Das neue USA-Blog: 
The American Way

     Hans 97's High-School Site

F�r Sch�ler, die noch nicht 18 Jahre alt sind gibt es die M�glichkeit, mit einer der zahlreichen Austausch-Organsiationen ein halbes oder ein ganzes Jahr an einer amerikanische High-School zu verbringen und dabei in einer Gastfamilie zu leben. Unter 18 sollte man deshalb sein, weil man als High-School-Absolvent eigentlich nie �lter als 18 ist, deshalb wollen die High-Schools nur Sch�ler, die bei Antritt des Aufenthalts (senior class, Abschlussklasse) noch nicht 18 sind. Mit 16 hat man sogar noch bessere Chancen, genommen zu werden. Man sollte sich nur vorher gr�ndlich �berlegen ob man einen solchen Schritt wirklich gerne und freiwillig macht - durch "dr�ngen" der Eltern ohne alleiniges Interesse wird das Jahr nicht erfolgreich werden! Auch wenn man auf seine w�chentlichen Saufexzesse und das deutsche "Nachtleben" nicht zu verzichten bereit ist, ist von einem High-School-Jahr zweifellos abzuraten. Jedes andere Hobby, das ohne Alkohol und vor 11 Uhr abends betrieben werden kann sollte wirklich keine Probleme bereiten. Das sollte man sich selbst also zuerst einmal fragen, anstatt hinterher auf die Amerikaner zu schimpfen dass sie einen nicht h�tten saufen und durch die Nacht ziehen lassen... das weiss man bereits davor. Accept it or leave it! Das abendliche Weggehen am Wochenende gibt es selbverst�ndlich auch f�r amerikanische Teenager, nur gestaltet es sich nunmal anders. Kino, bowling, essen gehen und "cruisen" (cruise around) sind wirklich coole Wochendendbesch�ftigungen, viel besser als Disco und Nachtclubs!

Ich pers�nlich hatte absolut keine Probleme, dem eint�nigen Deutschland anno 1996 lebe-wohl zu sagen - meine Schulklasse war ein Haufen "geeks" (wie man in Amerika sagen w�rde - es waren einfach nervige Idioten, von denen mir dann noch zwei auf der Nase herumgetanzt waren wegen einer Abschiedsfete ihrerseits, da sie die Schule wechselten: "Du gehst doch auch, und Deine Eltern haben so ein praktisches Gartengrundst�ck... na danke, das Grundst�ck voller betrunkener Idioten mit mir als unfreiwilligem Organisator. Never again!); die w�rde ich also nicht vermissen.... Ein Disco-Hopper war ich auch nicht - hatte mich nie interessiert. Alkohol gab es nur zum Weihnachtsessen, und mehr musste auch nicht sein. Darauf konnte ich wohl ganz gut verzichten. Ausserdem sah ich schon l�nger die Vorz�ge und die Coolness eines typisch amerikanischen Lebens - ich verpasste keine einzige Sitcom im dt. Fernsehen. Ich wollte nun selbst erfahren wie das ist, und Teil dieser wundersch�nen Welt sein.

Die Vorbereitungen

Die Vorgehensweise ist eigentlich bei jeder Organisation dieselbe: Man meldet sich im Zeitraum von Herbst bis allersp�testens M�rz vor dem angestrebten USA-Jahr an. Organisationen finden sich auf dieser Website.

Wenn man angenommen worden ist, wird man zu einer Reihe von Treffen und Gespr�chen eingeladen, sowohl individuell (nur Sch�ler und Eltern in einem Einzelgespr�ch) als auch als Grossveranstaltung (alle teilnehmenden Sch�ler mit Eltern), bei denen man befragt wird zur Meinung �ber die USA und bisherige Auslandserfahrungen. Man wird auch �ber den Ablauf des High-School-Jahres informiert, und �ber eventuelle Schwierigkeiten die w�hrend des Aufenthaltes auftreten k�nnten. Ich erz�hlte der humorlosen Organisationstante im Einzelgespr�ch, dass ich mir ein typisch amerikanisches Leben erhoffte, da ich ein Sitcom-Fan sei - aber sie wusste ja alles besser... Trotzdem war es letztlich eher so wie ich es erwartet hatte! Man muss dann einige Frageb�gen ausf�llen, und an die (noch nicht bekannte) Gastfamilie wird ein Brief geschrieben zusammen mit einem "family album", wo man einige Familienfotos hinzuf�gen sollte. Ausserdem erh�lt man eine Zusammenstellung der Regeln f�r das High-School-Jahr, die der Sch�ler und beide Eltern unterschreiben m�ssen. Regelverstoss f�hrt (falls man "auffliegt") zum Abbruch des High-School-Jahrs. Wichtig sind v.a. die Regeln �ber Drogen und Alkohol. Man kann bereits nach Hause geschickt werden wenn man nur mit Leuten zu tun hat, die Drogen oder Alkohol bei sich haben.

Die Frage des Geldes, das der Austauschsch�ler in den USA nat�rlich in viel gr�sserem Umfang ben�tigt als sein bisheriges Taschengeld, l�sst sich durch einen K�nigsweg l�sen: die Kreditkarte. In den USA ist man ohne Kreditkarte aufgeschmissen, denn sie wird dort als das alleinige Standard-Zahlungsmittel angesehen, und ist deshalb auch f�r Austauschsch�ler heutzutage unumg�nglich. Die Eltern beantragen einfach von ihrer Bank (von der sie in der Regel selbst Kreditkarten haben) einfach eine Unterkarte f�r Tochter oder Sohn, das sollte in der Regel trotz nicht vorhandener Vollj�hrigkeit keine Probleme geben, da ja die Eltern f�r alles einstehen. Mit der Kreditkarte kann der Austauschsch�ler sich in den USA jederzeit aus einer cash machine mit Bargeld versorgen (das man sowieso nur in fast food restaurants ben�tigt), so dass die Mitnahme davon �berfl�ssig bleibt (ausser f�r den Hinflug). Traveller's Cheques sind, auch wenn Organisationen dazu raten, f�r eine so lange Zeit schlicht nicht geeignet, da man sowieso schwer sch�tzen kann wieviel Geld ben�tigt wird. Schliesslich ist es klar, dass sich der Austauschsch�ler in den USA wohl neu einkleiden wird, das erspart fast das ganze Gep�ck beim Hinflug (nur leere Koffer m�ssen mitgenommen werden). Mit der Kreditkarte ist der Sch�ler flexibel und muss trotzdem nicht auf Bargeld verzichten.

