Canyon - Flagstaff - Phoenix - Page (AZ), Lake Powell - Mesquite (NV) - Las Vegas (incl. Death Valley & Hoover Dam)
In dieser Zeit fahren wir in gemütlicher und cooler Manier durch Cali und Arizona, verbunden mit verschiedenen Besichtigungen, Einkaufstouren in Malls, und Restaurant-Besuchen. Zum Abschluss dieses Abschnitts werden wir 2 Nächte in Las Vegas im Hotel Luxor verbringen, in der Zwischenzeit werden wir Abstecher in's Death Valley und zum Hoover Dam machen. Die Abende in Vegas sind mit dem Besuch des Musicals "Mamma Mia" (Hotel Mandalay) und dem Ride "The Star Trek Experience" (Hotel Hilton) verplant.

Mietwagen für diese Zeit: ein Intermediate Car (wie etwa ein Pontiac GrandAm)

18. - 25. April:  Los Angeles
Wir werden uns bei unseren Freunden Iris und Lorant in Long Beach aufhalten, die dort zur Zeit zur Uni (Domingez Hills) gehen. Von dort aus werden wir Disneyland, West Hollywood, North Hollywood (Universal Studios), Paramount Studios, besuchen, eine grossen Einkaufstour in der Del Amo Mall (largest indoor mall in the world) u.a. machen und ausserdem zwei Abstecher nach Santa Barbara und nach San Diego unternehmen.

25. / 26. April:    Rückflug   L.A. - Toronto - Frankfurt - Stuttgart
Dies wird der traurige und anstrengende Teil der Reise werden. Es muss massenhaft Gepäck eingepackt und sortiert werden, wir müssen unsere "personal belongings" zusammensuchen und uns mit unserem schönen rental car nach Inglewood zum L.A. International Airport begeben. Nach Abgabe des Automobils müssen wir uns auf den Flug vorbereiten, um in etwa 15 Stunden wieder in Frankfurt, Germany zu landen und schauderhaftes Deutsch aus den Mündern vermutlich miesgelaunter Menschen (zu denen ich dann auch gehören werde) zu hören, während es draussen regnen wird!  

Während der Reise werden wir sehr oft in den verschiedensten All-American-Restaurants essen gehen, die schönsten Malls besuchen, zur nächtlichen Stunde die Supermärkte stürmen (hihi, und auch dann mit bestem Service, im Gegensatz zu Deutschland, wo es nur vor 8 nur schlechten Service gibt), und natürlich regelmässig bei Krispy Kreme Doughnuts vorbeischauen, um half-dozen-boxes of world-famous-doughnuts zu kaufen!
Ausserdem werden wir unglaubliche Parks und National Parks besichtigen, und die Städte San Francisco, Las Vegas und L.A. näher erkunden. Zwischendurch werden wir es in Fresno, CA und zwischen Page, AZ und Mesquite, NV gemütlich angehen lassen.

This is gonna be coooooooool!!!!!! 

                                                                                                                                    

Reisebericht:

Wow, ich bin jetzt wieder zurück in Deutschland (leider!  ), und die letzten 4 Wochen waren einfach super, cool, great....!
Aber der Reihe nach. Der Anfang der Reise war ein wenig chaotisch, weil es in Toronto grosse Schwierigkeiten mit der "SARS"-Krankheit gab (dort leben 400 000  Chinesen, viele aus Hong Kong, die die Krankheit eingeschleppt hatten). Auch wenn die Sache dort inzwischen unter Kontrolle ist,. damals war sie es noch nicht, und bei der Einreise nach Canada waren die Officers sehr nervoes und gestresst von der ganzen Sache. Sie waren schon freundlich, aber man merkte ihnen deutlich den Stress und das Durcheinander an, so das sie manchmal keinen klaren Satz rausbrachten. Aber nach der Einreise hat man wegen SARS nichts mehr gemerkt, ausser in den Nachrichten.

Unser Mietwagen für Canada war ein fabrikneuer Jeep Grand Cherokee, einfach ein cooles SUV das richtig Spass macht. Ich konnte es kaum erwarten mich hinter das Lenkrad zu setzen und mit dem Zündschlüssel die 4 Liter Hubraum durch den V6-Motor zu jagen...  Grossartig!

Wir sind dann losgefahren, in Richtung Niagara Falls, wo wir zuvor über Internet schon die Econo Lodge gebucht hatten. Es lief alles glatt und wir haben es gleich gefunden. Eine sehr schöne Suite haben wir bekommen, die am Wochenende angeblich sehr teuer sein soll. Es war Dienstag und wir haben sie für 100 CAN$ bekommen. Ich bin dann gleich mit dem SUV ganz cool zu Wendy's gecruist und hab uns ein paar leckere Burger geholt zum Abendessen - hervorragend wie immer!
Im TV (die Networks in Canada übernehmen grundsätzlich das Abendprogramm der US-Networks) lief gerade der Publikumsrenner "American Idol", das ist dieselbe Show wie bei uns "D sucht den Superstar", aber halt schon eine Spur cooler. Sehr talentierte Leute waren da dabei, muss man sagen. Wir haben die Show auch noch in den Wochen danach ein wenig verfolgt, sie ist wirklich sehenswert. Die Jury hatte allerdings einen sehr nervigen Briten dabei, der wirklich an niemand ein gutes Haar lassen wollte und oft auch sehr unfair und gemein war. Aber dafür war die Rest-Jury OK.

Am nächsten Morgen sind wir dann nach einem Stop bei 7-Eleven (Frühstück) zu den Falls gefahren. Es war kalt, und es war ja auch noch sehr früh (8 Uhr), weil man ja wegen dem Jetlag in den ersten Tagen so früh aufwacht. Wir waren also die ersten Touristen des Tages - und eigentlich waren wir auch die ersten Touristen des Jahres, weil die Saison dort erst im Mai so richtig losgeht. Man hat das daran gesehen dass die grossen Hotels und das "Drumherum" gerade alles renoviert wurde, mit zig Umleitungen. Sehr besucherungerecht. Aber es war auch mal schön, die Fälle mit Schnee ringsrum zu bewundern, und das ansonsten teure Parken war umsonst!


Die US-Seite der Niagara Falls, aufgenommen aus Canada

Wir sind dann gleich danach wieder Richtung Norden gefahren, haben in Toronto noch kurz bei Krispy Kreme gehalten (es ging eine half-dozen-box und ein T-Shirt über die Theke...), und uns bei BestBuy mit CD's für die Fahrt eingedeckt (Nate Dogg, Nivea). Auf dem Weg Richtung Montreal sind wir am Lake Ontario entlanggefahren mit einigen Zwischenstops am Ufer, und haben es an diesem Tag dann bis Kingston, ON geschafft. Eine Übernachtung im DaysInn, ein recht gutes Motel. An diesem Abend gab es Essen bei Taco Bell (ich war so lange auf Entzug), und dann ging bei Blockbuster noch eine used-DVD mit (xXx mit Vin Diesel).

Am nächsten Morgen war Kingston zugeschneit, aber das war noch harmlos im Vergleich zu dem was uns ein paar Tage später noch erwartete...
Wir sind dann also weitergefahren, in Richtung Montreal. Nachdem man die Grenze Ontario-Québec überfährt ist auf einmal alles ganz anders. Andere Schilder, und nur noch alles auf französisch. Da ist man in Québec stur: man weigert sich die Schilder zweisprachig aufzustellen, während sie dagegen in Ontario grundsätzlich zweisprachig sind. Sollte es nicht umgekehrt sein, dass sich die Minderheit (Québec) anpasst? Naja, Montreal ist 50% englischsprachig, es gibt dort auch Radiosender im amerikanischen Stil. Aber die richtigen Québec-Sender sind wirklich ein Erlebnis: das französisch beschränkt sich nicht nur auf die Moderation, sondern auch das komplette Musikprogramm ist aus Québec!!! Der Hammer ist aber, dass berühmte kanadische Musiker die gar nicht aus Québec sind (wie Bryan Adams etwa), extra für Québec ihre CD's auf französisch aufnehmen! Wirklich nicht zu fassen...
Wenn man aber von der Sprache absieht, dann ist festzustellen dass die Québecois eigentlich den vollen American Way of Life leben - man sieht das an den Malls, den Restaurants, und v.a. an den coolen amerikanischen Autos, die es hier genauso gibt wie in Rest-Canada und den USA. Pick-Up-Trucks und SUV's sind hier ebenso beliebt. Auch wenn man sich die Häuser ansieht, stellt man fest dass man es mit dem amerikanischen Lebensstil zu tun hat: viel Komfort und Funktionalität, ansprechendes Aussehen. Bei der Hi-Fi-Ausrüstung sparen die Québecois genausowenig wie es die Amerikaner tun - nur empfangen sie mit ihrer Sat-Schüssel französischsprachige Programme.
Die Englischkenntnisse in Québec sind entweder hervorragend oder gar nicht vorhanden, da teilt sich die Gesellschaft in etwa zwei gleich grosse Hälften. Man kann bereits in der Schule entscheiden, ob man später einmal englischsprachig sein will oder nicht. Vielen ist es nicht wichtig, weil sie es in Québec selbst (das ja grösser ist als Deutschland) wirklich nicht brauchen.

Wir sind dann gleich weiter gefahren nach Sherbrooke, und nach Stoke wo wir in einem Bed&Breakfast übernachten wollten. Nachdem wir unser Zimmer hatten sind wir nach Asbestos weitergefahren (eine Stadt, die nur wegen einer Asbestmine errichtet worden ist, und wo es dementsprechend grosse Probleme gibt heutzutage...), wo meine Schwester zur Schule geht. Wir haben sie dort abgeholt so gegen 6, und sie war so aufgeregt dass sie nur noch französisch rausbrachte (ohne es zu merken).
Danach sind wir noch kurz in einem Restaurant essen gegangen wo es Lasagne gab, und dann haben wir noch ihre Gasteltern kurz besucht.

Am nächsten Tag sind wir dann nach Montreal gefahren, eine ca. 2 1/2 Stunden lange Fahrt. In Montreal gibt es die berühmten unterirdischen Malls, weil es im Winter extrem kalt ist. Wir haben einige Dinge eingekauft, wie etwa DVD's. Auch eine extreme Rarität habe ich dort entdeckt (in Deutschland unmöglich zu kriegen): die CD von den Doggy's Angels, "Pleezebalievit!"
Auch im Hard Rock Cafe Store waren wir noch kurz. Danach stand noch die Besichtiung des "Oritoire St. Joseph" auf dem Programm, eine riesige Kirche auf einem Hügel. Die Rückfahrt nach St. Camille (wo meine Schwester wohnt) hat nach einigen "Anläufen" auf den Interstates von Montreal 3 Stunden gedauert. Es gab dann "daheim" noch gute amerikanische Pizza.

