Shopping-Paradies USA

In Amerika macht Einkaufen richtig Spass, und zwar sowohl bei Food wie auch bei Non-Food. Dafür gibt es wirklich zahlreiche Gründe, der wichtigste ist, wie ich finde, dass es in Amerika zum Glück kein Ladenschlussgesetz gibt. Wie kommt man auch dazu, einem Ladenbesitzer vorschreiben zu wollen, wann er zu seinen Laden dicht zu machen hat, man schreibt einem ja schliesslich auch nicht vor, dass man nach 20 Uhr nicht mehr fernsehen, am Computer sitzen, essen, trinken, oder spazierengehen darf!
So regeln sich die Öffnungszeiten in Amerika einzig und allein nach den Wünschen der Kunden, wann es ihnen am besten passt, einzukaufen. Am Sonntag morgen scheinen nicht viele Leute in Malls einkaufen zu wollen, deshalb öffnen sie sonntags (ja, sonntags!) erst um 12 oder 13 Uhr. Bei Lebensmitteln gibt es 24-7 Nachfrage, also sind die meisten Supermärkte 24 Stunden geöffnet. So einfach ist das.

    24 hours!

Die Öffnungszeiten sind aber nicht der einzige Punkt, der das einkaufen in den USA zum Vergnügen macht - was vor allem auffällt ist der einzigartige Service, der diesen Namen auch wirklich verdient. Im Gegensatz zu Deutschland ist der Kunde in Amerika wirklich König, und überall ist man um das Wohl des Kunden redlich bemüht. Freundlichkeit begegnet man nicht nur dann, wenn man einen Kauf tätigen will, sondern immer, auch wenn man gar nichts kauft und einfach so wieder geht. Ein freundliches "How are you today" mit einem lächeln bekommt man eigentlich in allen Geschäften, und ein "Have a nice day" wenn man wieder geht. Diese positive Einstellung der Mitmenschen gibt einem wirklich ein grossartiges Lebensgefühl, denn wenn man weiss dass man immer willkommen ist geht man auch gern unter Leute.
Entgegen der Meinung vieler Deutscher ist die Freundlichkeit der Amerikaner nicht aus der blossen Angst heraus, gefeuert zu werden, begründet! Wenn man eingefleischte Befürworter des deutschen Systems so über die USA reden hört, dann könnte man glatt denken, das sei eine Skavenhaltergesellschaft. Aber jemand, der 5 Meter weit denken kann, weiss, das es nicht so ist. Der grosse Unterschied zu Deutschland ist eben, dass es in Amerika zahlreiche low-wage-jobs gibt, die eine so gut funktionierende Dienstleistungsgesellschaft erst möglich machen! Davon profitieren bsw. Schüler, oder Leute die vorrübergehend keine "qualifizierte" Arbeit haben. Ist allemal besser als sich vom Staat durchfüttern zu lassen!
Auf jeden Fall sind die Amerikaner wirklich von sich aus freundlich und nett, und natürlich nicht nur ggü. Kunden wenn sie arbeiten. Sie sind es immer, und deshalb fällt es ihnen auch gar nicht schwer, ihre "Freundlichkeitspflichten" beim arbeiten zu erfüllen. Wäre das nicht so, dann liesse sich ein derartiges System gar nicht halten, denn wenn die Amerikaner so wären wie deutsche Verkäufer, müsste man alle feuern und hätte keine Mitarbeiter mehr. So geht es ja wohl nicht. Ich hoffe dass ich damit ein gängiges deutsches Vorurteil "aushöhlen" konnte!