Die letzten Wochen in Deutschland empfand ich als sehr ungewohnt, da war einfach immer die Ungewissheit wo ich landen w�rde, und was ich erleben w�rde. Zugegeben, ich wusste bereits damals wirklich einiges �ber die USA, da ich mich praktisch mein ganzes Leben mit amerikanischen TV-Shows besch�ftigt hatte, und ich hatte sehr hohe Erwartungen an mein "zuk�nftiges amerikanisches Leben". Bevor ich �berhaupt dort war tat ich auch hier nichts anderes (wie in den Jahren davor), mich intensivst mit allen m�glichen Sitcoms (z.B. Family Matters, The Cosby Show) zu besch�ftigen, und mein gr�sstes Hobby war damals "Star Trek". Deshalb war eine meiner gr�ssten Vorfreuden nat�rlich auch die im September anlaufenden neuen Staffeln von "Deep Space Nine" und "Voyager", die ich nun erstmals brandaktuell sehen k�nnen w�rde! Meine Gastfamilie d�rfte also auf jeden Fall den "Star Trek"-Serien gg�. nicht abgeneigt sein, damit ich auch dazu komme alles mitzuverfolgen. Das war mir damals wirklich sehr wichtig, ungelogen! (und ich freute mich darauf, nicht mehr von der ungeheuer schlechten Sendepolitik von SAT.1 abh�ngig zu sein und nicht mehr ewig auf neue Folgen warten zu m�ssen).*
Am letzten Tag vor meiner (�usserst kurzfristigen) Abreise (dazu sp�ter mehr), kann ich mich erinnern, noch die beiden ersten Folgen von "ALF" gesehen zu haben, verbunden mit der Gewissheit, das ich sehr bald selbst ein derartiges typisch amerikanisches Leben f�hren w�rde. Ich war sehr gespannt...

Wenn die Organisation s�mtliche ben�tigten Unterlagen erhalten hat geht die Suche nach einer geeigneten Gastfamilie los, und in der Regel steht diese auch 1 bis 3 Monate vor Reiseantritt fest. Man kann dann ja schon aus Deutschland Kontakt mit ihr aufnehmen, telefonisch und �ber Briefe/E-Mail, so dass man bei der Anreise nicht das Gef�hl hat, zu wildfremden Leuten zu kommen.
Jedoch gibt es auch den weniger g�nstigen Fall (so war es bei mir), dass sich l�ngere Zeit keine passende Gastfamilie findet, und das kann sogar so weit gehen, dass alle anderen Gastsch�ler der Gruppe bereits in Amerika sind, und man selbst immer noch wartet. Ich habe erst drei (3!) Tage vor meinem Reiseantritt Bescheid bekommen, das war Freitags, und Montags (2.September 1996) ging's dann los.

Der lang ersehnte Abflug in's gelobte Land

Es ging von Stuttgart nach Br�ssel, nach Atlanta, und von dort in einem Propellerhopper nach Tri-Cities, Tennessee (wie ich erst dann erfahren habe steht Tri-Cities f�r drei mittelgrosse Nachbarst�dte in East Tennessee). In Atlante hatte ich ein wenig Umsteigezeit und konnte mich in den zahlreichen Shops umsehen. Als erstes erinnere ich mich, einen TV Guide gekauft zu haben. Ich war sehr gespannt auf das amerikanische Fernsehen, f�r das ich mich schon eine ganze Weile interessierte, und dessen Funktionsweise und Aufbau ich jetzt endlich einmal ausf�hrlich erkunden wollte. Als ich in Tri-Cities ankam, wurde ich von meiner Gastfamilie und meinem "area rep" (Gebietsrepr�sentant der Organisation), einer sehr geschw�tzigen Frau, abgeholt. Das Gep�ck fehlte leider, und so musste ich mit meinem damals d�rftigen English eine Suchanzeige aufgeben. Meine Gastfamilie fuhr mit mir nun erstmal zum nahegelegenen Restaurant "Cracker Barrel", um zur Einstimmung ein wenig mit mir zu reden. Es war ein f�r September heisser schw�ler Tag. Nach dem Restaurant-Besuch fuhren wir heim, wo ein typisch amerikanisches Haus auf mich wartete in einer absolut sch�nen Wohngegend - genau wie ich es mir erhofft hatte. Das Haus war selbverst�ndlich (wie alle H�user) klimatisiert, so dass ich von der Hitze bald nix mehr mitbekommen habe. Kurz konnte ich noch mit meinen Eltern in Deutschland telefonieren und ging dann ziemlich schnell in meinem neuen Zimmer (ganz f�r mich allein) in's Bett. Aber ich musste nat�rlich noch unbedingt den in Atlante gekauften TV Guide vorher durchbl�ttern, und wie ich erfahren habe sollte bald eine neue Sitcom mit Bill Cosby auf CBS starten, mit dem Titel "Cosby". Ich war gespann... und nat�rlich auch auf die Schule, wo ich am n�chsten Morgen das erste Mal hinmusste.

Ich kam zur Schule ja bereits eine volle Woche zu sp�t und alles war schon in vollem Gange. Montag abends war ich mit meiner Gastfamilie wie gesagt um 7 daheim, und am n�chsten Morgen ging's schon um 7.45 Uhr mit der Schule los, also alles Schlag auf Schlag.

    

Meine Schule war die Daniel Boone High School in Gray, Tennessee.

Ich hab zun�chst mit meinem "guidance counselor" gesprochen, der ist f�r alle pers�nlichen Belange der Sch�ler zust�ndig, und ihr hab ich dann meinen Stundenplan zusammengestellt. Ich wusste zwar, was f�r F�cher ich nehmen w�rde, aber nicht wie sie heissen, und so hab ich meinen Stundenplan zun�chst mal gar nicht geblickt! Ich wurde dann in der Schule rumgef�hrt, und kam dann mitten in die zweite Stunde, English, da bin ich so richtig reingeplatzt sozusagen. Durch diesen "Auftritt" war ich schnell jedermann bekannt, zumindest den Sch�lern in diesem Kurs.

My schedules

September 96 - January 97

7:45am Calculus
(7:45 - 7:50 "pledge of allegiance")
8:40am English IV
9:35am Physics
10:30am Typewriting
(10:20 - 10:25 School TV news)
11:30am U.S. History
12:15pm lunch
12:45pm French II
(12:45 - 1:00 Channel One Classroom TV)
1:50pm Economics

February 97 - May 97

7:45am Calculus
(7:45 - 7:50 "pledge of allegiance")
8:40am English IV
9:35am Physics
10:30am Driver's Ed / Wellness II
(10:20 - 10:25 School TV news)
11:30am U.S. History
12:15pm lunch
12:45pm French II
(12:45 - 1:00 Channel One Classroom TV)
1:50pm U.S. Government


Die Schule

Der Stundenplan und das ganze Schulleben gestaltet sich ganz anders als in Deutschland.
Man w�hlt seine F�cher und hat dann jeden Tag diese 7 F�cher, und in jeder Stunde sitzt man mit anderen Sch�lern in einem anderen Raum. Vielbesuchte F�cher (z.B. Pflichtf�cher wie English oder Economics) finden den ganzen Tag �ber statt und werden in jeder Stunde von 20 oder 30 anderen Sch�lern besucht, so dass �ber den Tag hinweg alle 200 Sch�ler der senior class (12. Jahrgangsstufe und gleichzeitig Abschlussklasse) dieses Fach hatten. Die Sch�ler der Jahrgangsstufen einer High School tragen die bezeichnungen: freshman (9th grade), sophomore (10th grade), junior (11th grade) und senior (12th grade). Das "senior year" ist f�r die amerikanischen Sch�ler mit Abstand das wichtigste Schuljahr. Die Sch�ler dieser Klassenstufe organisieren das Homecoming (King und Queen m�ssen seniors sein), erleben die "prom" am Ende des Schuljahres und nat�rlich die h�chst feierliche "graduation ceremony".