Samstag war eigentlich der Tag, an dem wir wieder nach Toronto zurückmussten, weil unser Flug am Sonntag früh geplant war. Wir haben uns aber entschieden, den Tag noch in Québec zu bleiben und über Nacht zurückzufahren. Nach einem ausgiebigen Frühstück im B&B konnten wir dort noch die riesigen Straussen-Vögel anschauen, die auf dieser Farm beheimatet sind. Die männlichen Tiere sind gigantisch gross, ungefähr 3 Meter hoch. Viel Zeit hatten wir nicht mehr, aber für einen kleinen Rundgang hat es doch gereicht. Danach sind wir dann mit meiner Schwester nach Sherbrooke in die sehr grosse Mall gefahren. An diesem Tag war in Québec schon alles zugeschneit, so dass unser SUV wirklich bitter nötig war. Mit dem 4WD war alles überhaupt kein Problem. In der Mall gingen Jeans mit, und danach sind wir noch kurz zu Bekannten von den Gasteltern meiner Schwester zum Kaffee gefahren. Wir wussten nicht genau ob wir am nächsten Tag fliegen können würden, den am Freitag und Samstag war der Flughafen in Toronto wegen Schnee geschlossen! Selbst an diesem Abend konnte uns dort noch niemand sagen wie es am Sonntag sein würde - es hiess "einfach mal da sein". Gegen 6 abends sind wir also losgefahren, durch den hohen Schnee. Es schneite auch munter weiter, aber auf dem Interstate ging es dann ganz gut. Nach 3 Stunden waren wir an der Grenze Québec - Ontario, und ungefähr dort hörte der Schnee auf. In Ontario hat es nicht mehr geschneit, es war aber bitterkalt, bis -8° (Canada hat das metrische System).
Zum Essen haben wir auf der Strecke gehalten in einer Stadt bei einer riesigen chemical plant. Gestunken hat es da, das war wirklich grauenhaft. Wir haben dort ein St.Hubert gefunden, ein stilvolles Restaurant mit chicken-Spezialitäten. Nach einer Stunde dort (wir waren die letzten Gäste des Abends), sind wir dann weitergefahren. Immer mal wieder ein kurzer Stop an einer gas station für ein wenig Wachhalte-Getränke, und weiter ging's. Um 5 Uhr morgens waren wir dann am Flughafen. Nach Abgabe des SUV's mussten wir uns bei Air Canada erstmal eine Stunde anstellen, weil lauter Fluggäste von den vorigen Tagen dastanden die eine Umbuchung wünschten. Aber da wir so zeitig dran waren ging alles gut, und wir hatten den Flug. Die U.S. Immigration findet bei Flügen von Canada bereits vor dem Flug statt, und das ging sehr reibungslos. Dann waren wir offiziell bereits in den USA, und der Flug war alles was uns noch vom gelobten Land trennte.


Toronto, vor dem Abflug

Mit einem 3-Stunden-Zeitvorteil in San Francisco gelandet waren wir nach Übernahme unseres Mietwagens


(ein stilvoller sportlicher Oldsmobile Alero)

schon um 3 Uhr nachmittags im Hotel, ein sehr komfortables Comfort Inn, das wir ebenfalls bereits über Internet gebucht hatten. Es ist direkt am Flughafen in South S.F., wo es traumhaft schön ist. Jetzt war nach all dem Stress in Canada also erstmal Ruhe und Entspannung auf dem Plan. Auf meinem Rucksack war von nun an ein "American Flag"-Pin zu sehen, der auch jetzt noch an diesem Platz ist und dort bleiben wird.

Nach einem Mittagsschlaf sind wir noch ein wenig durch die Gegend gecruist, angefangen in South S.F. über Oakland nach S.F. und wieder zurück. Essen gab es dann bei "Jack in the Box", der zwar ungewöhnlich ungepflegt aussah, aber hervorragendes Essen hatte wie sonst auch. Bacon Burger, Quesidillas und Jalapenos.

Am nächsten Tag stand auch einiges auf dem Programm: Innenstadt von S.F., nach einer kurzen gas-station-Frühstückspause. Das parken in der Innenstadt (valet parking) hat uns für 2 Stunden satte $10 gekostet, aber es geht dort nicht anders. Wir sind ein wenig am Union Square und an der Market Street rumgeschlendert, bei schönstem Wetter.

Im Niketown hab ich mich dann ausgetobt mit T-Shirts, Sweat-Shirts und Baseball-Mütze (Oakland Athletics). Die hatte ihren Platz daraufhin übrigens hinter der Heckscheibe des Alero, sodass es für andere Amerikaner aussieht wie wenn ich aus der Gegend wäre...

Nach der Innenstadt war "Fisherman's Wharf" an der Reihe. Auch hier ist das Parken nicht umsonst, aber wir wussten ja dass sich die Parkgebühren auf S.F. beschränken würden. Wir haben dann eine Bootstour nach "Alcatraz" gemacht, mit anschliessender Besichtigung. Wirklich interessant und schockierend.
Wieder zurück auf dem Festland hatte ich einen Chili Hot Dog, der ganz lecker war. Eine deutsche Mutter die neben mir sass hat daraufhin ihrem quengelden Kind einen solchen Hot Dog verboten mit der Begründung "des kriegsch Du net, des sieht net gut aus!" - offenbar im festen Glauben ich sei Amerikaner und würde ihr Geschwätz nicht verstehen... das denkt sie noch heute, hihi!
Danach war es bereits gegen Abend, und wir wollten noch zur Golden Gate Bridge um den sunset zu bewundern. Es war um 6 als wir dort waren, an einem traumhaften Aussichtspunkt, der leicht erhöht ist. Es waren noch viele andere dort, alles amerikanische Touristen (zum Glück keine Deutschen...). Etwa eine Stunde sind wir dort geblieben um den Eindruck in uns aufzusaugen...


Golden Gate Bridge at sunset

Als wir dort fertig waren (so um 7), sind wir zunächst auf der nördlichen Seite der Brücke geblieben um uns ein günstiges Motel zu suchen das Coupons akzeptiert. Etwa 7 Meilen im Norden haben wir dann ein gutes Motel entdeckt, sind aber nach dem einchecken gleich wieder weitergefahren, weil wir an Fisherman's Wharf in ein Seafood-Restaurant gehen wollten. Kein Problem dorthin zu fahren mit einem guten Stadtplan, und wir haben das gleiche Parkhaus benutzt wie ein paar Stunden vorher. Am Pier-39, wo sich immer die Seelöwen auf Holzbrettern versammeln (mindestens 200 sea lions), gibt es eine grossartige Auswahl an typischen upper-class-seafood-restaurants. Das, das wir uns ausgesucht hatten war in allen Punkten top, es liegt direkt über einem kleinen Yachthafen, wie er für amerikanische Küstenstädte typisch ist. Crab Cocktail und Fried Shrimp, genauso wie ich es mag - wir waren sehr zufrieden! Im Motel hab ich dann um halb 12 noch ein bisschen bei David Letterman reingeschaut, seine Show hab ich leider schon lange nicht mehr gesehen.

Am nächsten Morgen war erstmal ein grosses Frühstück auf dem Plan, beim naheliegenden "Denny's". Ein hervorragendes family restaurant das die gesamte Frühstückspalette im Angebot hat: Bacon, Eggs, Hash Browns & Buttermilk Pancakes, und ich war bis abends erstmal versorgt. Nach einem erneuten kurzen Stop beim Pier 39 um die sea lions nochmals bei Tageslicht zu bewundern und um für mich eine neue Sonnenbrille zu besorgen sind wir noch ein Stück durch Chinatown gefahren (durch das berühmte Tor), und haben dann unseren Weg aus der Stadt heraus Richtung Pazific / South gesucht. Wie immer finden sich in Amerika hervorragende Radiosender für jeden Musikgeschmack, die alle einen weiten Senderadius haben. Etwa die Hälfte der Zeit haben wir immer Radio gehört, ansonsten unsere CD's.
Einige Male haben wir am Pacific angehalten um die blauen kühlen rauschenden Wellen zu geniessen. An einer Stelle war auch richtiger Badestrand, wo wir bis zu den Knien durch die Wellen spaziert sind. An einem Tag lässt es sich sehr gut schaffen, von San Francisco ganz gemütlich zum 17-Mile-Drive zu fahren, wo wir gegen 4 ankamen. Eine sehr sehenswerte Fahrstrecke von einer Höhe zur Küste und wieder hoch. Dazwischen gibt es Wald, Wohnhäuser und einen Golfplatz mit zahmen Rehen. Das Wetter war sonnig und klar, beste Vorraussetzungen also. Nach einer Stunde sind wir dann von der Küste abgefahren in's Landesinnere um in Los Banos zu übernachten. Los Banos hat zwar weniger Einwohner als manch andere Stadt in der Umgebung, jedoch liegt es am Interstate-5 und hat deshalb eine hervorragende Infrastruktur mit vielen Motels und Restaurants. Das Days Inn, in dem ich vor 3 Jahren mit meinem Kumpel Lorant schon mal übernachtet hatte, ist im Coupon-Heft wieder sehr positiv aufgefallen. Wieder mal bin ich mit dem Alero bei lautem Rap (Doggy's Angels) über den nächtlichen Main Boulevard zu Taco Bell gecruist und hab uns im Drive-Thru ein bisschen Mexican Pizza und Taco-Supremes geholt. Bei solchen recht einfachen Erlebnissen spüre ich manchmal den American Spirit sehr stark - ich fühle mich einfach wohl in meiner Umgebung und zwischen den anderen Amerikanern, und füge mich reibungslos ein, während ich mir in Deutschland eher wie ein Störfaktor der Coolness in einer spiessigen Puppenstube vorkomme!
An diesem Abend hab ich mir bei "Nick at Nite" noch zwei Folgen der "Cosby Show" angesehen - ich hatte noch nie Gelegenheit diese Kult-Sitcom im Original zu sehen. Da machen sogar die alten Episoden wieder Spass die man schon in- und auswendig kennt.

  
Das "Days Inn" in Los Banos - eine Oase!
Palm trees & USA - a great combination!

Der nächste Morgen in Los Banos brachte eine Überraschung: wir schalteten wie fast jeden Morgen die "Today Show" auf NBC ein, und siehe da, der Fall von Baghdad war das grosse Thema. Gerade waren einige Iraqis dabei, die Saddam-Statue zu stürzen und darauf einzuprügeln. Es war schon eine grosse Erleichterung zu hören dass das Ziel nun (fast) erreicht war und die Troops bald wieder heim dürfen.
Es war überhaupt eine befreiende Erfahrung, endlich einmal wieder neutrale sachliche Berichterstattung (ohne anit-US-Propaganda) sehen zu können. NBC hat hervorragende Nachrichten, wie auch die meisten anderen Sender. Das ist mir viel lieber als die zwar seriös wirkende, jedoch einseitig berichtende, Propaganda verbreitende Tagesschau! Auch war es sehr befreiend, einmal eine Zeit lang von den täglichen Vorstellungen des "Berliner Kaspertheaters" (genannt Bundestag) verschont zu werden.  Ich habe die Berichterstattung aus Deutschland kein bisschen vermisst. Deutschland ist in den USA zum Glück nicht so wichtig wie es viele Deutsche gerne sehen würden!
Nach kurzen Frühstück mit Doughnuts & Coffee sind wir zum Laundromat gefahren um unsere Wäsche zu waschen. Das machen wir immer wenn wir in Amerika sind, so dass wir nicht so viel Unterwäsche mitschleppen müssen sondern nur die Hälfte oder ein Drittel. Die amerikanischen Waschmaschinen in den Laundromats sind selbst für nicht-Hausmänner wie mich spielend leicht zu bedienen (im Gegensatz zu den dt. High-Tech-Waschmaschinen, für die man am besten einen Abschluss in Informatik haben müsste), und die Wäsche ist schnell fertig und sauber. Danach kommt das ganze selbverständlich noch in den Trockner (an American Tradition), und schon ist man durch.

Danach haben wir noch kurz bei Food4Less ein paar Dinge eingekauft und sind dann weiter in Richtung Fresno gefahren. Die Strecke ist sehr interessant weil man durch unzählige Anbaugebiete fährt wo u.a. Pistazien und Weinreben gezüchtet werden.
Nach knapp 2 Stunden waren wir schon in Fresno, haben uns am Ende des grossen Boulevards eine "Econo Lodge" ausgesucht. Es war zwar erst mittags um 1, aber wir konnten schon einchecken. Das Motel hat einen Pool den wir auch gleich mal genutzt hatten wegen dem heissen Wetter, und dann mussten wir noch unsere frische Wäsche bügeln (Motelzimmer haben oft diese Art von convenience-Ausstattung).
Fresno ist im inneren California meine Lieblingsstadt. Die Grösse (400 000 Einwohner) ist genau richtig, es sieht sehr schön und gepflegt aus dort und es gibt alles was man braucht, incl. zwei Malls und einem grossen Shopping-Center (z.B. mit "Best Buy). Alles reiht sich an dem gut 10 km langen Boulevard parallel zum Interstate, und nach einem Besuch in einer Mall haben wir uns bei Pizza Hut eine large Pepperoni&Cheese-Pizza bestellt, und dazu gab es sogar noch 10 cinnamon sticks for free! Pappsatt sind wir dann nochmal den Boulevard runtergefahren, haben noch kurz bei BestBuy reingeschaut. Diesmal gingen mal wieder 2 Hot R&B-CD's mit, und zwar die neue von "702" und "Chocolate Factory" von R.Kelly. Rein damit in den CD-Player, und dann entspanntes cruisen zurück in's Motel!