Der Einkauf gestaltet sich schlichtweg einfacher wenn nicht alle Leute schlechtgelaunt durch die Gegend rennen und einen keines Blickes würdigen, wie das in Deutschland der Fall ist. Nicht mal die Verkäufer schauen einem hierzulande in's Gesicht, und ein paar Worte gibt's (wenn überhaupt) auch nur mit Müh und Not. Es kommt einem so vor, dass nur die Leute angeschaut und angesprochen werden dürfen, die man bestens kennt, und alle Fremden haben Luft für einen zu sein. Das macht das tägliche Leben nicht gerade einfach, weil sich die schlechte Laune ja auch auf das eigene Gemüt überträgt.
Für die Deutschen ist das die Normalität und sie scheinen es auch nicht anders zu wollen. Auf Freundlichkeit wird meistens mit Ablehnung reagiert, da wird man sofort "abgemahnt", wie man es nur wagen kann, einen Fremden anzusprechen. Es macht hier keinen Spass, und v.a. wenn man einmal gesehen hat, wie sich das ganze in den USA gestaltet, wird einem erst einmal richtig bewusst, wie schlimm das in Deutschland alles geworden ist.
Wal*Mart hat in Deutschland redlich versucht, die amerikanische kundenorientierte Service-Mentalität einzuführen, aber dieses Unterfange stösst leider nur auf taube Ohren. Keiner würdigt die Versuche, Supermärkte optisch schön zu gestalten, keiner würdigt freundliches Personal, und jede Massnahme die Wal*Mart unternimmt geht ersteinmal durch die Qualitätskontrolle der übermächtigen Gewerkschaften, die keine 10 Meter weit denken können. Der deutsche Kunde will seinen Lagerhallen-Discounter mit überbezahltem und deshalb selten anzutreffendem Personal, mit eingepferchten Kassen und kostenpflichtigen Einkaufstüten, das ganze dann noch auf die allernötigsten Öffnungszeiten beschränkt. In Deutschland Service anzubieten gleicht dem Versuch, einem Eskimo einen Kühlschrank anzudrehen, aber nicht weil die deutschen Kunden schon so viel Service hätten, sondern weil sie ihn nicht schätzen und sich durch ihn eher betrogen sehen, als bevorteilt. Traurig - Amerika ist da zum Glück anders!

Aus diesen Gründen sind die USA wirklich ein Paradies, um Einkäufe zu erledigen, und auch im Alltagsleben gestaltet sich der notwenige Lebensmittel- und convenience-good-Einkauf als äusserst angenehm und entspannend.

Food
Bei den Supermärkten, den grocerie stores, ist ganz klar Wal*Mart Marktführer. Es handelt sich dabei inzwischen sogar um den grössten Einzelhandelskonzern der Welt. Die stores, die von den Amerikanern "Walley World" genannt werden, finden sich praktisch überall, es gibt aber zwei Arten davon: Die nomalen, älteren stores, und die neueren supercenters. Letztere sind v.a. im Bereich Lebensmittel sehr viel besser sortiert und haben ein grösseres Angebot. Ob es sich um ein supercenter handelt sieht man an der Werbetafel an der Einfahrt zum (ausreichend grossen!) Parkplatz. Die supercenters haben auch eigene bakeries, wo man frische Backwaren kaufen kann. V.a. die Kuchen und Doughnuts sind sehr beliebt, und meine persönlichen favorites sind die cinnamon rolls!
Andere Supermärkte stehen Wal*Mart eigentlich in nichts nach, sie haben nur keine Non-Food-Abteilungen. Für was amerikanische grocerie stores berühmt sind, ist die reichhaltige Auswahl an frischem Obst und Gemüse, wie man es hierzulande im Supermarkt kaum findet. Natürlich gibt es auch viele exotische Früchte in grossen Mengen, weil die USA verglichen mit Mitteleuropa ohnehin sehr südlich liegen.
Grocerie stores sind immer hell, aufgeräumt und sauber, so dass der Appetit bewahrt wird wenn man den Laden betritt. Das Auge kauft mit, und deshalb ist ein ordentlich geführter Supermarkt eine wahre Wohltat, wo das aussuchen der Waren richtig Spass macht.
Kurzgesagt: Verglichen mit amerikanischen Supermärkten sehen die deutschen aus wie aus dem Ostblock, v.a. natürlich die Discounter, die vorgeben, Personal einsparen zu müssen, um billig zu sein, und die Folge davon ist u.a. auch, dass die Gänge und Regale schmutzig sind, und da kann einem schon ordentlich der Appetit vergehen. Es ist mir unbegreiflich wie man dort (wie viele Deutsche) in aller Seelenruhe einkaufen kann ohne dass einen der Ekel überkommt!
In Amerika sieht man, dass es auch anders geht, denn dort sind die Supermärkte billig und haben immer genügend Personal, um Waren zu sortieren und genug Kassen zu besetzen! Aus diesem Grund gibt es dort auch gar keine Discounter wie Deutschland sie kennt, denn sie hätten keine Chance.