     

Was ein wichtiger Unterschied zum deutschen System ist, das ist das Kurssystem an sich. In Deutschland wird man bis zur 11. Jahrgangsstufe in eine Klassengemeinschaft hineingezwungen, d.h. man sieht jahrelang Tag f�r Tag immer nur dieselben Leute, und wenn alle 3 Jahre mal ein Neuling kommt ist das schon eine Sensation, und er hat allergr�sste Schwierigkeiten, akzeptiert zu werden! Man konzentriert sich stur auf die Klassenmitglieder, und nimmt andere Sch�ler kaum wahr.
Das ist in Amerika ganz anders. Hier gibt es h�chstens in der Grundschule Klassen, und ab ca. der f�nften Klasse hat man die offenen Kurse. Dadurch lernt man, alle Sch�ler einer Jahrgangsstufe wahrzunehmen (zw. 100 und 300), da man in jeder Stunde mit anderen Leuten in Kontakt tritt, und das f�rdert sehr die Offenheit gg�. Unbekannten. Da f�llt es auch neuen Sch�lern nicht schwer, sich einzuf�gen, da man schnell mit anderen in's Gespr�ch kommen kann. Wenn das in einem Kurs mal nicht klappen sollte, dann klappt's halt im n�chsten. Das ist mit ein Grund, dass sich die Amerikaner Fremden gegen�ber so freundlich und zuvorkommend verhalten, und nicht, wie die Deutschen nur mit Leuten sprechen, die bestens bekannt sind.


Die lunch cafeteria der Daniel Boone High, mit dem wichtigen Soft-Drink-Automat!

Was die amerikanische Schule auch vom dt. System unterscheidet, sind die Wahlm�glichkeiten bereits ab der 9.Klasse, oder sogar fr�her. Es gibt nur einige wenige Pflichtf�cher (z.B. English oder History), aber �ber die H�lfte der Kurse w�hlt man nach seinen Vorlieben. Selbst bei Mathematik oder Naturwissenschaften kann man w�hlen, d.h. wenn jemand in Mathe Schwierigkeiten hat, dann kann er die High School nur mit Algebra beenden, und Leute, die Mathe m�gen, machen Calculus in der Abschlussklasse (entspricht dem deutschen Mathe-Unterricht in dieser Klassenstufe). Ausserdem kann man sich auch schon in der High School auf bestimmte Gebiete spezialisieren, wenn man sp�ter eine Weiterbildung darin vorhat. So kann man Marketing-Kurse belegen, die man in Deutschland erst in der Uni mitbekommt. Spezialisierung ist sehr beliebt in den USA, da man nicht zu F�chern gezwungen wird, die man nicht mag, und entsprechend seiner St�rken den Abschluss machen kann. Das wird in Deutschland abgelehnt, man will den Allgemeinbildungs-Zwang, und das ist der falsche Weg, denn wenn man "von allem etwas" machen soll, hat das zur Folge, dass man "nichts ausf�hrlich" macht.

Mit einem weiteren Vorurteil �ber amerikanische Schulen m�chte ich hier auch aufr�umen: es geht dort nicht von alleine, und ist nicht so �berm�ssig leichter als in Deutschland, wie es von einigen returnees beschrieben wird. Ich kann mir dieses Ger�cht nur dadurch erkl�ren, dass ein Grossteil aller deutschen Austauschsch�ler extreme Streber sein m�ssen.Wenn man dort in der Schule ankommt, muss man sich gleich ab dem ersten Tag richtig in's Zeug legen, es wird erwartet dass man bereits am zweiten Tag seine Hausaufgaben in voller L�nge vorweist. Ausserdem wird man mit F�chern konfrontiert �ber die ein Amerikaner zweifellos Vorkenntnisse besitzt, und wenn es nur von zuhause ist. Dazu geh�ren F�cher wie "U.S. History", �ber die man an deutschen Schulen "dank" linksgerichteter Lehrkr�fte nur das absolut n�tigste zu h�ren kriegt. Ausserdem sind F�cher wie "Economics" oder "U.S. Government" in der Abschlussklasse Pflicht, die f�r einen Amerikaner mit Vorkenntnissen weniger ein Problem bereiten als f�r einen Deutschen, der aus dem Gymnasium statt wichtiger Dinge wie Volkswirtschaftslehre nur unn�tze Chemie-Fachkenntnisse weiss. Diese kann er nat�rlich in einem Wahlkurs einbringen, aber in den o.g. Pflichtkursen, die man in Deutschland f�r unwichtig h�lt n�tzt ihm das nichts. Ich will damit nur sagen dass man sich nicht auf eine klischeehaft einfache High-School, wie sie von eingebildeten Deutschen beschrieben wird, freuen soll, sondern sich auf t�gliche harte Arbeit (zu Hause!) und auf w�chentliche Tests in jedem Fach gefasst machen sollte!

                                              

Ausserdem gibt es school spirit. Man ist in Amerika stolz, der Schule anzugeh�ren auf die man geht und es werden T-Shirts in den Schulfarben getragen (die an meiner Schule unschwer als golden/red zu erkennen sind). Nach dem regul�ren Schultag der gegen 3pm endet, werden noch zahlreiche Freizeitveranstaltungen angeboten, die sich bei weitem nicht nur auf Sport beschr�nken. Die High School bietet zu fast jedem Hobby einen Club an, unter anderem auch die Fremdsprachenlehrer (French Club, German Club, Spanish Club). Ausserdem gibt es im Herbst die sogenannte "spirit week", in der sich die Sch�ler an jedem Tag nach einem anderen Motto verkleiden (z.B. American Colors, Toga, Pyjama, School, etc).

     

Bei Sportveranstaltungen wird der school spirit ganz besonders deutlich, wie z.B. bei den football games, die immer von Schuljahresbeginn bis November jeden Freitag abend stattfanden. Fast jede Schule hat ihr eigenes Footballstadion gleich daneben, wo die games stattfinden, wenn es sich um Heimspiele des Schulteams (an meiner Schule die "Trailblazers" - wie cool als Chevy sein neues SUV "Trailblazer" nannte, da kamen sofort die Erinnerungen wieder zur�ck...) handelt. Bei Ausw�rtsspielen kommen die Stadien anderer benachbarter High Schools an die Reihe. Am Nachmittag davor gibt es immer die pep ralley, eine Art von Einstimmung auf das game, und Anstoss, mit dabei zu sein und sein Team anzufeuern. Die coaches (Trainer) tragen freitags immer schon im Unterricht ihre Sportklamotten. Diese football games haben so grosse Bedeutung, dass die Ergebnisse am freitag abend bei den 11o'clock news im Lokalfernsehen bekanntgegeben werden.

Wenn man als exchange student nicht hingeht ist das nicht weiter schlimm, aber es kann passieren dass man dann "out" ist und die anderen Sch�ler das Interesse an einem verlieren, weil die Footballsaison eben einfach zum High-School-Leben geh�rt. Aber auch wenn man von football keine Ahnung hat und sich nicht daf�r interessiert ist das �berhaupt nicht schlimm, es ist auch so ganz lustig, wirklich! Es sind willkommene Ereignisse um sich zu treffen, und danach noch in ein Restaurant (Sportsbar) zu fahren oder auch nicht.
Ein besonderes football game ist das homecoming, das im November gegen Ende der Saison stattfindet. Das ist eine grossartige Veranstaltung, und seniors aus allen "school clubs" stellen sich zur Wahl, um als homecoming king und homecoming queen gew�hlt zu werden. Ausserdem bereiten die "school clubs" nett aussehende Wagons vor, die am Abend unmittelbar vor dem Spiel von den king/queen-Kandidaten durch das Stadion gefahren werden. Das homecoming ist neben der prom (Ball) das Highlight des Schuljahres.