Am nächsten Morgen gab es nur kurz "Continental Breakfast" im Motel, weil wir an diesem Tag eine längere Fahrt vor uns hatten. Wir sind dann nochmal zum anderen Ende des Boulevards gefahren um uns bei "Krispy Kreme" mit leckeren Doughnuts einzudecken! Unser Weg führte uns dann zunächst nach Bakersfield wo wir aber nur kurz angehalten haben um Getränke zu kaufen, und von dort sind wir dann nach Barstow weitergefahren. Barstow ist ein Knotenpunkt zweier Fernverkehrsstrassen, eine Kreuzung gewissermassen, und liegt einerseits zwischen Bakersfield und Kingman, AZ, andererseits zwischen Las Vegas und L.A, eingebettet in Wüste und Berge. Dementsprechend viel Infrastruktur (hauptsächlich Motels) gibt es dort auch, obwohl eher wenige Leute dort leben. Nicht ganz so schön wie Los Banos, aber auch angenehm um die Nacht zu verbringen.


Durchgangsstrasse in Barstow

Wir haben dort ein schönes "Quality Inn" gefunden, das nebenan ein hervorragendes mexikanisches Restaurant zu bieten hatte. Dort haben wir natürlich auch gegessen, und ich konnte mir an diesem Abend auch einige kühle Budweisers erlauben, da ich ja nirgends hinfahren musste. Abends haben wir noch ein wenig die "Tonight Show with Jay Leno" geschaut - das macht auch immer wieder Spass.

Der Tag darauf war stressfrei, wir sind in Richtung Kingman, AZ weitergefahren, und zwar nicht nur auf dem Interstate, sondern auch ein Stück auf der "Historic Route 66", die noch abschnittsweise existiert. Das war auch mal schön, man kommt auf der Strecke durch einige Wüstenkleinstdörfer, die Einwohner im Bereich zwischen 20 und 100 haben (steht jeweils auf dem Ortsschild!!!). Der Ort Mojave mit 20 Einwohnern hat sogar ein nagelneues grosses Postamt!
Der Übergang von California nach Arizona verläuft wie überall in den USA unspektakulär, es gibt nur das welcome sign das einen darauf hinweist. In Arizona ist das speed limit sogar 75mph, so dass es ein wenig zügiger geht. Schneller muss man auch nicht wirklich fahren, und die Durchschnittsgeschwindigkeit ist in den USA garantiert immer höher als in Deutschland, wo man stattdessen von Stau zu Stau rast! Ich geniesse bei Power-Autos sowieso eher das aus-dem-Stand-beschleunigen, nicht so sehr das rasen! Aber das verstehen in Deutschland ja nur sehr wenige Leute.
Angekommen in Kingman, AZ haben wir uns erstmal ein "Days Inn"-Motel gesucht, mit grossem Zimmer. Von dort hab ich dann Lorant & Iris in L.A. angerufen, dass wir in einer Wochen kommen werden. Viel haben wir an diesem Tag nicht gemacht, eher ausgeruht. Essen gab es bei Burger King, der gleich gegenüber lag. Und dann gab es noch "8 Simple Rules for Dating my Teenage Daughter" im TV, eine erstklassige Sitcom mit John Ritter und Katey Sagal. Die Show hatten wir schon eine Woche zuvor in Canada (in Kinston, ON) gesehen, und schon war klar dass es sich um eine neue Kult-Sitcom handelt. Und dann dachte ich wieder an die Zeit in Deutschland, wo es statt guten Sitcoms lieber "Big Brother" und "GZSZ" zu sehen gibt - hurra Deutschland kann ich da nur sagen!

Auf den nächsten Morgen hatte ich mich schon seit längerem gefreut, denn es stand ein ausgiebiges Frühstück bei "Cracker Barrel" an. Dieses family restaurant, das mit einem "Old Country Store" kombiniert ist, stammt ursprünglich aus Tennessee und ist wirklich country pur! Da es das Restaurant in California gar nicht gibt war es wichtig dass wir in Arizona mindestens einmal dorthin gehen. In Arizona befindet sich die am westlichsten gelegene Filiale in der Gegend. Der Restaurant-Teil wirkt wie eine alte Jagdhütte mit grossem offenen Kamin und aufgehängten Geweihen. Wir mussten diesmal nicht warten (was man sonst durchaus muss), und bei mir gab es das volle Programm: Bacon, Eggs, Hash Browns, Pancakes mit cherry topping! Wow, was für ein Start in den Tag!
Dann mussten wir los da wir an diesem Tag zum Grand Canyon fahren wollten. Die Fahrt dauerte etwa 2 1/2 Stunden bei recht schönem angenehmem Wetter, und schon waren wir dort. Immer wieder sehr beeindruckend, diese Panorama-Aussicht, die leider auf Fotos gar nicht so richtig rüberkommt wie in echt.


Vor dem Grand Canyon, mit patriotischem T-Shirt

Von dort aus hab ich mal wieder daheim in Deutschland angerufen um zu erzählen. Ob man auch wirklich nicht "angefeindet" würde als Deutscher, wollte meine Mutter wissen. Ich hab ihr dann ausgiebig erklärt, dass die Amerikaner zum Glück nicht so sind wie man sie in den linken deutschen Medien gerne darstellt, und dass sie es als Unterstützung  betrachten wenn man ihr Land besucht! In meinem Fall ist es ja auch tatsächlich Unterstützung, auch wenn ich da sicherlich für die wenigsten Deutschen spreche. Jedenfalls sind die Amerikaner freundlich und aufgeschlossen wie sie es immer waren - eher sogar noch mehr als früher! Das wir-Gefühl seit dem 11. September ist wirklich sehr stark zu spüren, und jeder der möchte darf gerne dazugehören!

Am Grand Canyon haben wir dann auf dem Weg nach Cameron noch ein paar weitere Aussichtspunkte angesteuert. Jede Perspektive hat irgendetwas einzigartiges, so dass es sich auf jeden Fall lohnt nicht nur einen Punkt gesehen zu haben. Vor allem in der rötlichen Nachmittagssonne sieht das ganze traumhaft aus. Allerdings, das ist der Nachteil beim Grand Canyon, trifft man an jedem Aussichtspunkt unglaublich viele Deutsche. Nicht für mich, das ist ja bekannt, und so war ich immer ruhig und hab in Ruhe meine Fotos gemacht.
Über Cameron sind wir dann nach Flagstaff gefahren, was auch eine sehr schöne mittelgrosse Stadt ist. Umgeben von Wald und Gebirge auf über 2000m Höhe. So ungefähr stelle ich mir die Gebirgsorte in Colorado vor (bin noch nie dagewesen). In Flagstaff haben wir ein schönes "Red Roof Inn" gefunden das durch unseren Coupon sehr günstig war. Zum abendessen sind wir durch die Stadt zur Mall gefahren die ich schon fast auswendig kenne (war schon 2mal dort), da gibt es ein "Ruby Tuesday", was ja bekanntlich ein hervorragendes Restaurant ist. Es gab eine Sampler-Vorspeise und ein Ribeye Steak. Danach hatten wir noch einige Besorgungen zu machen und sind dafür in den naheliegenden Supermarkt gegangen. Einfach super, so abends um 10 wie selbverständlich einkaufen zu gehen, in aller Ruhe ohne Gehetze und ohne Gedränge. Im spiessigen Deutschland wird das leider nie möglich sein, das ist mir klar, und deshalb ist es ja auch umso wichtiger dass ich die freien Öffnungszeiten in den USA ausnutze!
Am nächsten Morgen sind wir nach einem kurzen Stop an einer gas station nochmal in die Mall gefahren um ein wenig zu shoppen. Und da muss ich wohl schon wieder von den liberalen Öffnungszeiten anfangen: es war Sonntag. Es gibt doch nichts cooleres als Sonntags ganz gemütlich in die Mall zu gehen und einzukaufen. Das gehört für mich schlichtweg zu einem komfortablen Leben dazu. In Deutschland wegen den Gewerkschaften nicht möglich, Schluss Ende, hurra Deutschland, hurra Spiessertum! 
Wir sind zu JCPenney gegangen, in ein CD store, ein Spielegeschäft und haben uns in einer Sitzecke in der Mitte der Mall ein wenig erholt.

Es ging dann direkt weiter auf den Interstate in Richtung Phoenix. Wieder mal eine äusserst beeindruckende Fahrt, da man von über 2000m Höhe kontinuierlich berg-ab fährt und so immer wieder eine traumhafte Aussicht hat. Kurz vor Phoenix beginnt ganz plötzlich die "cactus zone" - ab hier wachsen Kakteen in allen Variationen und  Grössen. In California und im nördlichen Arizona gibt es solche Kakteen gar nicht, deshalb ist es umso interessanter diese Gegend einmal gesehen zu haben.
Phoenix ist eine beeindruckende Stadt, sehr gepflegt und typisch amerikanisch. Es gibt ein Stadtzentrum mit Hochhäusern, und drumherum Wohngegenden und Dienstleistungszentren. Die Stadt ist eingebettet in Wüstenberge, die man im Hintergrund der Hochhäuser gut erkennen kann.
Wir sind erstmal durch die Stadt hindurch in den südlichen Teil, nach Tempe, gefahren um unser Wunsch-Motel, eine "Travelodge" klarzumachen. Hier hatten wir sogar ein Zimmer im Erdgeschoss, und das Motel hat zwei Pools zu bieten. Es war wirklich sehr heiss an diesem Tag (obwohl das für Phoenix sicher normal ist - die Stadt existiert nur dank der hervorragenden Klimatechnik, die in den USA so verbreitet ist). Wir haben uns kurz in einem der Pools unter Palmen abgekühlt, und sind dann wieder Richtung Phoenix gefahren, zu einem Freizeitpark den wir zuvor am Interstate entdeckt hatten. Es gibt dort eine grosse gepflegte Minigolfanlage, wo wir uns dann eine Runde gegönnt haben. In der Abenddämmerung war es auch nicht mehr so heiss, so dass es wirklich angenehm war. Die Minigolfanlage war wirklich gut besucht an diesem Tag, aber ohne dass es Gedränge gab. Danach haben wir noch kurz vor closing time bei "Circuit City" reingeschaut, das lohnt sich eigentlich auch immer. Und dann sind wir auf die andere Seite des Interstate gefahren um in einem "Lone Star" - Steakhouse richtig gut zu essen. Wie meistens bei Lone Star mussten wir erstmal eine viertel Stunde warten, aber das macht nichts (wenn es in Deutschland in einem Restaurant so voll wäre, dann hätte man unangemeldet überhaupt keine Chance beizukommen, weil ja eine Horde von Leuten rauchen und saufen muss, wo andere gern essen würden). Wir wurden dann mit bestem Service sehr freundlich empfangen, und die Zeit im Restaurant wurde mit einer sehr eifrigen jungen Kellnerin, die sich gern und lange mit uns unterhalten hatte, ein sehr gelungener Abend.
Die Fahrt zurück in's Motel nach Tempe war mal wieder äusserst entspannend. Phoenix ist einfach cool!

