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       What they drink in America

In Amerika gibt es eine strenge Trennung zwischen Alkohol und Soft Drinks. Das zeigt sich zum Beispiel darin, dass es Alkohol nur in Abendrestaurants gibt, also in keinem Fast-Food-Restaurant und keinem family restaurant (hierbei gibt es sicher Ausnahmen). Das hat natürlich auch mit dem strengen Alkoholverbot für minors (unter 21 Jahren) zu tun, mit dem nicht zu spassen ist (ausser in Städten wie New Orleans, wo nicht immer so genau hingeschaut wird), denn der alleinige Alkoholbesitz ist strafbar, sowie der Versuch, Alkohol zu kaufen oder zu bestellen. Wenn man über 21 ist und seine I.D. dabei hat kriegt man davon aber nichts mehr mit, dann kriegt man ganz normal Bier und Wein in Restaurants, ohne dass man sich unwohl fühlen müsste.
In Steakhäusern gibt es in der Mitte wie gesagt oft eine Bar, wo Alkohol konsumiert wird, und wo man sich hinsetzt wenn man nichts essen will. Minors dürfen sich nicht an solche Bars setzen, werden aber im übrigen Teil des Restaurants ganz normal bedient.

Es gibt in Restaurants an alkoholischen Drinks hauptsächlich Bier, und zwar sowohl amerikanische als auch importierte Sorten. Das bekannteste Bier ist Budweiser und seine verwandten Sorten (Bud Light, Bud Ice), das von der grössten Brauerei der Welt, Anheuser-Busch in St.Louis gebraut wird. Dazu gibt es eine lustige Geschichte, die kaum jemand kennt.
Anheuser-Busch wurde gegründet von zwei deutschen Einwanderern. In Europa gab es damals schon ein tschechisches Bier, das Budweiser hiess. Dieser Name blieb den beiden Unternehmern offenbar im Gedächtnis, und so nannten sie ihr amerikanisches Bier "Budweiser". In Amerika war dieser Name niemandem bekannt, also gab es auch nie Probleme mit der Bezeichnung. Als es aber daran ging, Budweiser nach Europa zu bringen, gab es da eben schon dieses tschechische Bier mit demselben Namen, und Anheuser-Busch hat einen Prozess verloren, in dem es darum ging, den Namen für das amerikanische Bier in Europa durchzusetzen, und so musste es in Europa anders tituliert werden. Deshalb steht in Europa auf Budweiser-Flaschen (die sonst völlig gleich aussehen) ganz gross "Anheuser-Busch" drauf.
Viele Leute wissen weder, dass "Anheuser-Busch" eigentlich Budweiser ist, noch dass US-Budweiser mit dem tschechischen Budweiser wirklich rein gar nichts zu tun hat. Auch viele US-erfahrene Leute denken, Budweiser in Tschechien und Budweiser in USA sei dasselbe.
Andere bekannte Biersorten sind Michelob, Miller und Corona.
Amerikanisches Bier ist im Geschmack deutlich leichter als man das von deutschen Biersorten gewohnt ist. Es hat nicht so sehr diesen Bittergeschack, sondern ist eher erfrischend. Für Leute, die nicht so harte Biertrinker sind und den starken Biergeschmack nicht so mögen (soll es auch in Deutschland durchaus geben!) sind amerikanische Biere einfach besser geeignet. So geht es auch mir - deutsches Bier schmeckt mir halt nunmal nicht, aber gegen ein kühles Bud habe ich nichts einzuwenden. Übrigens werden amerikanische Biere auch in Deutschland immer beliebter (aus o.g. Gründen). Das sieht man bsw. auch daran, dass "Erdinger", was ja nun wirklich ein alter deutscher Bierbrauer ist, vor einiger Zeit eine amerikanische Sorte auf den Markt gebracht hat - "Erdinger Champ". Es muss also schon eine entsprechende Nachfrage für US-Bier in Deutschland geben.

Deutsche Biersorten gibt es in den USA auch, nämlich Beck's und Löwenbräu (letzteres wird aber in USA unter Lizenz gebraut).