     
Homecoming 1996

Das Jahr vergeht....

W�hrend des High-School-Jahres hat man eigentlich nicht viel mit der Organisation zu tun, die f�r den Aufenthalt verantwortlich ist, ausser wenn es Probleme gibt, mit der Gastfamilie und in der Schule. In jeder Gegend der USA wo die Organisation exchange students untergebracht hat, gibt es den "area representative". Er hat u.a. die Gastfamilie ausgew�hlt und wird daf�r bezahlt (pro untergebrachten Sch�ler), und ansonsten sollte er eigentlich der Ansprechpartner des Gastsch�lers sein. Aber normalerweise ist ihm nur die Unterbringung wichtig, dann h�rt man meist nicht mehr sehr oft von ihm und ist ziemlich auf sich allein gestellt. Wie das mit der Schule alles abl�uft u.s.w., dar�ber muss man sich selbst k�mmern.
Ich kann nur von meinen Erfahrungen mit meiner Organisation sprechen (die ich nicht nennen m�chte, um keinen �rger zu kriegen), es kann schon sein dass andere Organisationen besser sind und sich intensiver um ihre exchange students k�mmern.

Die Erinnerungen an meine Gastfamilie sind durchweg positiv, ich habe mich die ganze Zeit �usserst wohl gef�hlt. Mir gefielen die Autos, zum einen ein Cadillac DeVille mit Lederausstattung und hervorragenden Sound-System. In Erinnerung geblieben ist mir da die eine CD, die eigentlich die ganze Zeit im Auto gespielt wurde: "Motown Legends Vol. 1" mit hervorragenden amerikanischen Klassikern. In diesem Cadillac mitzufahren war wirklich Luxus pur, die bequemen Sitze, die weiche amerikanische Federung und die Power die dieses Auto mit einem leisen intensiven "blubbern" aus dem V8-Motor auf die Strasse brachte.
Ausserdem fand ich die Vorliebe meiner Gasteltern, essen zu gehen richtig gut. Fast jeden Abend haben sie mich in ein hervorragendes Restaurant mitgenommen, meistens gute Steakh�user, so dass ich zu einem richtigen amerikanischen Feinschmecker geworden bin! Sonntags ging es immer um die Mittagszeit in die Mall, um nach dem Essen noch ein bisschen zu shoppen. Es ist in Amerika selbverst�ndlich, dass man sonntags mit der Familie in die Mall geht, und ich fand das einfach klasse, da ich gegen jegliche vorgeschriebenen Ladenschlusszeiten bin. Das erste Mal hat es mir auch richtig Spass gemacht, Klamotten einzukaufen, bei dem gigantischen Angebot das es in Amerika gibt. Wirklich cool, sich f�r ein paar NIKE-Schuhe zu entscheiden und dem Verk�ufer die Credit Card auszuh�ndigen. That's America!

Die ersten vier Monate (also haupts�chlich den Herbst des Jahres 1996) verbinde ich mit wirklich traumhaften Erinnerungen, an football games w�hrend es abends wieder kalt zu werden beginnt, Fahrten mit dem school bus durch die wundersch�nen amerikanischen Wohngegenden die mein Herz h�her schlagen lassen, zahlreiche Mall-Besuche mit vielen Eink�ufen, um mich ganz neu im American-style einzukleiden  (was ich von Anfang an vorhatte, meine wenigen mitgebrachten Klamotten hatten ausgedient!), die Erfahrung dass Cinnamon Rolls aus der Mall einfach g�ttlich sind (v.a. nat�rlich in der k�lteren Jahreszeit), wie bereits gesagt das Homecoming, eine unglaubliche Vielfalt an herbstlichen und Halloween-Dekorationen (Superm�rkte stapelten hunderte von grell-orangenen K�rbissen vor ihren Eing�ngen), nat�rlich Halloween selbst das ich nun nach jahrelangen Fernseherfahrungen einmal selbst erleben durfte, lange Sitcom-Fernsehabende die ich damals wie heute einfach kultig finde, wie erwartet regelm�ssige neue Star Trek - Folgen, 24/7-Wal-Mart-Besuche, von meinen Gasteltern "chauffiert" zu werden in ihren luxeri�sen Autos, mit meiner Gastmutter nach Kentucky �ber die Berge zu fahren um Verwandte zu besuchen, und nat�rlich der wirklich interessante Schulalltag. Ich war damals wirklich sehr gl�cklich und zufrieden, wollte bereits nach kurzer Zeit die USA nie wieder verlassen. Jedes andere Land (und insbesondere nicht Deutschland und seine deutschen Bewohner) kann meinen Vorlieben niemals auch nur ann�hernd gerecht werden, denn das ist nur durch den "American Spirit" m�glich. Das war mir damals bereits glasklar (nach dem Motto "das einzig gute an Deutschland ist der Weg nach draussen...). Der unerfreulichste Teil des Jahres war ja dann auch meine R�ckkehr, die weiter unten ausf�hrlichst beschrieben wird.

   
Die "Halloween Pumpkins" bei Wal*Mart          Das Haus der Verwandten in Kentucky

Heimweh      

Viele der angehenden exchange students sorgen sich um Heimwehgef�hle, die sie zu haben f�rchten wenn sie erst einmal bei ihrer Gastfamilie sind. Es ist aber so, dass man durch die vielen neuen Eindr�cke, die man kriegt, immer gut besch�ftigt ist, und wenn man dazu noch eine nette Gastfamilie erwischt hat, dann haben Heimwehgef�hle in der Regel schlechte Chancen.
Ich pers�nlich hatte wirklich KEIN EINZIGES MAL Heimweh w�hrend meines High-School-Jahres, da ich mich ja auf die USA gefreut hatte, und mich sofort mit allen Aspekten des American Way of Life identifizieren konnte. Schon nach wenigen Wochen war der Gedanke meiner R�ckkehr nach Deutschland eine Horrorvorstellung, da ich mich schon sehr zuhause f�hlte in den USA. In der Schule gibt es ein Ritual, jeden Morgen stehen die Sch�ler auf und schw�ren auf die US-Flagge ("pledge of allegiance"); nachdem ich mir das ein paar Monate mit angesehen hatte bin ich ziemlich schnell dazu �bergegangen, da stolz mitzumachen, weil ich die USA als meine neue Heimat betrachtete!

Man sollte als exchange student so bald wie m�glich versuchen, ein typisch amerikanisches Leben zu leben, denn das sollte ja auch der eigentliche Grund f�r das High-School-Jahr sein. Es ist das beste wenn man Deutschland einfach f�r eine Weile "vergisst" und sich auf sein neues Leben in den USA konzentriert, d.h. ebenso wie die Amerikaner sich f�r amerikanische Themen wie Autos, Sport, TV, Kino und R&B-Music interessiert, und sich mit wichtigen Teenager-Dingen wie dem "dating" auseinandersetzt. Wenn man bereits nach einige Wochen sagen kann "hier ist mein neues Zuhause, und ich lebe hier und jetzt", dann kann man sich sicher sein dass man nicht von Heimwehgef�hlen geplagt werden wird. Es sei immer wieder gesagt, dass die Vorraussetzung daf�r nat�rlich ist dass man das High-School-Jahr selbst gewollt hat und bereit ist, Deutschland wenigstens f�r ein Jahr aus seinem Leben zu verbannen.