Am nächsten Morgen sind wir nach dem check-out gleich zu Dunkin' Donut's um die Ecke gefahren, wo wir uns eine half-dozen-box gegönnt haben. Wenn auch nicht ganz so hervorragend wie Krispy Kreme sind diese Doughnuts trotzdem immer noch absolut top! Danach haben wir uns wieder auf den Weg in den nördlichen Teil von Phoenix gemacht wo wir am Vortag Minigolf spielen waren, denn wir wollten dort in die riesige Mall die wir gesehen hatten. Das ist wirklich ein gigantisches Gebäude, mit unzähligen stores auf zwei Etagen. Wir waren dort in zwei Arizona-gift-shops (die Verwandtschaft in Deutschland will ja schliesslich auch was haben), und bei "Waldenbooks" habe ich mir ein Exemplar des langersehnten Bildbandes "TV Guide: 50 years of Television" besorgt. Nur die amerikanische Entstehungsgeschichte des Fernsehens ist die wirkliche, denn dort ist das Fernsehen in all seinen Ausprägungen gross geworden. Der Bildband rühmt unzählige bekannte TV-Shows von den 50ern bis heute - sehr empfehlenswert wenn man sich für die Materie interessiert.
Ausserdem gibt es in der Mall gleich zwei Cinnamon-Roll-Stände, und da haben wir uns eine grosse hervorragende Cinnamon Roll geteilt!
Nach der Mall sind wir in Phoenix noch ein wenig durch eine Wohngegend gefahren, wo in vielen Vorgärten Kakteen gepflanzt sind, neben den fast schon obligatorischen wunderschönen Palmen.


Great!


Really cool!

Und dann war es an der Zeit dass wir uns auf den Weg zurück in Richtung Flagstaff machten, um dann nach Page (am Lake Powell) zu kommen. Da ist man mit Pausen ca. 5 Stunden unterwegs, und kurz vor Page kommt man an eine traumhafte Aussichtsplattform. Page selbst ist auch ein ganz netter Ort mit einer ähnlichen Infrastruktur wie Barstow. Dort hatten wir ein richtiges Hotel, ein Best Western mit Blick auf den Lake Powell und auf einen Golfplatz.


Blick vom Hotelzimmer bei sunset

Einmal mehr erschien es uns eine gute Möglichkeit zu sein, von Taco Bell etwas zu besorgen um im Zimmer zu essen. Nachdem ich bemerkt hatte dass auf dem gleichen Flur Deutsche sind (nichtmal hier ist man vor ihnen sicher ) hab ich mich schnell zum Auto verzogen und bin bei cooler Musik rüber zu Taco Bell gecruist. Es gab Quesidillas und Taco Supremes mit viel Hot Sauce!
Im Fernsehen lief dann nach "The King of Queens" (eine hervorragende Sitcom) auf Fox so eine seltsame Reality-Dating-Show, wo die Teilnehmer dann am Schluss heiraten können wenn sie wollen. Schon seltsam was Fox da immer so bringt - nicht mein Ding. Ich sehe mir lieber eine Sitcom an, oder eben andere, coole Shows (wie American Idol), aber so ein Kram muss nicht unbedingt sein. Davon haben wir in Deutschland schon genug mit diesem BigBrother-Quatsch!

Am nächsten Morgen haben wir das erste Mal auf dieser Reise so richtigen Regen mitbekommen. Es war ein kühler nasser Morgen, und wir sind nur relativ kurz in den Lake Powell National Park gefahren. Der Regen hat zwar aufgehört, aber es war kühl und windig. Wir sind ein wenig am See entlangelaufen und haben uns im gift shop ein bisschen umgesehen. Dann ging es schliesslich weiter in Richtung Utah - wir mussten über die Berge fahren um nach Nevada zu kommen. In den Bergen von Utah herrschte eine wahre Winterlandschaft, die durchquert werden musste, aber es war eigentlich kein Problem. Nach 2 Stunden auf einer kurvigen kleinen Strasse wartete der Interstate I-15 auf uns, der uns direkt über Arizona nach Mesquite, NV führen sollte. Mesquite ist eine kleine Spielerstadt, da sie sich an der Grenze von Nevada befindet und das Glückspiel hier gerade noch erlaubt ist. Es gibt 4 grosse Hotels und ansonsten Supermärkte, Tankstellen und kleinere Restaurants. Im "Oasis" gab es die Nacht sehr günstig für $30 - ein sehr schönes Zimmer in einem von Palmen und kleinen Oasen (Pools) umringten Gebäude.
Und nun kommen wir zu einer kleinen Kuriosität dieses Städtchens: es war wieder Dienstag, also der Abend an dem "American Idol" auf Fox läuft. Mesquite hat keine eigenen TV-Lokalsender, und da es genau zwischen Salt Lake City und Las Vegas liegt, sind alle Lokalsender aus beiden Städten im Kabelnetz eingespeist. Da nun aber die beiden Städte unterschiedliche Zeitzonen haben, und zudem das Abendprogramm in der Mountain Time Zone nicht um 8 wie an der Westküste, sondern um 7 beginnt (was in der Pacific Time Zone, zu der Nevada gehört, um 6 ist!) startet das Abendprogramm auf den Salt Lake City - Kanälen zwei Stunden früher als auf den Las Vegas - Kanälen! Im Klartext heisst das, während "American Idol" auf der Fox-Station aus Las Vegas um 8 startete, konnte man die Show auf der Fox-Station aus Salt Lake City bereits um 6 bewundern, was wir auch getan haben. Wieder sehr sehenswert mit wirklich talentierten Leuten.
Danach sind wir noch ein wenig durch Mesquite gecruist, haben an einer Tankstelle gehalten, bei "Jack in the Box" gegessen (wirklich sehr sehr leckere grosse Bacon Burger die man dort bekommt, das kann man gar nicht oft genug betonen!), und in einem sehr eleganten Supermarkt (der selbverständlich zu später Stunde noch besten Service bietet) gestöbert. Gegenüber den US-Supermärkten kommt man sich in Deutschland einfach immer wieder wie in einem armen Entwicklungsland vor! Das beschränkte deutsche Angebot und die lieblose Aufmachung in Form des aus-dem-Karton-Verkaufs machen mich wirklich immer rasend wenn ich wieder mal einen hervorragenden US-Supermarkt besucht habe. Es gibt wirklich alles alles was das Herz begehrt, jede Menge Auswahl, ansprechende Produktpräsentation, freundliches Kassenpersonal, klimatisierte Verkaufsräume wie sich das gehört. Naja, einige Dinge wird man in Deutschland halt nie lernen, vor allem solange sich keiner an den miesen Zuständen stört und alle brav zu ALDI rennen um die Arbeit von nicht vorhandenen Arbeitskräften selbst zu verrichten (Kartons aufreissen, Waren einpacken).

Am nächsten Tag stand dann die wirklich sehr kurze Fahrt nach Las Vegas an. Wir haben zuerst in Mesquite noch getankt, und da es an dieser "76"-Tankstelle auch KrispyKreme-Doughnuts gab haben wir gleich mal eine half-dozen-box mitgenommen. Nach ca. 1 1/2 Stunden waren wir dann in Vegas, erstmal sind wir durch die Stadt gefahren um uns zu orientieren. Das ging problemlos, und wir haben dann unser gebuchtes Hotel "LUXOR" aufgesucht. Bevor wir allerdings eingecheckt hatten mussten wir noch kurz zum Nebenhotel, dem "Mandalay Bay" um unsere reservierten Tickets für das Musical "Mamma Mia" abzuholen. In Las Vegas hat jedes Hotel sein eigenes grosses Parkhaus, das für alle Besucher (also nicht nur Hotelgäste) kostenfrei ist.
Im LUXOR konnten wir dann tatsächlich ein schönes Zimmer in der Pyramide bekommen, es war im 10.Stock. Die Aufzüge fahren dort schräg nach oben, an den Pyramiden-Kanten. Wirklich eine höchst interessante Konstruktion.
Nach dem einchecken wollten wir dann noch einen Halb-Tagesausflug zum Hoover Dam machen, der ist keine halbe Stunde von Vegas entfernt. Wir waren sehr schnell dort und die Fahrt war wirklich schön. An diesem Nachmittag war es auch richtig voll am Hoover Dam, wir haben uns alles von oben angeschaut und sind ein wenig rumgelaufen. Die Tour wollten wir dann aus Zeitgründen nicht mitmachen, sie erschien uns auch ein bisschen zu teuer.
Als wir fertig waren sind wir dann nach Vegas zurückgefahren über die Interstates, und am Hotel hatten wir dann noch ein wenig Zeit bis zum Musical. Auf der anderen Strassenseite beim Coca-Cola-Store gibt es einen "Fatburger", das wusste ich noch vom letzten Mal, und das war eine gute Gelegenheit vor dem Musical noch kurz was zu essen. Fatburger ist wirklich eine ganz hervorragende Fast-Food-Kette im 50er Jahre-Stil, und man kann seinen Burger ganz nach seinen persönlichen Wünschen zusammenstellen. Die Fried Onion Rings (die bei mir fast bei jedem Burger dabei sein müssen) waren auch hervorragend.
Und dann stand also das Musical kurz bevor. Die Zeit reichte grade so, und wir waren ziemlich pünktlich um 7 am Eingang des Theaters im "Mandalay Bay". Immer die grauenhafte Verdeutschung des Musicals in Hamburg im Hinterkopf, war es wirklich ein Hochgenuss, das ganze original auf English sehen zu dürfen, und sogar noch mit einer Amerikanerin als Hauptdarstellerin, so dass es sich gleich nochmal besser anhörte. Wirklich ein traumhaftes mitreissendes Musical, da einem ja eigentlich alle Lieder geläufig sind. Eine Pause gab es auch, in der ich mir ein schönes kühles Budweiser gönnte... (wie es scheint sehe ich schon ziemlich "gereift" aus, ich wurde nirgends nach I.D. gefragt, und das ist wirklich sehr unüblich in den USA). Als das Musical aus war ging am Ausgang noch eine Soundtrack-CD als Geschenk für meine Mutter mit, und als wir dann mitten in der Hotelhalle des Mandalay standen wanderte auch noch der eine oder andere Quarter in die Slot Machines. It's really fun!

