Black Music CDs in 2005

Da die meisten CDs naturgemäss Ende des Jahres erscheinen (und viele davon überraschend kommen), sind die ersten paar Monate eines Jahres immer recht unspektakulär. Aber auch das Jahr 2005 ist am Ende zu einem sehr coolen Black-Music-Jahr geworden, wo auch wieder einige Newcomer und ein paar Überraschungen von Altstars zu verzeichnen waren. 

The Game "The Documentary"

Ein neuer Rapper, der sich der Aftermath-Crew angschlossen hat. Er stammt wie Dr. Dre aus Compton und hat mit The Documentary seinen Durchbruch erzielt. Er wurde dazu viel von 50 Cent unterstützt, aber auch Nate Dogg und Eminem sind auf dem Album vertreten. Bemerkenswert ist die Art, wie der Rapper die West Coast und frühere Rap-Legenden ehrt, in einem Ausmass das bisher nicht üblich war. Auf dem Track "the Documentary" würfelt er Titel von berühmten Rap-Alben zusammen und bildet daraus einen inhaltlich wirklich sinnvollen Satz.

50Cent "The Massacre"

50Cent ist ja sozusagen der Prototyp-Rapper dieses Jahrzehnts, und mit diesem zweiten Album hat er sich für 2005 wieder eine gewaltige Radio-Präsenz gesichtert. Der Candy-Shop ist ein typischer Vertreter des Albums, und der Club-Track "Outta Control" ist ein weiterer Burner! Daran kommt in diesen Tagen kaum jemand vorbei, selbst wenn man nicht so der 50-Fan ist. Seine Tracks sind überall zu hören und seine Videos dominieren die Szene. Seine erste CD von 2003 war aber klar die bessere.

Nivea "Complicated"

Die süsse Nivea aus Atlanta hat drei Jahre Pause eingelegt und ist nun endlich zurück. Mit dem Track "Okay" feat.Youngbloodz, den es schon länger zu hören gab, wurde ihr neues Album angekündigt, das "Complicated" heisst. Gemäss dem allgemeinen Trend in Nivea's Heimat ATL liess die Single viele Crunk-Elemente erkennen, ähnlich wie bei der Newcomerin Ciara letztes Jahr. Aber eben die hat gezeigt, dass deswegen das Album nicht so Crunk-lastig sein muss, und ähnlich ist es auch bei Nivea. Die CD ist erstklassiger R&B mit einem Schuss "get crunk" dabei und schliesst locker zum ersten Album auf. Ein super Track: Parking Lot.

Mariah Carey "The Emancipation of Mimi"

Mit diesem Album legt Mariah ihr bestes Werk seit "Fantasy" vor und ist damit zurecht on top! Mit dabei ist z.B. auch Snoop Dogg beim Track "Say Something", der inzwischen auch sehr bekannt geworden ist. Anfang des Jahrzehnts hätte man ihr eine solche Hammer-R&B-CD kaum zugetraut, aber inzwischen ist sie aus der Black-Music-Welt kaum wegzudenken.

R.Kelly "TP3 Reloaded"

Nach der peinlichen zusammengestupften Doppel-CD aus 2004 liefert R.Kelly hier wieder Arbeit ab, die ihm auch würdig ist. Ein sehr stimmiges Album mit vielen eingängigen Tracks und zahlreichen Gaststars. Die 5-Track-Geschichte am Ende der CD ist zwar überflüssig, aber das tut dem restlichen Album keinen Abbruch, es kann gut zu "Chocolate Factory" aufschließen.

Teairra Mari "Roc-A-Fella presents..."

Eines von Altmeister Jay-Z's neuensten Girls tritt mit einem sympathischen Debut-Album an, wie wir es von ihren Kolleginnen Ciara, Nivea und Ashanti gewöhnt sind. Die Beats sind dope und eingängig, und es macht einfach Spass die CD im Auto zu hören. "This is for them boomin' systems.... that got that bass!" ist auf einem Track zu hören, das trifft genau den Punkt.

Pussycat Dolls "pcd"

Bei Erscheinen ihres Debut-Albums waren die Pussycat Dolls um Nicole Scherzinger noch gar nicht so bekannt wie inzwischen. Am Anfang gab es sogar Lieferschwierigkeiten, weil mit einer so großen Nachfrage nach dem Album gar nicht gerechnet wurde. Überraschend abwechslungsreich präsentieren sich die Girls hier von Track zu Track, wobei man die CD gerne immer wieder von vorne anhört. Bleibt zu hoffen, dass ein follow-up nicht zu lange auf sich warten lässt.

Rihanna "Music of the Sun"

Rihanna wurde auch von Jay-Z entdeckt und gleich unter Vertrag genommen. Die Besonderheit bei ihr sind die zusätzlichen Karibik-Klänge, die dem R&B-Grudnton der CD sehr gut stehen. Die Bässe sind sehr kräftig und wir haben hier einen echten Party-Kracher. Die CD war gleich so erfolgreich, dass ihr Sophomore-Album bereits ein halbes Jahr später erschien. Dadurch hat diese erste CD aber leider gar nicht die Zeit gehabt die sie eigentlich verdient hätte.

Warren G "In tha Midnite Hour"

 

 

The Notorious B.I.G. "Duets - The Final Chapter"

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