Von vielen Returnees h�rt man des�fteren, dass sie insbesondere an Weihnachten starkes Heimweh hatten, aber ich kann das nicht best�tigen. Im Gegenteil - die geschm�ckten H�user und Gesch�fte, das hat mir sogar sehr viel besser gefallen als in Deutschland, und mir wurde schnell klar, dass auch Christmas neben Halloween und Thanksgiving eines der typischen amerikanischen Feste ist, auf das auch entsprechend viel Wert gelegt wird. Verglichen mit den Bem�hungen und den Dekorationen in den USA ist Weihnachten in Deutschland fast nicht existent. Zugegeben, das klingt etwas hart, aber wer es einmal in Amerika erlebt hat weiss wovon ich spreche.

Ein interessantes Erlebnis war in diesem Zusammenhang der Anruf des "local newspaper" aus Kingsport. Die hatten einen Artikel �ber Weihnachten in anderen L�ndern in Planung und kamen auf die Idee, Austauschsch�ler an Schulen in der Gegend dar�ber zu befragen. Tats�chlich kam es zu einem Termin mit einer Redakteurin Anfang Dezember 1996, ich wurde richtig interviewt �ber die Weihnachtsbr�uche in Deutschland. Was sehr nett, bis auf die Tatsache dass es mir einfach sehr peinlich war, im Land des Shopping jemandem das dumme deutsche Ladenschlussgesetz erkl�ren zu m�ssen, denn es h�tte sonst ohne weiter Erkl�rung schon sehr seltsam geklungen wenn ich darauf aufmerksam gemacht h�tte dass Samstag nachmittags vor Weihnachten die Gesch�fte tats�chlich ge�ffnet haben... in Amerika nat�rlich eine Selbverst�ndlichkeit dass Samstags alle Gesch�fte bis abends oder rund um die Uhr ge�ffnet haben. (Zur Kl�rung: Damals, also 1996 galt in Deutschland noch eine Samstags-Ladenschlusszeit von 14 Uhr, die nur an den vier Vor-Advents-Samstagen auf 18 Uhr ausgedehnt worden war).
Der Zeitungsartikel von damals ist hier nachzulesen.

 

Mobilit�t und Autos    

Mein einziges (grosses) Problem w�hrend meines High-School-Jahres war, dass ich nicht autofahren konnte/durfte. Es gab auch keine �ffentlichen Verkehrsmittel, also war ich immer auf irgeneinen Fahrer angewiesen, und das ist manchmal schon etwas hart.
Aber nicht nur die mangelnde Individualit�t machte mir dabei zu schaffen, sondern v.a. auch die Tatsache an sich, dass ich als einziger meines Alters dort kein Auto hatte und nicht fahren konnte. Man sieht da die Amerikaner mit ihren wahnsinnig tollen Autos und denkt nur "ich will auch!!!!!".

Die Autokultur ist in den USA ein wichtiger Teil des High-School-Lebens, und es gibt viele amerikanische Autos, die gross sind mit viel PS, und die man sich gebraucht als Sch�ler ohne weiteres leisten kann (bzw. neu durch die Eltern). Vor meinem USA-Aufenthalt hab ich mich nie f�r Autos interessiert (klar, ich hab ja auch nur Kleinw�gen gekannt), aber w�hrend dieses Jahres bin ich zum absoluten Autofreak geworden. Mit einer grossen Vorliebe f�r US-Cars nat�rlich (wegen ihrem emotionalen Design und ihrem hervorragenden Preis-/Leistungsverh�ltnis).
Back in Germany, dann durfte ich zwar fahren, aber das ist einfach nicht dasselbe. Es ist hier viel stilloser, weil es keine US-Autokultur gibt, und wenig autobegeisterte Leute. Der Automarkt besteht zu 99% aus Kleinw�gen, und so machen Autos einfach keinen Spass. Ich hab zum Gl�ck ein amerikanisches Auto ergattern k�nnen, aber mit so wenig Verst�ndnis von den Mitmenschen ist es nicht halb so cool wie in Amerika. Zudem hat man es als Autofahrer in Deutschland nicht leicht, mit so wenig Platz und den assozialen Gr�nen im Nacken, die am liebsten alle Autos die mehr als 2.99 Liter verbrauchen, verbannen w�rden.

Der F�hrerschein (driver's license)

Es gibt die M�glichkeit f�r exchange student, die driver's license zu machen. Dabei gibt es einige Grundregeln zu beachten:
Man muss mindestens 6 Monate in den USA bleiben. Das ist kein Problem bei einem High-School-Jahr, aber es gibt ja auch halbj�hrliche Programme (von denen ich aber abrate, da man genau in dem Moment, wo man voll drin ist, wieder weg muss). Dann muss man die Aufenthaltsdauer ggf. auf 6 Monate ausdehnen und die restliche Zeit mit Urlaub ausf�llen.
Man muss in der Schule Driver's Ed belegen, ein Kurs der des�fteren mit Health oder Wellness-Unterricht (im Grunde nichts anderes wie Biologie) gekoppelt ist und �ber ein halbes Schuljahr geht. Dabei lernt man den Stoff f�r die theoretische Pr�fung, und nimmt ein paar Fahrstunden. An manchen High-Schools ist der Fahrlehrer berechtigt, die praktische Pr�fung abzunehmen, dann  muss man nur noch zur F�hrerscheinstelle und sich den F�hrerschein ausstellen lassen. Ob dann noch eine Theorie-Pr�fung notwendig ist, weiss ich nicht, aber ich glaube es gen�gt, wenn man Driver's Ed besteht.
Es ist zwischen der Driver's license und der Learner's Permit zu unterscheiden. W�hrend man fr�hestens mit 16 die Driver's license machen darf, kann man schon mit 15 eine Learner's Permit bekommen (Theorie-Pr�fung bestehen gen�gt), und dann darf man mit einer Aufsichtsperson, die einen F�hrerschein hat, fahren �ben so viel man will.
Das Problem bei exchange students sind die Organisationen, die das Fahren in den USA verbieten, und die Versicherungen, die exchange students auch nicht versichern. Also darf man eigentlich �berhaupt nicht fahren, und somit nutzt einem auch die Learner's Permit nichts. Da ist es also besser, gleich den F�hrerschein zu machen, denn dann kann man in Deutschland bereits unter 18 fahren, und je nach US-Staat in dem man war, kann man die Driver's license in Deutschland direkt umschreiben lassen.
Das soll aber nicht heissen, das es gar nicht vorkommt, dass exchange students fahren, es gibt ja schon einige "Tricks": Wenn man Gasteltern hat, die den ganzen Vorschriftskram nicht so eng sehen, kann man mit ihnen fahren �ben, denn es ist ja nicht wirklich im polizeilichen Sinn verboten, als exchange student zu fahren. �rger gibt's eben nur wenn die Organisation davon erf�hrt, oder wenn ein Unfall passiert. Das ist eben das Risiko.
Die zweite M�glichkeit ist, das die Eltern zu Besuch kommen, und sich ein Auto mieten, das man fahren kann. Ist auch nicht verboten, aber auch hier gibt es bei einem Unfall keinen Versicherungsschutz. Da m�ssen eben die Gasteltern bzw. die Eltern entscheiden, wie risikofreudig sie sein wollen.