Der nächste Morgen nach einer sehr komfortablen Nacht im Luxor war auch wieder sehr ereignisreich. Zunächst einmal gab es ein hervorragendes All-American Breakfast im IHOP (ungefähr 5min Fahrzeit), mit den berühmten Syrups zu den Pancakes. Als wir da fertig waren mussten wir noch in das Walgreens-Store am Strip, um Video8-Cassetten zu besorgen, und ausserdem eine Box mit Krispy Kremes, die es in diesem Store auch gibt! Dann konnte es losgehen in Richtung Death Valley. Da fährt man erstmal 2 Stunden durch die Wüste, und muss dann in einem sehr kleinen Ort zum Valley abbiegen. Faszinierend ist immer der erste Aussichtspunkt "Hell's Gate", von dem man das gesamte Todestal überblicken kann, man sieht die weissen Salzablagerungen auf den tiefsten Flächen, und im Hintergrund gewaltige Bergmassive, auf denen Schnee liegt. Derartige Gegensätze gibt es sonst wohl nirgendwo auf der Welt. Fährt man weiter in's Death Valley hinunter, kommt man an der berühmten Borax-Ausstellung vorbei. Dort stehen alte Planwägen und Maschinen, mit vielen Hinweisschildern auf die alten Zeiten (um 1850) als im Death Valley noch Borax gefördert wurde. Weiter geht es zum Tourist Center, wo alle Fahrzeuge halten müssen um das Entrance Fee in Höhe von 10$ zu bezahlen. Anders als in anderen Parks, wo man das ganze am Eingang bezahlt, muss man hier in der Mitte anhalten, und bekommt dann eine Plakette hinter die Windschutzscheibe, so erkennen die Ranger dass man ordnungsgemäss bezahlt hat. Der nächste interessante Punkt ist dann "Badwater", das ist der tiefste Ort auf dem Festland der ganzen Welt. 100m unterhalb des Meeresspiegels befindet man sich hier, und auf einer relativ kleinen Fläche erstrecken sich geringe Wasservorkommen, die im ganzen Death Valley einmalig sind. Als früher die ersten Entdecker zu diesem Punkt gelangten waren sie der Überzeugung, vor dem Tod gerettet zu sein, aber damit lagen sie total falsch. Der Tod kam schneller als sie gedacht hätten, denn bei dem Wasservorkommen handelt es sich natürlich um extrem salzhaltiges Wasser. Keine Oase also, sondern "Badwater". Leider war der Parkplatz wegen Umbauten gesperrt, so dass man keine Möglichkeit hatte auszusteigen. Sehr schade, da Badwater die Hauptattraktion im Death Valley ist....
Es ging dann wieder auf den Rückweg, durch die kleinen Ortschaften die man immer durchqueren muss wenn man nach Vegas zurück möchte. Alte Tankstellen und Cafes neben nagelneuen Postämtern kann man auf dem Weg sehen. So am frühen Abend waren wir wieder zurück im Luxor, erstmal um ein bisschen auszuspannen. Dann wollten wir natürlich auch essen gehen, und diesmal fiel die Entscheidung sehr schwer. Entweder Hard Rock Cafe, TGI Friday's oder Applebee's. Da wir in L.A. noch mindestens einmal in ein HRC gehen würden, und wir auch noch in Berlin zu TGIF können, fiel die Wahl also auf Applebee's, zumal ich das letzte Mal vor 3 Jahren in einem Applebee's gewesen bin (damals in Yuma, AZ). Wir mussten dazu über die Stadt-Interstates in den Vorort Henderson fahren, der wunderschön und topgepflegt ist. Neben einer riesigen schönen Mall gibt es auch sehr viele Restaurants. Applebee's war wirklich wieder ein Traum! Diese typische gemütliche Sports-Bar-Einrichtung mit den TV screens, wie ich sie das erste Mal 1996 in Tennessee kennengelernt hatte. Das ist jedesmal wieder eine Wohltat! Erstmal musste eine Vorspeise her, ein appetizer platter mit verschiedenem finger food. Allein davon könnte man schon satt werden. Aber natürlich geht man nicht zu Applebee's ohne eine Hauptspeise probiert zu haben, und so gab es für uns beide Fajitas mit Chicken und Beef.
Der Abend war aber noch laaaange nicht zu Ende. Es war unser letzter Abend in Las Vegas, und wir hatten noch so einiges vor. Nach dem Essen sind wir über die Interstates von Henderson nach Vegas reingefahren, um zum Las Vegas Hilton zu kommen. Dieses Hotel liegt etwas abseits vom Strip, und wir mussten dringend wegen der Hausattraktion dorthin: die Star Trek Experience!!! Dieser coole Ride war mir schon bekannt, ich hatte ihn vor 3 Jahren schon einmal mitgemacht (damals mit Lorant) und war total begeistert. Der Weg führt zunächst durch eine lange Star-Trek-Ausstellung mit Kostümen, Raumschiffen und Zeittafeln. Durch die Gänge sieht man auch hin und wieder echte Star-Trek-Aliens schlendern, so waren es vor 3 Jahren zwei Klingonen, diesmal ein Ferengi, der "selbstlos" angeboten hatte, die Handtasche meiner Freundin zu "verwahren", während wir den Ride machten... Im Jahr 2000 hatte die Star Trek Experience noch lockere 15$ gekostet was wirklich angemessen und günstig gewesen war. Heute sehen die Preise schon etwas anders auch: Satte 30$!!! Glücklicherweise bekamen wir an der Kasse zwei discount coupons, die uns je 5$ einsparten. Trotzdem noch sehr teuer im Vergleich zu früher. Aber auch diesmal hatte sich der Ride absolut gelohnt.

Man denkt wirklich dass man vom Transporterraum der Enterprise-D durch die Gänge geht und die echte Brücke betritt. Alles sieht wirklich verdammt echt aus, und für jeden der die Fernsehserie gut kennt ist dieses Erlebnis ein Grund um aus dem staunen nicht mehr rauszukommen. Nach ein wenig Action auf der Brücke steigt man dann noch in einen Shuttle-Simulator, wo man dann den eigentlichen Ride erlebt. Ist auch pretty much fun, aber ist nun auch nicht arg viel anders als andere bekannte rides aus Vergnügunsparks. Der wichtigere Teil der Reise ist meiner Ansicht nach der Anfang. Als der Ride beendet war bekamen wir noch Fotos zu sehen, die von uns gemacht wurden. Der Körper wurde mit einer Star-Trek-Uniform eingekleidet, und man wurde inmitten einer Star-Trek-Crew plaziert. Für 20$ konnte man das Ding mitnehmen, das war es mir wirklich wert. Ein nettes Sammlerstück ist das ja schon.

So gegen halb 11 muss es gewesen sein als wir uns dann aus dem Hilton wieder davongemacht hatten. Wir hatten immer noch einige Dinge vor an diesem Abend. Als wir das Auto aus dem Parkhaus wieder hatten ging's weiter zum nächsten Hotelparkhaus, nämlich zum Mirage. In dieser Gegend gibt es einige grosse Hotels (u.a. noch das "Venecian"), die wir nun anschauen wollten. Das Venecian war besonders beeindruckend wegen der Tageslichtatmosphäre die im inneren erzeugt wird. Unglaublich wenn man nachts um 11 da rein geht und denkt es sei nachmittags um 4... Im Mirage holten wir uns dann noch zwei Fläschchen American Beer, sozusagen zum Abschluss von Las Vegas. Mit dem Bier ging es dann wieder zurück zu unserem eigenen Hotel, wo wir uns dann noch einige Runden an den "Slot Machines" genehmigten. Einmal hatte ich doch tatsächlich 7$ zusammenbekommen wo ich 5$ eingeworfen hatte... Wir spielten dann einfach solange bis dieser Betrag weg war (mit einigen zwischendurch-Erfolgen), und gingen dann spät um 1 auf's Zimmer.

Am nächsten Morgen konnten wir ein bisschen ausschlafen, denn es stand eigentlich nur die Fahrt nach L.A. auf dem Programm, die sich ja nicht allzu lange gestalten würde. Aber bevor wir uns auf den Weg machten, mussten wir uns noch die beiden Läden ggü. unseres Hotels genauer ansehen, das Coke-Store und das M&M-Store. Bei den M&M's ging dann ein cooles T-Shirt mit, das sich daraufhin noch als "äusserst beliebt" herrausstellen sollte - ich bekam die ganze Zeit Komplimente deswegen (nur in Amerika versteht sich, in Deutschland interessieren ja coole Klamotten niemand). Und auch im Coke-Store gab es einige nette Merchandise-Artikel die den Weg in unser Auto gefunden haben, u.a. ein Werbeschild und eine DVD über die Coke-Story. In solchen Läden schlägt mein American Heart regelmässig höher.

Dann also stand die Fahrt nach L.A. an. Das dauerte etwas 4 Stunden, und als wir uns dann auf den Freeways der Stadt befanden hab ich mein Cell-Phone genommen (hab ich extra aus Deutschland mitgebracht, weil es ein Motorola Tri-Band ist) und unsere beiden Freunde angerufen (Lorant und Iris) bei denen wir ja wohnen würden. Sie mussten wissen wann wir ungefähr in Lakewood bei ihnen ankommen würden. Und dabei muss ich mal ein paar Worte schreiben über die Sprachqualität beim Cell-Phone. Ich war mehr als überrascht wie klar und störungsfrei die Sprachqualität in den USA ist. Muss wohl an den 1900 Mhz liegen, die dort verwendet werden (in den deutschen D-Netzen ist es nur 900 Mhz). Das ist wirklich wie wenn man am Festnetz ein Ortsgespräch führt. Man könnte da auch noch gleich anführen, dass die Cell-Phone-Netze in den USA in die jeweiligen Ortsnetze integriert sind, und man, wenn man in der Stadt anruft in der man sich gerade befindet, einfach nur die normale local number wählt. In den Grosstädten wurden die alten 7stelligen Nummern durch Einbindung des area code und der Einführung zusätzlicher area codes kürzlich auf 10 Stellen erweitert, wodurch eine local number in L.A. jetzt so aussieht: 562-555-4567, aber das führt jetzt wirklich zu weit... Was aber noch gesagt werden muss, ist dass die area codes in L.A. wegen der Grösse des Ballungsraumes gerne als Umschreibungen für ein Gebiet benutzt werden. So wie Samuel L. Jackson in "Pulp Fiction" gesagt hatte "I ain't got no other partners in 818", meinte er damit einfach die Gegend Hollywood/Burbank, die den area code "818" hat.
So gegen 5 waren wir dann tatsächlich in Lakewood (es ging recht schnell über die Freeways, wie es in den darauffolgenden Tagen immer laufen sollte - zähflüssigen Verkehr gibt es zwar, der aber im Vergleich zum dt. Strassenchaos nicht schlimm ist), wir mussten dann vor dem Apartment-Komplex anhalten, und vor der Tür einen Telefonhörer abheben und per Kurzwahl das Apartment von Lorant und Iris anrufen... Sie waren da (war ja auch so ausgemacht), und wir durften durch das Schiebetor auf den Parkplatz fahren.

Erstmal gab es natürlich jede Menge zu erzählen, sowohl von unserer als auch von Lorant's und Iris' Seite. Wir haben uns das nette kleine Apartment angeschaut, und zur "Begrüssung" hab ich zwei Soft-Drink-Flaschen bekommen, und zwar "Dr. Pepper Red Fusion" und "dnL" (letzterer ist eine neue Variante von 7up). Dann haben wir, soweit ich mich erinnnern kann, Burritos gegessen, da wir irgendwie keine Lust hatten an diesem Abend noch aus dem Haus zu gehen. Sassi und ich haben das Schlafzimmer für uns bekommen, da konnten wir dann erstmal unsere ganzen Sachen ausbreiten. Wir (oder besser gesagt ICH) hatten ja schon so einiges Zeug zusammengekauft, das musste alles irgendwo hin... Es war wirklich äusserst praktisch dass ich mein Cell-Phone dabeihatte, das gibt einem irgendwie ein noch stärkeres Heimatgefühl in Amerika. Immer wenn etwas mit den Zeiten etc. unklar war konnten wir im Apartment anrufen und alles gleich klären.

Am nächsten Morgen (nach einer sehr entspannenden Nacht) sind wir dann nach einem kurzen Frühstück mit unserem Mietwagen in Richtung San Diego losgefahren, wir wollten nämlich in SeaWorld gehen. Es ist samstags sehr voll dort, und es war gut dass wir wenigstens halbwegs zeitig dort waren. Auf der Fahrt haben wir die CD "Rush Hour 2 Soundtrack" angehört, aber leider war sie grösstenteils kaputt. Egal, wir hatten noch eine davon... Überhaupt ist die Fahrt nach San Diego traumhaft, weil man die ganze Zeit an der Küste entlangfährt.
Der Eintritt bei SeaWorld war mal wieder nicht billig, satte 45$ müssen es gewesen sein wenn ich mich richtig erinnere. Aber an den ticket counters waren die VerkäuferInnen dafür sehr nett (wie das halt in Amerika so ist!). Nun haben wir uns im Park als erstes eine der berühmten WaleShows angesehen, da wo man nass wird wenn man weiter vorne sitzt. Wir waren ganz oben, und wollten ja auch den Camcorder einsetzen, deshalb war es gut dass man dort nicht nass wird. Aber für die kleinen Kids gibt es nichts aufregenderes als von einem Wal komplett überflutet zu werden... Danach haben wir uns im Park noch viele andere Sachen angesehen, u.a. sind wir Wildwasserbahn gefahren, und haben Flamingos, Wasserschildkröten und Seesterne gesehen. Das Essen war im Park nun wahrlich nichts besonderes, aber man geht auch nicht speziell wegen dem Essen in einen Vergnügunspark. Wenigstens die Soft Drinks waren hervorragend, und wir hatten an diesem Abend essenmässig ja auch noch etwas anderes vor. Wir haben dann noch die PetShow angeschaut (mit trainierten Hunden und Katzen), und ganz zum Schluss die Dolphin Show. Ach ja, und da waren einige Stände mit Karikaturzeichnern, da hat sich Sassi zusammen mit mir zeichnen lassen. Auch wenn das wieder mal sehr teuer war (über 40$), es ist wirklich sehr gut geworden!
Als wir dann so gegen halb 8 den Park verlassen haben, konnten wir die Vorteile einer praktischen amerikanischen Erfindung erleben: Die meisten neueren US-Cars haben auf der Schlüsselfernbedienung einen Knopf mit dem man die Hupe des Autos von weitem einschalten kann. Bei den riesigen amerikanischen Parkplätzen ist es nämlich gar nicht so einfach sein Auto wiederzufinden. Und so fanden wir uns inmitten von suchenden Leuten wieder, die abwechselnd alle ihre Hupen aktiviert hatten, hupende Ford Mustangs, Chevy Trail Blazers und Dodge Caravans. Man könnte zwar denken dass es bei vielen hupenden Autos wieder nicht helfen würde, aber das tut es doch! Man muss nur auf das Hupsignal hören, das unmittelbar nach dem drücken des eigenen Knopfes ertönt!