Bekannt ist Amerika aber viel mehr für seine Soft Drinks. Coke und Pepsi sind weltbekannt, aber es gibt viele Untermarken, die niemand kennt, weil sie nur in Amerika verkauft werden.
Zunächst einmal ist zu erwähnen, dass der älteste Soft Drink nicht Coke ist, sondern Dr. Pepper. Erfunden in den 1880's in Waco, Texas von einem Apotheker, der ein Getränk wollte, das so schmeckt, wie seine Apotheke riecht. Der Geschmack ist kaum zu beschreiben, am ehesten trifft Kirsch-Mandel-Aroma zu. Viele Europäer schütteln sich bei ihrem ersten Schluck Dr.Pepper, aber es ist Kult und man muss es schon ein paar mal probieren bis man es mag. Dann will man dafür aber nie mehr ohne sein.
Coke wurde erst ein Jahr später erfunden, in Atlanta, ebenfalls von einem Apotheker. Es enthielt zuerst noch echtes Kokain (kein Witz!), da der Stoff damals noch legal war. Daher kommt auch der Name Coke, der ja letztlich "Kokain" bedeutet. Später wurde er einfach weggelassen.
Fanta ist ein grosses Missverständnis, denn es kommt nicht aus Amerika, es gibt es dort auch nicht. Viele denken dass Fanta amerikanisch sei, weil es zu Coca-Cola gehört, aber die Geschichte lief "andersrum". Fanta wurde in Deutschland erfunden, weil die Amerikaner im 2.Weltkrieg Coke in Deutschland vom Markt nahmen. So war das bis 1950 oder so, dann erst wurde Coke wieder in Deutschland eingeführt, und das Unternehmen liess es sich nicht nehmen, den Marktführer Fanta aufzukaufen. Heute ist die Marke Fanta weltweit bekannt, ausser in USA, da es dort eben 1950 schon viele andere Soft Drinks gab und es keinen Markt für Fanta gegeben hätte.  

Der beste Softdrink der Welt ist Mountain Dew. Das gibt es in Europa leider überhaupt nicht zu kaufen, deshalb haben die meisten Deutschen noch nie was davon gehört. Aber jeder, der MD einmal probiert hat, wird bestätigen, dass es nichts besseres gibt. Das Zeug ist in giftgrüne Dosen/Flaschen gefüllt und hat selbst eine neongrüne/gelbe Farbe. Es enthält deutlich mehr Koffein als Coke oder Dr.Pepper was es noch besonders reizvoll macht. Aber es ist auch keinesfalls mit den in Europa bekannten Energy Drinks vergleichbar, die einfach widerlich schmecken, sondern es ist etwas ganz anderes. MD schmeckt irgendwie wie 7up mit viel Zitrusgeschmack, und noch einigen anderen Aromen. Es ist wirklich sehr schwer zu beschreiben, man muss es selbst probieren!

Ich verstehe nicht, warum es Mountain Dew nicht in Europa gibt, aber womöglich hat es mit irgendwelchen bescheuerten Lebensmittelvorschriften zu tun, die die Herstellung in dieser Form nicht möglich machen und das Ergebnis stark verfälscht wäre.
Damit wären wir auch bei so einem Thema: Coke, Sprite, Diet Coke, Cherry Coke und Dr. Pepper schmecken in Europa deutlich anders als in den USA! Viele sagen bestimmt, Cola ist Cola und kaufen womöglich dieses widerliche NoName-Cola bei einem grossen Discounter, aber es gibt sehr feine Unterschiede. Dr.Pepper schmeckt in Europa (wenn man's überhaupt mal kaufen kann) viel zu extrem, da mag man es schon nicht mehr. Cherry Coke schmeckt dagegen zu viel nach Coke als nach Kirschen, in Amerika ist es umgekehrt. Es scheint grade so als würde den Europäern das Feingefühl bei der Soft Drink-Produktion fehlen, so dass sie alles vermasseln.

An Tankstellen und bei manchen fast-food-restaurants gibt es amerikanischen Cappucchino. Meistens findet man die Sorten "French Vanilla" und "Amaretto". Diese Getränke schmecken sehr sahnig und süss, und sie machen wirklich süchtig! Mit Cappucchino im italienischen Sinn hat es nicht viel zu tun, da der nicht so richtig süss schmeckt und eher wässrig. Aber die Amerikaner wussten schon immer wie sie Ideen aus dem Ausland aufgreifen und perfektionieren, so auch hier. Ist vielleicht nicht jedermann's Sache, aber für Leute mit amerikanischem Geschmack (so wie ich! ) ist das Zeug wirklich göttlich!

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