Wenn man mit dem US-F�hrerschein in Deutschland angekommen ist, dann kommt man sich sehr vergackeiert vor, und zwar aufgrund der chaotischen engen Strassenverh�ltnisse und Massen an Kleinw�gen. Man hat schon die F�higkeit zu fahren, so wie man es in den USA gelernt hat (und das ist das "normale" - dort geht es im Strassenverkehr zivilisiert zu, w�hrend der deutsche Strassenverkehr einem Irrenhaus gleich), und wird allergr�sste Schwierigkeiten haben sich an die sturen deutschen Fahrer und v.a. an das Schaltgetriebe zu gew�hnen (Automatik ist in Deutschland ja leider nicht sehr verbreitet). Das beste wird tats�chlich sein, einige freiwillige Stunden in einer deutschen Fahrschule zu absolvieren, nicht um das fahren neu zu lernen (das kann man wie gesagt bereits), sondern um die verr�ckte Funktionsweise des deutschen Verkehrs zu erlernen, sodass man ohne Lebensgefahr auch in Deutschland fahren kann.


Wie sind sie so, die High-School-Teens?   ___

Das Leben eines amerikanischen Jugendlichen unterscheidet sich zum Teil deutlich von dem eines deutschen. Zum einen kann man sicher sagen, dass man in den USA weniger Freiheiten geniesst wenn man unter 21 ist. Zu erw�hnen ist da das strenge Alkoholverbot, was den Besuch von Discos und Clubs, in denen Alkohol ausgeschenkt wird (also eigentlich alle) unm�glich macht. Als Deutscher ist man das nicht gew�hnt, und zugegeben, die meisten Deutschen im Alter von 16 sind fleissige "Club-Hoppers", so dass es ihnen �usserst schwer f�llt, diese Regeln bei einem USA-Aufenthalt zu akzeptieren.
Auch die Schule mag dem einen oder anderen streng vorkommen, dadurch dass man sich jeden Gang zum WC genehmigen lassen muss, oder das Verlassen des Schulgeb�udes nur in Ausnahmef�llen erlaubt wird. Das kennen Deutsche von ihrer deutschen Schule nicht. Die Eltern beh�ten ihre Kinder auch immer gern ein wenig streng, und wollen bsw. nicht selten Freunde ihrer Kinder erstmal kennenlernen, bevor sie ihnen den Umgang mit ihnen erlauben.

Auch wenn das die Dinge sind, die man von den meisten Ex-Austauschsch�lern so h�rt, ist es doch eindeutig nur eine Seite der Medaille, (die einen aus deutscher Sicht sicher st�rt).
Aber es gibt da noch andere Punkte, die einem das Leben als amerikanischer Jugendlicher doch eher vers�ssen (und wovon ein Austauschsch�ler aus bestimmte Gr�nden meist nichts hat, und deshalb immer gern �ber die negativen Seiten berichtet - ich mach das anders).
So sind amerikanische Eltern manchmal auch von der finanziellen Seite her betrachtet eher f�r ihre Kinder da, als das in Deutschland �blich ist. So haben amerikanische Kids im Alter von 13 oder 14 meist schon eine komplette High-Tech-Einrichtung in ihrem Zimmer (Computer, Internet, TV, VCR, DVD, Telefon, Hi-Fi etc.) wie man es in Deutschland oft erst hat wenn man im Arbeitsleben steht. Das ist weder ein Klischee, noch �bertrieben, es ist wirklich so!
Auch ist es f�r junge Amerikaner selbverst�ndlich, Markenklamotten zu tragen. Die kriegen sie, wenn sie noch kein Geld verdienen, von ihren Eltern ohne Bedenken. Es ist einfach ganz normal dort. In Deutschland: "das ist unn�tig, da reichen auch graue Klamotten vom ALDI im Dreierpack f�r 2.99!" Markensachen stehen in Deutschland stets im Kreuzfeuer der Eltern, die daf�r kein Verst�ndnis haben. Das sehen amerikanische Eltern zum Gl�ck wesentlich lockerer. (Zugegeben, Markensachen sind in Deutschland viel teurer als in den USA, und es gibt nicht soviel Auswahl dabei. Das sind auch Gr�nde warum das in Deutschland kritisch gesehen wird; aber trotzdem, man braucht auch nicht so zu �bertreiben wie die deutschen Eltern, und Markensachen grunds�tzlich verteufeln). Etwas ganz typisches auf High-Schools und auch sp�ter auf dem College sind Football- oder Baseball-Jacken (auch College-Jacken genannt) mit gestreiften B�ndchen und ein paar Zahlen oder Logos darauf. Es gibt kaum Kleidungsst�cke, die den American school spirit so gut symbolisieren wie derartig geschnittene Jacken.

Die Eltern machen sich in den USA weniger Gedanken, was zu Hause gut f�r ihre Kinder ist oder nicht - z.B. haben sie keine Probleme damit, ihre Kinder lange Zeit fernsehen zu lassen. Das ist ein Thema wo deutsche Eltern grunds�tzlich einen Katzenbuckel machen, da ja alles schlechte angeblich vom Fernsehen kommt (naja, ist ja auch das dt. Fernsehen ) Somit haben amerikanische Jugendliche in der Hinsicht deutlich mehr Freiheiten als Deutsche.

Unter 16 ist man in den meisten Gegenden der USA auf die Eltern angewiesen, wenn man einkaufen fahren will, oder in's Kino, da es keine �ffentlichen Verkehrsmittel gibt. Mit dem 16.Geburtstag findet dann eine Z�sur im Leben eines Jugendlichen statt - der F�hrerschein, gleichbedeutend mit Mobilit�t, Freiheit, Eigenst�ndigkeit und Erwachsensein. Gerade durch das nichtvorhandensein von �PNV ist es eben n�tig dass jeder ab 16 selbst autofahren kann, und sein eigenes Auto hat. Nicht selten sind auch hier die Eltern f�r ihre Kids da, und besorgen ihnen ein neues amerikanisches Auto (z.B. �ber einen leasing-Vertrag, das ist in den USA kein Problem), z.B. ein pony car oder einen Pick-Up-Truck mit nicht zu wenig Power .
F�r die laufenden Kosten suchen sich die meisten Jugendlichen einen Dienstleistungsjob neben der Schule, wof�r sie wieder ein Auto brauchen, um dort hinzukommen. Ein funktionierender Kreislauf.
Hinzu kommt auch, dass man in Amerika von allen Altersschichten als vollwertiger Autofahrer akzeptiert wird, wenn man 16 ist, egal mit welchem Auto man f�hrt. Das ist auch etwas, durch das man das Gef�hl hat, erwachsen zu sein, trotz Alkoholverbot. In Deutschland haben viele Leute gegen�ber Fahranf�ngern leider eine sehr negative Einstellung, im Sinn von "Was hat DER denn autozufahren mit seinen 18, der soll erstmal Schule und Ausbildung fertigmachen", oder "was braucht DER denn ein so teures Auto, der soll erstmal richtig Geld verdienen". Ist schon sehr schade, und das deutet auf eine Art Freiheit hin, die man in Deutschland nicht hat, und nicht kennt - die Akzeptanz durch �ltere.