War wir noch vorhatten an diesem Abend war ein Besuch im Vorort La Jolla. In dieser Nobelgegend in Strandnähe gibt es nämlich ein Hard Rock Café, wo wir nach einem langen anstrengenden Tag hervorragendes Essen geniessen wollten. Wir sind dem Schildern gefolgt, und auf den ersten Versuch hin haben wir das HRC gefunden! Es gab wie immer als Vorspeie Nachos, und grosse leckere Hauptspeisen. So gegen 11 oder halb 12 dürften wir wieder daheim in Lakewood gewesen sein.

Der nächste Morgen war Sonntag morgen, genauer gesagt Ostersonntag. Heute hatten wir nicht so sehr viel vor, deshalb gab es ein ausführliches Frühstück mit pancakes und scrambled eggs. Wir wollten an diesem Tag in die berühmte Mall "Del Amo Fashion Center" fahren, die aus dem Film "Jackie Brown" bekannt ist. Es soll sich um die grösste indoor mall der Welt halten. Nun gut, was ich nicht wusste: Obwohl Ostersonntag in Amerika kein soooo besonders wichtiger Feiertag ist war es offenbar Grund genug, die Del Amo Mall an diesem Tag nicht zu öffnen. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet, der Sonntag ist der wichtigste Shopping Day der Amerikaner, denn viele gehen nach dem Kirchenbesuch ausführlich essen und einkaufen. Aber heute war das wohl nicht so. Ein wenig enttäuscht sind wir erst für eine Weile gecruist, um uns dann in Richtung West Hollywood aufzumachen. Dort hätten vielleicht eher ein paar gift shops geöffnet. Nach einer 3/4 Stunde waren wir dort und haben uns in einer Nebenstrasse einen Parkplatz gesucht. Tatsächlich war das Leben in West Hollywood in vollem Gange, wie immer. In der Nähe des Mann's Chinese Theater haben wir ein kleines Museum entdeckt, das originale Sets von Star Trek und anderen Shows zu bieten hatte. Wir haben eine Führung mitgemacht, und es war wirklich ganz nett - klein aber fein. Das beste im Museum war aber das komplette Set der Sitcom "Cheers", das wir ganz am Ende bestaunen konnten. Als wir wieder aus dem Museum raus waren haben wir uns einige gift shops näher angesehen, das macht einfach immer wieder Spass. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, eine College Football Jacket kaufen zu wollen (vor 3 Jahren hatten wir aus West Hollywood eine für 120$ bekommen, die wir jemand in Deutschland mitbringen mussten). Wir haben uns also ein paar Sportläden angeschaut, aber leider war das Angebot mehr als dürftig. Wenn es Jacken gab waren sie entweder nicht schön, oder zu teuer, oder beides. Eine die mir gefallen hatte gab es auch, ich wollte mit dem Chinesen im Laden etwas handeln, aber er war wirklich äusserst garstig und unfreundlich. Gesprochen hat er gar nicht, und nach kurzer Zeit hat er mit die Jacke einfach wieder aus der Hand genommen und zurückgehängt. Mit dem waren also keine Geschäfte zu machen.
Ein Halt bei Fatburger in Hollywood (was wieder ein äusserst wohlschmeckendes Erlebnis war) rundete den improvisierten Tag ab.

Der nächste Morgen war Montag, deshalb mussten Iris und Lorant dringend zur Uni. Sassi und ich sind also allein losgezogen an diesem Tag und haben uns Disneyland vorgenommen. Frühstück gab es in Kurzform von der Tankstelle, French Vanilla Cappucchino, und was Süsses. Die Fahrt von Lakewood nach Anaheim auf den Freeways dauerte zügige 20 Minuten, und das Parkhaus war leicht zu finden. Obwohl es noch zeitig vormittags war mussten wir einige Levels nach oben fahren. Unser Level war das "Goofy-Level", und wir dachten dass es wohl genügen würde uns das zu merken. Was wir aber deutlich unterschätzt hatten war die riesige Fläche der Parklevels - aber dazu später mehr.
Vom Parkhaus wird man mit kleinen Wagons zu den Parkkassen gefahren, die sich zwischen den Eingängen des bekannten Disneyland-Parks und des neuen "California-Adventure"-Parks befinden. Es gibt Kombi-Angebote für beide Parks, aber nur wenn man mindestens zwei Tage dort ist. Für einen Tag hätte man für beide Parks den vollen Preis zahlen müssen, deshalb haben wir uns nur für Disneyland entschieden. Die Zeit hätte sowieso nicht für beide Parks ausgereicht. Der Eintritt hat auch hier wieder satte 45$ gekostet. Erstmal haben wir ein bisschen von unserem Gepäck weggeschlossen, was auch wieder recht teuer war, nämlich 4$!!! Aber es war leichter so. Disneyland fängt an mit der grossen "main street", wo sich richtig schöne Comic-Häuschen aus den 30er Jahren aneinander reihen. Die erste Attraktion für uns war ein kleines Theater, wo im Vorraum der original Arbeitsraum von Walt Disney in Hollywood nachgebaut worden war. Im Theater gab es eine kurze Vorstellung über Abraham Lincoln, mit einer Lincoln-Puppe die wirklich sehr echt wirkte. Es ging dabei um den amerikanischen Civil War. Als wir dort fertig waren haben wir uns auf dem Plan angeschaut was es sonst alles zu sehen gibt. In der Mitte des Parks steht das grosse Märchenschloss, davor eine Statue von Walt Disney und Mickey Mouse. Für die Attraktionen konnte man sich vorab sogenannte "Fastpasses" holen, die einen in einem bestimmten Zeitintervall (meistens eine bis eineinhalb Stunden später) zum VIP-Durchlass berechtigen. Das haben wir an so gut wie allen Attraktionen gemacht, angefangen bei einer SpaceShow. Dann gab es eine Achterbahnfahrt durch einen Hügel hindurch, und danach eine RogerRabbit-Bahn, die allerdings kurz bevor wir draussen waren eine Fehlfunktion hatte. Nach 15 Minuten Wartezeit wurden wir von den Helfern aus dem Tunnel geholt. Nervig ja, aber nicht gefährlich. In Toontown (bei der RogerRabbit-Bahn) sind wir dann auch den Figuren Chip&Dale, Goofy und Pluto "persönlich" begegnet.


Chip & Me or Me & Dale
(if I just knew which one he is...)

Nach Toontown gab es eine weitere Achterbahnfahrt, mit einer Western-Eisenbahn durch die Prärie. Gleich nebenan kann man einen echten Mississippi-Raddampfer bestaunen, und dahinter gibt es Attraktionen wie ein haunted house, eine Piraten-Tour (im Stil von "Pirates of the Carribean") und eine sehr gut gemachte Indiana-Jones-Tour.
Natürlich gibt es in Disneyland auch zahlreiche Shopping-Gelegenheiten, wir haben auch einiges eingekauft, Dinge wie T-Shirts, Tassen oder auch Marshmallow-HotChocolate-Pulver und leckeres Fudge. Zum Abschluss des Tages in Disneyland muss man natürlich noch die Parade durch die main street gesehen haben, mit allen "Disneyland-Bewohnern". Das war so gegen 8, und danach hatten wir uns dann auch aus dem Park verabschiedet, vollbepackt mit Einkaufstüten.
Und als wir mit den Wagons wieder am Parkhaus waren ging erstmal die Suche nach dem Auto los. Das Parklevel war so riesig dass wir nicht einmal die geringste Idee hatten wo unser Auto stehen könnte. Das Problem war auch die vielen Betonbalken, die ein reibungsloses Funktionieren der Hupenfernbedienung verhinderten. Und so sind wir eine halbe Stunde lang kreuz und quer durch das Parkdeck gelaufen (von einer Seite zur anderen braucht man schon ganze 10 Minuten!!!), bis ich dann endlich das Auto entdeckt hatte. Ich hab es geschnappt und bin damit zum verabredeten Treffpunkt auf dem Parkdeck vorgefahren.
Soweit, so gut. Wir hatten noch vor etwas zu essen an diesem Abend und sind deshalb über den Freeway ein Stück südlich nach Santa Ana gefahren, weil ich mich erinnerte dass es dort einige Restaurants gibt. Bei Nacht ist es aber gar nicht so leicht die richtige Gegend zu finden (Santa Ana an sich ist natürlich auch wieder sehr gross), und so haben wir uns nach einigem hin-und-her für "Carls Jr." entschieden. Ein "Guacamole-Bacon-Six-Dollar-Burger" ist wirklich ganz hervorragend, und für ca. 3.50$ ein guter Deal. Carls Jr. ist wirklich sehr zu empfehlen. Über die Freeways waren wir dann schnell wieder von Santa Ana in Lakewood, aber bevor wir dann heimgefahren sind musste noch ein milk shake vom "Jack in the Box"- drive thru her. Um 11 waren wir zurück im Apartment, nach einem langen anstrengenden, und sehr schönen Tag!