Grocerie stores:

                                      

Kroger         Food Lion            Food City            Ingles


Die Tankstellen sind etwa vergleichbar mit den deutschen 24h-Tankstellen, aber auch sie sind (man mag es kaum glauben) viel grösser und besser sortiert. Es gibt wirklich alles, auch frische Backwaren. Ein Getränke-Angebot, wie man es in Deutschland vergeblich sucht. Man findet dort auch Bier, aber keine anderen alkoholischen Getränke, die gibt es nur in liquor stores.
Amerikanische Tankstellen haben grundsätzlich (saubere) Toiletten, ich glaube das ist Gesetz, und jedermann darf sie benutzen, auch wenn man nichts kauft.

Non-food
Für Fun-Shopping gibt es die riesigen Malls. Sie gibt es in jedem grösseren Ort und sind einfach gigantisch gross.
Die Öffnungszeiten sind eigentlich landesweit dieselben:

Montag-Samstag 10 am - 9 pm
Sonntag 12 noon - 6 pm
In der Vorweihnachtszeit haben viele Malls bis um 10 pm oder länger geöffnet.

 
              

Eine typische Mall hat 2 - 4 grosse Klamottenläden, die sich jeweils an den Enden befinden, und dazwischen viele kleine Geschäfte und Restaurants. Dann gibt es auch noch kleine Stände, wo Cell-phones (Handys), Nagellack oder sonstwas verkauft wird. Man kann sich stundenlang in einer Mall aufhalten ohne alles gesehen zu haben, es ist wirklich ein Erlebnis. Oft sind die Restaurants konzentriert im food court zu finden, wobei mittendrin die Tische stehen, so dass man sich von verschiedenen Ständen Essen holen kann. Geniale Idee!

Eine lange amerikanische Tradition ist es, dass der Freitag nach Thanksgiving (was donnerstags ist), also Ende November, der allerwichtigste Shopping day des Jahres gilt. An diesem "Brückentag" haben viele Amerikaner frei und stürzen sich dann in die Weihnachtseinkäufe, denn vor Thanksgiving, was ja ein wichtiges Fest ist, denkt noch kein Amerikaner an Weihnachten. Sehr angenehm, wenn man daran denkt, dass in Deutschland schon im September damit begonnen wird, für Weihnachten zu dekorieren und Weihnachtsmänner zu verkaufen. Alle möglichen Einzelhändler verkünden in der Woche vor diesem Tag ihre Angebote in Sonderwerbespots, und es ist dann in den Geschäften wirklich voll, selbst für deutsche Verhältnisse, wo ja alles ein wenig enger zugeht. Aber es handelt sich auch um den einzigen Tag des Jahres, wo man wirklich mit Wartezeiten an den Kassen rechnen muss, das ist sonst wirklich nie der Fall in den USA (wenn man einmal von NYC absieht).

Mall-stores:

                                     

JC Penney     Sears     Dillard's     Foot locker     Radio Shack     Spencer     Waldenbooks     Macy's     Victoria's Secret     Blockbuster Music
Music-4-less

Die grösste Shopping Mall der USA befindet sich in Torrance, CA im Süden von Los Angeles an der Pazifikküste! Die Del Amo Mall beherbergt 350 Geschäfte, darunter die grossen Modehäuser JC Penney und Macy's.
Bekannt geworden ist die Mall unter anderm auch durch das Gangsta-Epos "Jackie Brown" (1997), ein Film von Quentin Tarantino. Im food court der Mall und einem Kleidungsgeschäft finden ausgetüftelte Schwarzgeldübergaben statt.

Factory Outlets
Dann gibt es noch die Outlet Malls, meistens ausserhalb von Städten, direkt am Interstate. Schon viele Meilen bevor man dort ist sieht man riesige Werbeschilder am Interstate. Sehr verbreitet sind die Belz Factory Outlets, und die Mills Malls
In den Outlet Malls, die meist outdoor malls sind (aber nicht immer), gibt es von zahlreichen Herstellern eigene stores, wo die Waren verbilligt (direkt aus der Produktion) abgegeben werden. Manchmal handelt es sich auch um Waren mit kleinen Produktionsfehlern, die aber nur bei genauem Hinsehen auffallen. Man kann in outlet malls eine Menge Geld sparen, da man die Sachen ziemlich billiger bekommt als in normalen Malls (wo's ja auch schon günstig ist). Oft gibt es auch Angebote wie "buy one - get one free" und sowas.

                                           

Typische Hersteller, die man in outlet malls findet sind Levi's, Nike, Reebok, Bugle Boy, Sony, Ralph Lauren ...
Die Öffnungszeiten sind weitestgehend dieselben wie bei anderen Malls, sonntags sind sie meist noch etwas länger geöffnet!

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