           

So kann man also vergleichen: ein 16j�hriger in Deutschland, der seit einigen Jahren schon mit �PNV hinf�hrt wo er will und Alkohol trinken darf, aber nicht viel Geld hat und vielleicht mal in zwei Jahren in den Genuss kommt, den F�hrerschein machen zu d�rfen, wenn er es sich leisten kann, und auf der anderen Seite ein 16-j�hriger Amerikaner, f�r den der F�hrerschein selbverst�ndlich ist, der ein cooles Auto besitzt, einen Job hat in dem er f�r seine Verh�ltnisse gutes Geld verdient, und nun auch �berall hin kann, wo er m�chte, und zudem seit einigen Jahren alle m�glichen technischen Errungenschaften zu Hause hat.
Wer hat da nun die gr�ssere Freiheit? Ist es das nicht wert, den Alkohol und Discobesuche auf ein paar J�hrchen sp�ter zu verschieben??? Ich denke, das ist es auf jeden Fall!!!

Einen ganz besonderen Stellenwert im Teenie-Leben haben Verabredungen, also "dates". Anders als in Deutschland, wo es keinen "Plan" daf�r gibt (und Ann�herungsversuche entsprechend schwieriger ausfallen), gibt es dabei in Amerika eine Art kulturellen "dating codex", und die meisten Teens halten sich daran. Meistens m�ssen Jungs die M�dchen fragen, ob sie mit ihnen ausgehen m�chten, und wenn eingewilligt wurde, gestaltet sich das meist so, dass der Junge das M�dchen mit dem Auto abholt, dementsprechend gross ist auch die Bedeutung des Autos f�r die Jungs, und als typisch daf�r werden die pony cars angesehen - ist zwar ein Klischee, aber eines das es nicht umsonst gibt. Es ist in der Regel beiden klar, dass es sich um ein Date handelt, denn es ist in Amerika sehr un�blich dass Jungs mit M�dchen "einfach so" zu zweit etwas machen (wenn mehrere Leute zusammen etwas unternehmen ist es etwas ganz anderes!). Wird ein M�dchen also von einem Jungen wegen Kinobesuch oder Essen gehen gefragt, dann weiss sie auch gleich dass mehr dahintersteckt, und wenn sie nichts von dem Jungen wissen will, dann lehnt sie besser gleich ab, weil sich der Junge sonst Hoffnungen macht. Auf der anderen Seite wird ein Junge ein M�dchen nur dann einladen, wenn er sich f�r sie interessiert, da sie sich sonst falsche Hoffungen machen w�rde. Somit kommt es seltener als bsw. in Deutschland zu Missverst�ndnissen.
Verabredungen zwischen Jungen und M�dchen f�hren also meistens zu Beziehungen, oder sind zumindest so gedacht. Es ist einfach eine Tradition, die von fast allen eingehalten wird. Schade dass es so etwas in Deutschland nicht mal ansatzweise gibt.


Die R�ckkehr nach Deutschland    , die ersten Tage

Die Vorstellung, dass ich nach Deutschland zur�ck muss war, wie gesagt, das ganze Jahr �ber eine Art Horror f�r mich. W�hrend der meisten Zeit hab ich es einfach verdr�ngt und das Leben in Amerika genossen (ist auch das beste was man machen kann). Vorboten der bevorstehenden R�ckkehr am 18. Juni 1997, war der Besuch meiner Eltern und meiner kleinen Schwester Ende Mai, anl�sslich meiner Graduation. Ich hatte zwar mit meinen Eltern oft telefoniert, aber ich denke ihnen war nicht klar geworden, wie sehr ich mich mit meiner "neuen Heimat" verwurzelt f�hlte nach diesen wunderbaren Monaten. F�r sie war klar dass mein Leben eigentlich in Deutschland stattfindet, aber ich sah das nat�rlich anders.
Sie versuchten, mich auf den "Boden der Tatsachen" zur�ckzuholen, mir klarzumachen dass ich in den USA nur zu Besuch sei, aber mit dieser Strategie waren sie nicht besonders erfolgreich. Ich wollte es einfach nicht akzeptieren dass es bald vorbei sein w�rde.
Ich hatte mir w�hrend der letzten Monate einen durchweg amerikanischen Lebensstil angew�hnt, bezogen auf meine Kleidung, mein Essverhalten und anderer Pr�ferenzen. Das ist meinen Eltern, und ganz besonders meinem Vater damals schon sauer aufgestossen, und er hat immer  versucht mir zu zeigen, was in Amerika angeblich so schlecht sei, und in Deutschland so gut. (Infrastruktur, Autos, Essen, die Mentalit�t der Menschen). Es war aber schon zu sp�t, l�ngst hatte ich erkannt, dass die Deutschen eine sehr engstirnige kleinkarierte Spezies sind, und der lockere, tolerante amerikanische Lebensstil einfach der bessere Weg ist. Das Gemecker von meinem Vater �ber die USA ging mir schon sehr auf die Nerven, und h�tte mir meine letzten Tage fast vermiest. Aber so leicht hab ich mich ja nicht unterkriegen lassen...

Ich konnte es nicht fassen, am Nachmittag des 18.06.97 in der Wartehalle in Atlanta zu sitzen und auf einen Flug zu warten, der mich aus meiner "neuen Heimat" herrausreissen w�rde. Vor allem fielen mir auch gleich die vielen deutschen Touris auf, die sich dort versammelt hatten. Die erkannte ich sofort an ihrer langweiligen Kleidung und ihrem Geschw�tz (brrr, awful!  ).
Auf dem Flug war ich totungl�cklich, und wollte von nichts etwas wissen. Ich versuchte mehr oder weniger erfolgreich zu schlafen, und hoffte davon zu tr�umen, dass mein R�ckflug nur ein Traum war.
Fr�h morgens um halb 7, am 19.06.97 landete der Flieger in Stuttgart, und beim baggage claim musste ich erstmal ewig warten. Ich bekam es ordentlich mit der Angst zu tun, denn was w�r ich jetzt in diesem Land ohne meine Mitbringsel? Ich h�tte keine Identit�t gehabt, denn alles, was mir zu diesem Zeitpunkt etwas bedeutete war in diesen beiden Koffern untergebracht!!! (und in 3 Paketen, die ich vorrausgeschickt hatte)
Nun, die Koffer waren zum Gl�ck da, und dann wurde ich von meiner Mutter durch den engen deutschen Strassendjungel nach hause gefahren. Mir fielen sofort die typischen deutschen Autobahnschilder auf, und sie kamen mir so fremd vor.
Alles kam mir �usserst fremd vor, sogar das Haus in dem ich aufgewachsen war. Das alles wirkte auf mich wie eine andere Realit�t, die hinf�llig geworden war.

Nun gut, als erstes wollte ich nur noch alleine sein, und so ging ich in die Innenstadt. Ich wusste im ersten Moment nichts besseres als mich mit Bier vollzukippen, da hatte ich auch ein wenig die Tatsache ausgenutzt dass ich es seit einem Jahr wieder legal erwerben durfte. Ich mag eigentlich kein Bier, aber was h�tt ich sonst machen sollen?
Demonstrativ ging ich dann zu einem der grauenhaften deutschen McD's-Filialen essen, und musste feststellen, dass die Produkte nicht ann�hernd die US-Qulit�t erreichen. Egal, ich war eh betrunken. Zudem hatte ich grosse Schwierigkeiten, mich auf deutsch zu verst�ndigen, selbst wenn ich auf deutsch angesprochen wurde, war ich immer drauf und dran auf English zu antworten... 
Danach ging ich heim und hab glaub nur noch geschlafen. Fernsehen wollte ich auf keinen Fall, denn das w�re ja auf deutsch gewesen, und ich wollte nichts deutsches sehen, h�ren oder riechen. Ich machte mich dann daran meine Koffer auszupacken und die Sachen zu bewundern, die ich aus den USA mitbringen konnte. Viel war es nicht (verglichen mit dem was man dort im Haushalt alles hat), aber ich hatte jede Menge CD's (Rap  ), Coke-Werbeschilder und andere Souvenirs. Und nat�rlich einen Haufen Klamotten (haupts�chlich NIKE und NoFear). Ich hatte in den letzten 6 Monaten in den USA �berhaupt nichts deutsches mehr an, und diese ganzen amerikanischen Sachen hatte ich mitgebracht. Da war erstmal Schrank ausmisten angesagt.