Am Dienstag wussten wir selbst noch nicht so genau was wir machen würden - aber Lorant und Iris wussten es. Sie hatten etwas geplant wo wir zu viert hingehen würden. Wir hatten eine Vorahnung was es sein würde, die sich dann tatsächlich auch bestätigte... Aber zuerst sind wir an diesem Morgen mit Iris und Lorant zur Uni gefahren, weil wir die auch mal sehen wollten. Nach ca. 20 Minuten waren wir dort, der Parkplatz war cool, er war nämlich voll mit coolen Power-Autos. Ganz besonders viele Ford Mustangs waren da zu sehen - sehr stilvoll! Iris wollte in einen Kurs gehen, und solange hat uns Lorant den Campus gezeigt. Sah wirklich ganz nett aus, mit vielen Rasenflächen und ansprechenden Gebäuden. Die Atmosphäre ist wirklich cool dort, was natürlich auch daran liegt dass nicht ein Haufen Ökos auf dem Fahrrad dort rumgurken, sondern dass es viele coole Leute dort zu geben scheint. Auch Blacks und Mexican-Americans sieht man viele dort. Wir sind dann in's Computer-Lab gegangen, um ein wenig in's Internet zu schauen. E-Mails gecheckt, und ein paar Kleinigkeiten von amazon.de nach Hause liefern lassen (wirklich faszinierend was mit dem Internet alles möglich ist!), und dann sind wir zum University Bookstore gegangen. So einen Laden hab ich schon aus Houston gekannt, es gibt dort ausser Lehrbüchern auch Schreibmaterial und - sehr cool - Sportklamotten in uni-Farben. Ich hab mir dort ein Hoodie-Sweatshirt mit der Aufschrift CSUDH (California State University Dominguez Hills) gekauft. Danach sind wir weiter zur Cafeteria wo wir Iris wieder getroffen haben. Kurz Softdrinks für alle und etwas kleines vom Subway (gibt es tatsächlich on-campus!) für Iris, dann sind wir wieder zurück zum Auto. Wo die Fahrt jetzt hingehen würde konnten wir ja wie gesagt nur ahnen. Richtung Norden, Hollywood. OK, bis jetzt stimmte alles. An Hollywood vorbei, nach - jaaa, richtig - nach Burbank. Das Tal hinter North Hollywood wo es eine Menge Fernsehstudios gibt. Als erstes mussten wir dann noch was klären, und zwar in einem NBC-Gebäude. Wir waren uns jetzt sicher dass wir heute eine Aufzeichnung der "Tonight Show with Jay Leno" sehen würden - und tatsächlich, das war es. Iris und Lorant hatten sich das ausgedacht, weil wir ursprünglich eine Sitcom-Aufzeichnung sehen wollten. Leider waren aber bereits alle Sitcoms für die laufende Staffel abgedreht im April, und deshalb gab es basically nur das. Aber das war natürlich eine wahnsinnig coole Idee, denn ich finde die Late Nite Shows wirklich ganz ausgezeichnet. Im NBC-Gebäude gibt es auch einen gift shop, der leider nicht sehr gut bestückt war. T-Shirts gab es fast alle nur noch in Grösse S, und dummerweise war ein rotes NBC-T-Shirt auch noch falsch mit XL ausgezeichnet anstatt mit S oder M (was auch immer, jedenfalls war es mir zu klein, da war ich aber schon wieder in Deutschland als ich das bemerkte). Ein Baseball-Cap von NBC ging auch noch mit. Der gift shop war mit Fotos und historischen Utensilien ganz interessant eingerichtet, aber leider waren die Verkäuferinnen hier extrem schlecht gelaunt. Unser Auto wollten sie auch schon abschleppen lassen, als wir kurz vor dem Eingang gehalten hatten.

Nun gut, wir hatten die paar Sachen, und nun musste sich jemand für uns anstellen. Mindestens 3 Stunden vor Einlass muss man da sein, obwohl man Tickets hat. Sassi und Iris haben sich angestellt, während ich mit Lorant dann noch kurz zu Taco Bell gefahren bin, gegenüber vom berühmten WB-Wasserturm. Wir hatten Riesenhunger, und haben dort was gegessen. Sieht irgendwie so aus wie wenn da immer irgendwelche Produzenten zum lunch reinkommen würden... schon interessant irgendwie, zu wissen dass man wichtige Leute um sich rum hat, sie aber nicht kennt. Für Sassi musste ich von Taco Bell dann noch was mitbringen, und nachdem wir das Auto in eine Tiefgarage gestellt hatten sind wir auch zum anstellen gekommen. Etwa eine Stunde ging das noch so, bis wir am Eingang alle gefilzt worden sind. Rucksack musste dableiben, den durfte ich nachher erst wieder abholen. Aber Wertsachen durften immerhin mit rein.


NBC-Cap und Ticket zur Tonight Show

Man wird vom Eingang durch ein paar Gänge zum Studio hindurch geführt, dort kann man dann gleich seine Plätze einnehmen. Wir sind direkt über dem hinteren Studioeingang gesessen, von dort war die Sicht recht gut. Erstmal kam ein Kerl auf die Bühne, den man als Stimmungsmacher bezeichnen könnte, er hat uns erklärt zu welchen Zeiten man Applaus geben und jubeln muss, damit das ganze im Fernsehen richtig rüberkommt. Ein paar NBC-Merchandise-Artikel wurden dann noch in die Menge geworfen. Nach kurzer Zeit (es war noch vor der Sendung) kam tatsächlich Jay Leno selbst auf die Bühne, einfach nur um das Publikum persönlich zu begrüssen. Ein paar Leute durften auch runter und Fotos mit Jay machen lassen. Das fand ich schon klasse von ihm dass er sowas für seine Fans macht, und sich nicht erst bei der eigentlichen Show blicken lässt. Das würde sicher nicht jeder machen. Und dann, nach einer weiteren viertel Stunde als sich Jay umgezogen hatte, so gegen 4pm, ging die Aufzeichnung los. Alles findet in "Echtzeit" statt, so dass es für das Publikum aussieht wie eine Live-Übertragung. Man sieht auf den Studio-Monitoren den kompletten Vorspann, und alle Werbeunterbrechungen wie sie abends auf NBC zu sehen sind. In den Werbeblöcken gibt es auch einige Minuten die "blacked-out" sind - das liegt daran dass die Lokalsender ja auch eigene Werbezeit bekommen, und in den Black-Out-Minuten ihre Lokalspots senden. Das was man im Studio sieht wird auf Satellit aufgeschaltet und von den Lokalsendern gesendet.
Am Anfang der Show kommt ja erstmal der Stand-Up-Comedy-Teil, wo Jay etwa 15 Minuten lang Witze mit Bezug zu aktuellen Nachrichtenmeldungen erzählt, oder andere Dinge bringt wie "Things that people say look like him". Dann setzt er sich nach einem Werbeblock an den Schreibtisch, wo die anderen Showeinlagen wie "Truth in Labeling" folgen. Ist eben einfach cool, wenn man in einer Show sitzt wo man über Dinge wie den "Hummer H2" reden kann und alle Gäste wissen worum es geht - that's just real! Zum Schluss kommen dann die Talkgäste, an diesem Tag Matt Dillon, Wanda Sykes (die eine Serie auf Fox hat, "Wanda at Large"), und als musikalische Gäste die "Blue Man Group", eine Schlagzeugergruppe die in Las Vegas eine Show hat, die allerdings ausser Schlagzeug spielen eigentlich nichts weiter bietet. Nur eine Sängerin mit sehr gewöhnungsbedürftiger Stimme war noch dabei, aber gut war das ganze wirklich nicht. Ein berühmter amerikanischer Musikstar wie Garth Brooks, oder Jewel wäre da wirklich viel besser gewesen. Nach dem Ende der Aufzeichnung sollten die Gäste dann noch kurz sitzenbleiben, da die sogenannten "promos", also die Programmankündingungen für NBC, danach aufgezeichnet wurden, da nur dann alle Gäste zusammen da sind und im Bild erscheinen können. Zwei unterschiedliche promos wurden gefilmt bevor dann alles zu Ende war. Nun würde es so ungefähr 3 Stunden dauern bis die Show auf NBC gesendet wird, und zwar zuerst in der Eastern und Central Time Zone. Wenn es dort 11:30pm ist und die Show beginnt, dann ist es in L.A. erst 08:30pm, also etwa 3 Stunden nach Aufzeichnungsende. An der Westküste selbst wird die Show eben auch erst um 11:30pm Ortszeit gesendet, erst 6 Stunden nach Aufzeichnungsende. Jeder hatte also genügend Zeit nach Hause zu fahren und die Show zu sehen, selbst diejenigen die in California weiter weg wohnen.
Nun musste ich also meinen Rucksack wieder abholen, und wir sind dann wieder zurück zum Auto gelaufen, wo wir auf dem Weg einen am Strassenrand geparkten Hummer H2 gesehen haben. Da Jay Leno ihn zuvor erwähnt hatte war das ein lustiger Zufall. Das Auto ist echt riesig breit und sieht sehr cool aus. Soweit ich weiss fährt Arnold Schwarzenegger so einen.
Was wir nun noch machen würden war noch nicht so ganz klar, wir wussten davor nämlich nicht wann wir bei Jay Leno fertig sein würden. Jetzt haben wir uns erstmal in's Auto gesetzt und Richtung Hollywood zurückgefahren. Wir wollten die Western Avenue entlangcruisen, die sich auf einer geraden Strecke von Hollywood bis hinunter nach Long Beach zieht, und auf der man einiges zu sehen kriegen würde. Am Anfang der "Western" haben wir ein Baskin-Robbins-Store entdeckt und uns ein bisschen Eis geholt. Baskin-Robbins hat 31 Sorten, und deshalb steht die 31 immer beim Logo dabei. Das war wie gesagt am Anfang der Western Avenue, die wir dann entlanggecruist sind. Man kommt zunächst über den Hollywood Boulevard, und dann durch Koreatown. Danach kommen einige schlechtere Strassenzüge, mit vergitterten Fenstern etc, aber durchfahren ist tagsüber gar kein Problem. Als wir wieder in Lakewood waren sind wir noch kurz zur dortigen Mall gefahren, die gar nicht mal so klein ist (wenn auch viel kleiner als bsw. die Del Amo Mall). Auch hier hab ich wieder nach einer Football-Jacke geschaut, es gab auch tatsächlich welche, und zwar von NIKE. Sie waren echt toll, aber leider war der Preis auch extrem hoch: 275$ !!! Das war mir dann doch irgendwie zu teuer. Schade.
Mir ist an diesem Abend noch eine geniale Idee gekommen wegen der "Tonight Show" die wir besucht hatte: wir konnten die Ausstrahlung auf NBC ja nun nicht sehen, weil Iris und Lorant kein TV im Apartment hatten. Da ist mir eingefallen dass Samstags und Sonntags auf CNBC Europe einige Late-Nite-Folgen kommen, und da ich am Wochenende (leider) wieder in Deutschland sein würde, könnte ich ja schauen ob die Folge evtl. da kommt. Dazu am Ende mehr.

Am nächsten Morgen, es war nun schon Mittwoch und der Rückflugtermin rückte immer näher , wollten Sassi und ich noch ein wenig durch Hollywood fahren und in Malibu am Strand entlangcruisen. In Hollywood wollte ich noch unbedingt das berühmte Tor der "Paramount Studios" anschauen, das wir nach einigen Anläufen dann gefunden hatten. Man sieht durch das Tor die Hollywood Hills mit dem grossen Schriftzug. Dann sind wir also von Hollywood über den Sunset Blvd. in Richtung Beverly Hills / Bel-Air gecruist, was immer wieder ein sehr lohnenswerte Fahrt ist. Viel Zeit hatten wir leider nicht, wir hatten uns nämlich für halb 1 mit Lorant und Iris in Lakewood verabredet, die ein wenig drive-thru-food von KFC besorgen wollten. Wir mussten nun also schauen dass wir zügig zum Strand kommen. Ich musste dann auch noch kurz tanken, in Malibu am Pacific Coast Hwy. Wir haben dann an einem Strandparkplatz kurz gehalten um nochmal den Pazifik zu geniessen, aber wirklich nur ganz kurz. Dann sind wir weitergefahren, über den Fwy 405 zurück nach Lakewood. Ein wenig zähflüssiger Verkehr, aber in 20 Minuten waren wir wieder dort. Im Apartment gab es dann chicken & biscuits von KFC, sehr lecker (beim deutschen KFC gibt es ja leider keine biscuits). Und dann wollten wir nachholen, was eigentlich für Sonntag bereits geplant war: die Del Amo Mall besuchen! Wir sind gemütlich hingefahren und mussten uns nun für einen guten Parkplatz entscheiden, der nicht zu dezentral ist, denn die Mall ist ja bekanntlich riesig. Wir sind dann ein wenig durchgelaufen, und sind zu einem Sportgeschäft gegangen. Ich wollte wie jedesmal wenn ich in Amerika bin, neue NIKE-Schuhe kaufen, und nach kurzem anprobieren hatte ich mich für ein paar schwarze NIKE's entschieden, für ungefährt 60$. Dann sind wir in Richtung food court gegangen, der sich "International Café" nennt (weil es viele ausländische Spezialiäten-Stände dort gibt). In diesem food court sind einige wesentliche Szenen des Films "Jackie Brown" gedreht worden, und das hatte uns auf eine Idee gebracht: Lorant und ich wollten eine Szene aus "Jackie Brown" nachspielen (die Geldübergabe), und uns von Sassi und Iris mit dem Camcorder aufnehmen lassen. Man darf in Malls eigentlich keine privaten Filmaufnahmen machen, also musste das ganze schnell gehen. Ich setze mich mit einem Getränkebecher und meiner Einkaufstüte an einen Tisch, und Lorant kam mit einer exakt gleich aussehenden Tüte aus dem Hintergrund an. Er setzte sich, wir redeten kurz, tauschten die Taschen aus, und die Szene war perfekt. Ist richtig gut geworden, und wir haben sogar zwei Versionen davon (von zwei Camcordern). Iris und Lorant haben dann noch bei einem Stand für Autokennzeichen zwei California-Schilder in Auftrag gegeben, und ich hab mir mit Sassi noch eine schöne grosse Cinnamon Roll für den Abend gekauft.
Fertig bei der Del Amo Mall mussten wir nun zum Supermarkt (Food4Less) fahren, denn wie man sich vortstellen kann wollte ich noch einige Dinge aus Amerika mitnehmen um daheim eine Weile versorgt zu sein. Der Einkaufswagen wurde vollgepackt mit einem 12-Pack "Mountain Dew Code Red", einem 12-Pack "Cherry Coke", einer Packung "Cocoa Pebbles Cereal", einer Packung "Hungry Jack Pancake Mix", Saucen, Seasonings und kalifornischem Wein für meine Eltern. Ich wusste zwar noch nicht wie ich das alles im Gepäck unterkriegen sollte, aber ich war erst einmal glücklich dass ich alles hatte.
Als wir wieder im Apartment waren haben wir schon mal so gut es ging "vorgepackt", damit wir nicht alles am Donnerstag erledigen müssen.

Der nächste Tag, nämlich Donnerstag, sollte ja unser letzter richtiger Tag in Amerika sein. Ich war, wie man sich vorstellen kann, schon wieder sehr traurig dass ich bald wieder nach Deutschland muss. Dazu noch die Sorgen ob man auch das ganze Gepäck ungeschoren durchkriegt, und ob man überhaupt alles verstauen können wird. Die üblichen Rückflugsorgen eben.
Aber wir wollten an diesem Tag trotzdem noch was unternehmen und sind zu zweit in die Universal Studios gefahren. Auf dem Weg haben wir, wie eigentlich jeden Morgen in L.A., den Radiosender "KIIS-FM 102.7" gehört, weil der berühmteste Radiomoderator Amerikas, nämlich Rick Dees dort eine L.A.-exclusive morning show hat, die einfach immer hörenswert ist. In Deutschland kann ich die Weekly Top 40 mit Rick Dees immerhin einmal die Woche hören, nämlich über AFN-Radio, aber jeden Morgen Rick Dees ist schon cool.
In den Studios sind wir dann gleich in den Park gegangen und haben erstmal die Tour mitgemacht, wo man verschiedene klassische Filmkulissen präsentiert bekommt. Sehr interessant, und mit vielen Effekten aufgepeppt. Man hat von den Universal Studios einen traumhaften Blick hinunter zur Studiostadt Burbank, wo wir ja erst zwei Tage zuvor waren. Den WB-Wasserturm kann man auch von hier erkennen. Wir haben dann die einzelnen Attraktionen in den Studios durchgemacht, wie etwa "Terminator 2" oder "Back to the Future - The Ride". Sehr cool war auch das ca. 20 Minuten lange Spider-Man Musical, dass mit zahlreichen visuellen Effekten und bekannten Soft Rock- und R&B-Titeln glänzte. (Man merkt übrigens wirklich sehr, dass Hot R&B und alles was damit zu tun hat die amerikanische und besonders die kalifornische Jugend fest im Griff hat! Alle kleiden sich entsprechend, fahren entsprechende Autos und drehen die Sound-Anlagen mit den fettesten Beats auf die die US-Black-Music-Szene zu bieten hat. Ein Indiz dafür sind auch Shows wie "Dismissed" auf MTV, wo man diese Eigenschaften der US-Jugendlichen gut beobachten kann. Ich finde das ganze wirklich cool, weil Rap und Hot R&B ja auch meine Lieblingsstile sind). Eine Schauspielerin beim Musical war übrigens eine Finalistin von "American Idol".
Zwischendurch waren wir auch mal hungrig, und was hätte sich da mehr angeboten als das Hard Rock Café Hollywood, das gleich um die Ecke (auf der Einkaufspromendade) liegt. Nachmittags wollten wir natürlich nicht sooo üppig essen (es musste ja auch abends noch was leckeres reinpassen ), und so haben wir uns für eine Portion "Nachos - 'nuff to share" entschieden. Sehr lecker. Als wir in den Studios fertig waren, haben wir uns noch ein wenig in den stores auf der Promenade umgesehen. Ich wollte nach DVD's oder VHS-Cassetten von classic cartoons schauen. Ich hab ein Video von Tom&Jerry und eines von den Looney Tunes gekauft, weil man diese Serien in Deutschland ja dank "eifriger" Eltern-Lobby wegen ihrer "schrecklichen pädagogischen Wertlosigkeit" im TV nicht mehr zeigt. Und damals wusste ich noch nicht dass im October '03 eine Looney-Tunes-DVD-Box erscheinen würde (die selbverständlich bereits gekauft ist!). Noch ein kleier Frappucchino von Starbuck's und wir machten uns auf den Heimweg. Über Cell-Phone hatten wir uns mit Iris und Lorant auf 5pm im Apartment verabredet.
Weil es der letzte Abend war wollten wir so essensmässig nochmal "alle Register ziehen" (von der Menge her gesehen). Also bin ich mit Lorant losgecruist, zuerst zu Krispy Kreme in Long Beach, wo wir nicht nur Doughnuts für den Abend, sondern auch ein Dutzend für den Heimflug besorgen mussten. Danach ging es weiter zum drive-thru von Carls Jr. um uns mit Abendessen einzudecken. Es würde das letzte Mal in einem echten amerikanischen drive-thru sein, und zwar für laaaange Zeit... .
Das Essen hatte seeeeehr sehr gut geschmeckt, und wir alle waren danach pappsatt. Jetzt mussten noch die 12 Mitnahme-Doughnuts flugsicher verpackt werden, wofür wir eine mitgebrachte Blechdose verwendeten. Die letzten Sachen mussten in die Koffer und Taschen gestopft werden, und ich war sehr traurig dass wir am nächsten Tag gehen müssen.

Die Nacht war eher kurz, denn um halb 5 mussten wir aufstehen. Wir wollten ja um 6 am LAX sein, Mietwagen bereits abgegeben. Das ganze hatte gut funktioniert, nach einer schnellen Verabschiedung haben wir den Fwy 405 genommen der uns von Lakewood direkt zum LAX führen sollte. Ein letztes Mal noch Rick Dees im Autoradio des Mietwagens, und dann mussten wir die Schlüssel dem Alamo-Service-Angestellten überreichen...
Der Shuttlebus zum Terminal ging dann auch gleich, und das einchecken ging schnell, bis auf ein Gewichtsproblem mit den Koffern. Wir mussten deshalb einige schwere Bücher in's Handgepäck umladen, und dann war alles OK. Aber dann wurden die Koffer noch einzeln geöffnet und kontrolliert, bevor sie in Richtung Flugzeug durften. Hinter der Sicherheitskontrolle waren noch ein paar Geschäfte, wo ich mir noch zwei stilvolleUS-Car-Magazines kaufte um das restliche Kleingeld loszuwerden (und die Dinger sind bei uns am Internationalen Presseshop ja schliesslich auch dreimal so teuer!). Der Flug nach Toronto verlief schnell und ruhig, dort mussten wir erneut durch eine Reihe von Sicherheitskontrollen und hatten dann noch ein wenig Wartezeit. Nun würde ich also, nachdem ich die USA bereits hinter mir gelassen hatte, auch den nordamerikanischen Kontinent endgültig verlassen. Der Rückflug war wie jedesmal eine Tortur, wegen der schlechten Schlafmöglichkeit und der getrübten Stimmung, vermischt mit der Sorge ob das Gepäck auch ankommen würde...
Am nächsten Morgen in Frankfurt war gleich wieder alles so... so deutsch! Schlechtgelaunte Leute und ungemütliche Atmosphäre. Aber den Vogel abgeschossen hat ein Getränkeautomat, auf dem laut und deutlich "COKE" zu lesen war - nur war nicht im Entferntesten ein Cola-ähnliches Getränk drin, sondern nur Eistee - die chaotische unverständliche Welt des deutschmeisterlichen Dosenpfandes hatte mich wieder eingeholt! Da Getränkeautomaten keine Dosen zurücknehmen können, dürfen sie auch keine mehr verkaufen, und gleichzeitig macht sich der Betreiber noch unfreiwillig strafbar wegen Vorspiegelung falscher Tatsachen ("Coke", wo keine Coke verkauft wird). Hurra Deutschland, toll hast Du das mal wieder hingekriegt!!! Ist ja auch nicht so dass es etwa wichtigere Probleme im Germanenland gäbe, neinnein. Dosenpfand war natürlich am allerdringendsten (aber selbverständlich erst nach der Haarfarbe des Kanzlers).
Nun gut, es hatte etwas gutes dass wir den "Zwischenschritt" in Frankfurt machen mussten. Man geht gleich hier durch den Zoll, hat ja aber noch kein Gepäck. Das kriegt man erst in Stuttgart, wo man für die dortigen Zollbeamten ja aus Frankfurt ankommt. Somit haben sich weder die Zöllner in Frankfurt (wegen mangelndem Gepäck), noch die in Stuttgart für uns interessiert und wir konnten mit unseren Mitbringseln in die "Freiheit" (soviel es davon in Deutschland gibt) hinausspazieren.
Daheim (nach einer unschönen Autofahrt durch unkrautige Grünflächen, Kleinwagenvolle Strassen und überteuerte Tankstellen) war ich erstmal froh dass ich wieder einmal mein gesamtes Gepäck aus den USA sicher heimbringen konnte, das war mir wie nach jeder Rückkehr sehr wichtig! Es ist immer eine wahre Freude die vollgepackten Koffer aufzumachen und zu geniessen...


Einige der mitgebrachten Dinge

Es gab dann leider ein Problem mit meinem Handy (wie das ab jetzt ja wieder heisst). Es war noch auf 1900Mhz (Nordamerika-Standard) eingestellt, und wollte nun mit aller Gewalt einen Sender auf dieser Frequenz suchen. Da es ausserhalb von Nordamerika aber nirgends einen solchen Sender gibt, tat sich das Gerät so schwer dass man es überhaupt nicht mehr bedienen konnte, also konnte man es leider auch nicht zurück auf die europäische Frequenz umstellen. Kein Handy-Händler (what a word...) konnte mir weiterhelfen, und einschicken zur Reparatur hätte 100Euro gekostet. Da bin ich auf eine Spitzenidee gekommen, die den Preis auf 12.50 reduzieren und die Wartezeit nun auch nicht verlängern würde. Ich hab das Handy in ein Päckchen verpackt und per Luftpost nach L.A. zu Lorant und Iris geschickt. Die hatten ja dort Empfang und würden somit das Handy bedienen und somit umschalten können. Das ganze hat dann auch einwandfrei funktioniert.
Ich hab dann noch am selben Tag mein US-Car aus der Garage genommen und bin ein wenig gecruist - it's not the same like America! Ich war auch sehr müde, und musste beim fahren wirklich aufpassen dass ich nicht einschlafe. Am Abend hab ich dann noch ein paar mitgebrachte Krispy Kremes gegessen, und hab sie sehr genossen. Obwohl ich so müde war, hab ich noch ein wenig angefangen, meine mitgebrachten DVD's in den Player zu stecken und die Menus zu testen. Mit dem Film "Nothing to Lose" hab ich dann noch ein wenig angefangen, aber nach 45min (so gegen 9) musste ich dann einfach schlafen. Den Rest des Films hab ich dann am nächsten Morgen um 6 weitergeschaut, weil ich da nach tiefem Schlaf aufgewacht bin.


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