Am n�chsten Tag machte ich mich dann daran, mein Zimmer ordentlich aufzum�beln. Es war bis dahin ein leerer Raum mit ganzen zwei Bildern an der Wand und sonst nichts! Ich nahm die viele Schilder, Flaggen, und ein US-Strassenschild, das ich w�hrend einen Sturms aufgelesen hatte, und richtete mein Zimmer damit komplett neu ein. Danach gefiel es mir darin schon viel besser - es war mein kleines Amerika, auf das ich mich jeden Abend freuen konnte.

An den darauffolgenden Tagen musste ich mich erstmal daran gew�hnen, mich in diesem Land zurechtzufinden, denn ich hatte viele Konventionen einfach vergessen. So zum Beispiel, dass man in einem Restaurant nicht zum Platz gef�hrt wird, und dass man unter gar keinen Umst�nden einen Refill kriegt. Das Ladenschlussgesetz, das zwar w�hrend meiner Abwesenheit gelockert worden war, aber das war verglichen mit den USA wirklich ein schlechter Witz! Ich musste mich wieder daran gew�hnen, dass man von Unbekannte wie der letzte Dreck behandelt wird, dass es keine Auswahl in den Superm�rkten gibt, und der blanke Horror war sowieso meine erste Autofahrt. Ein "300 SE", Jahr 1989, von meinem Vater. Gr�sse, Power und Automatik kein Problem, das war ich ja gew�hnt. Aber das drumherum in Deutschland... schrecklich, diese engen Strassen und die unfreundlichen Autofahrer. Es war einfach SCHRECKLICH  .
Mir fiel wieder ein, dass es Automarken gibt, die Opel oder Renault heissen, und das deren Modelle wirklich der Inbegriff der deutschen/europ�ischen H�sslichkeit sind. Ich konnte nicht fassen wie die ganzen Leute mit sturem Vorw�rtsblick in diesen Kleinw�gen rumfahren, einer sieht aus wie der andere, und sich nicht um das scheren was "draussen" passiert. Sie schienen mir wirklich wie ferngelenkte Zombies, denen jegliche Individualit�t und Selbst�ndigkeit genommen wurde. Schrecklich was aus Menschen werden kann, die im falschen Land leben...
Gl�cklicherweise wurde mir schnell bewusst, dass es in Deutschland wenigstens eine kleine "US-Car-Szene" gibt, und man immer mal wieder einen Pick-Up-Truck oder einen Camaro fahren sieht. Das hatte ich wirklich nicht gewusst, ich dachte es g�be in Deutschland �berhaupt keine amerikanischen Autos. Gut dass es wenigstens einige coole Leute gibt, auch in einem so kleinkarierten Land...

Fazit: Ich brauchte ungef�hr ein halbes Jahr, um wieder ein einigermassen normales Leben zu f�hren, aber das fremde, distanzierte Gef�hl, dass ich von nun an gg�. Deutschen und Deutschland hatte, das ist bis heute geblieben. Und es gibt einfach Dinge in Deutschland die ich nie verstehen werde und will, eines davon ist die deutsche Unfreundlichkeit gegen�ber Unbekannten, das wird mir immer ein R�tsel bleiben. Ebenso die vielen Vorurteile, die in Deutschland gegen�ber den USA und den Amerikanern herrschen; die kann ich mir nur aus Neid heraus erkl�ren. Oder das Ladenschlussgesetz, das wirklich �berhaupt keine Zweck erf�llt, ausser die Leute zu schikanieren. Das teue Benzin ist auch so ein Thema, wie kann man nur einen Steuersatz von 300% auf den Liter Benzin gut heissen, das ist so krank!!! Und wie man nur eine Bundesregierung wie die jetzige w�hlen kann, die die Mittelschicht ausbeutet. Ich kann es einfach nicht verstehen! 
   

Auch habe ich kein Verst�ndnis daf�r, wenn returnees meinen, sie h�tten durch ihr High-School-Jahr eine "neue positivere Sichtweise des eigenen Landes" (also Deutschlands) bekommen, nach dem Motto "man w�sste was man habe". Derartige Einstellungen lassen sich nur so erkl�ren dass diese Austauschsch�ler vor ihrem USA-Jahr bereits viel zu sehr im sturen Deutschtum verankert waren und ohne ihre (in Deutschland legalen und sogar erw�nschten) Saufgelage und Discotouren nicht leben k�nnen. F�r diese Leute war bereits von vornherein klar dass die USA nicht das richtige f�r sie sind, und sie w�ren wohl besser daheim geblieben! Wenn man dagegen offen ist und die vielen deutschen Gesellschaftskrankheiten bereits davor "entlarvt" hat, dann ist es unm�glich nach einem USA-Aufenthalt eine derartig kleinkarierte Meinung zu propagieren.

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* Vor der Abreise, im Fr�hjahr 1996 ergab sich hinsichtlich Star Trek eine etwas paradoxe Situation: die neue Serie Voyager, die bereits im Januar 1995 in den USA gestartet war, liess hierzulande noch in aller Ruhe auf sich warten. SAT.1 hatte die Serie seit nunmehr einem Jahr f�r "demn�chst" angek�ndigt, und nichts passierte. Der endg�ltige Starttermin sollte nun also Ende Juni '96 sein, was sich dann auch bewahrheitete. Das Problem: Wegen der w�chentlichen Ausstrahlungsweise (die ja an sich zu begr�ssen war) w�rde ich bis zu meiner vorraussichtlichen Abreise im August lediglich die H�lfte der ersten Staffel zu sehen bekommen!!! Sehr �rgerlich nat�rlich, wo ich mich einfach viel zu lange auf die Serie gefreut hatte, als dass ich dies einfach so hinnehmen konnte! Also sah ich mich nach einer Alternative um: Die Ver�ffentlichung von Voyager auf VHS-Cassetten in Deutschland war schon relativ weit fortgeschritten, und so kaufte ich mir die "fehlenden" Voyager-Folgen (die Folgen 11-20) auf Video. Damit hatte ich die erste Staffel Ende Juni komplett, wenn man die TV-Ausstrahlungen bis August ber�cksichtigt, und war �bergl�cklich! Ich gab damals so gut wie mein ganzes Geld f�r die Tapes aus, ich war ja noch Sch�ler ohne Job, und Videocassetten waren damals noch sehr teuer! 40DM pro Tape musste ich da berappen. Aber ich wollte es einfach so!
Als ich dann in Amerika war, konnte ich jeden Mittwoch um 9 die dritte Voyager-Staffel auf UPN sehen, und zwar in voller L�nge mit Abspann und nat�rlich brandaktuell. Das war dann das Trekkie-Paradies f�r mich!

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