Das neue USA-Blog: The American Way

 

Aktuelle Infos über Modelle und Marken gibt's bei den drei grossen amerikanischen Automobil-Zeitschriften Motor Trend, Car & Driver und Road & Track.   

Der amerikanische Automarkt

Der US-amerikanische Automarkt ist der wichtigste der Welt. Es handelt sich dabei ganz besonders für bestimmte Modelle, wie Roadster, SUV's und Luxusautos für den mit Abstand bedeutendsten Markt. Die Liebe der amerikanischen Gesellschaft zum Automobil gekoppelt mit hoher Kaufkraft und grosser Einwohnerzahl machen den US-Markt auch besonders für ausländische Hersteller äusserst attraktiv. Marken wie Porsche oder Lamborghini könnten ohne das Geschäft in Amerika gar nicht existieren, 70% seines Gesamtumsatzes macht bsw. Porsche in Amerika. Auch für Mercedes und BMW sind die USA wichtig, denn hauptsächlich für dort werden die luxeriösen Topmodelle der Marken gebaut. Japanische Konzerne haben sogar ausschliesslich für Nordamerika eigene Luxusmarken entwickelt, um als Konkurrenten zu den europäischen Herstellern besseren Halt zu haben.
Wie wichtig die Institution "Automobil" in Nordamerika ist, das sieht man nicht nur wenn man sich ansieht was auf amerikanischen Strassen so gefahren wird, sondern natürlich auch wenn man ein US-Automagazin aufschlägt. Anders als in deutschen Zeitschriften geht es in amerikanischen Publikationen wie "Motor Trend" nämlich nicht vordergründig um Variablen wie Kosten und Nutzwert, sondern vielmehr um Styling, Power, Ausstattung und Prestige. Es geht um den Spass am Automobil, denn in Amerika möchte man einfach zum Selbstzweck autofahren. Es ist keine "lästige Notwendigkeit" um morgens in's Büro zu kommen, die man so billig wie möglich halten will, sondern es ist ein Hobby, eine Philosophie der Amerikaner. Es gibt nicht selten 4-köpfige Familien mit 6 Autos, einfach aus Spass an der Sache. Das Automobil gehört zum American Way of Life, wie man auch an der autogerechten Bauweise amerikanischer Städte sehen kann. Alles ist auf das Auto eingerichtet, nicht wie in Deutschland auf Fussgänger, wo man Autos so fern wie möglich halten will.

Vorab ist bei der näheren Betrachtung des US-Automarktes zu erwähnen, dass es in den USA so gut wie keine Kleinwägen gibt, denn sie sind (verständlicherweise) dort sehr unbeliebt. Deshalb möchte ich auf Kleinwägen, die in den USA hergestellt werden nicht näher eingehen, ich kenne auch gar keine, und ich glaube dass sie ausser Mietwagengesellschaften (die sie dann der deutschen Kundschaft andrehen) niemand sonst kauft. Ansonsten haben die kleinsten amerikanischen Autos die Grösse eines VW Bora (in Amerika heisst dieser übrigens Jetta).
Anstelle von Kleinwägen gibt es in Amerika die Pick-Up-Trucks, sie sind meist kostengünstiger als andere Fahrzeuge und eignen sich gut um sich fortzubewegen und zum Transport, Einkaufen etc. Hat jemand also in Amerika nicht so viel Interesse an Autos und Prestige wird er höchstwahrscheinlich einen Pick-Up-Truck fahren.

Was es in den USA auch nicht gibt sind Autos mit Diesel-Motoren. Das verwundert nicht, denn ich halte es für Schwachsinn, Motoren, die ursprünglich für LKW's gedacht waren in PKW's einzubauen. Der Hauptgrund ist aber, dass Diesel-Kraftstoff in Amerika genauso teuer ist wie Benzin, was von Natur aus auch so ist. In Deutschland ist Diesel nur deshalb billiger, weil darauf weniger Mineralölsteuer zu entrichten ist als auf Benzin. Wer auf diese dämliche Idee gekommen ist weiss ich auch nicht, jedenfalls wird seitdem die "Dieselquote" in Deutschland auf die 50%-Marke zugetrieben, und keiner sieht wie stillos Dieselmotoren bei vielen Modellen sind. In den USA kennt man diese Fehlentwicklung zum Glück nicht.
Bei Pick-Up-Trucks, die ja keine PKW's sind, gibt es auch Dieselmotoren. Man benutzt Pick-Ups ja auch oft um schwere Dinge zu transportieren, und dafür ist die Diesel-Zugkraft manchmal nicht schlecht.
Für Pick-Ups die "für den Hausgebrauch" gefahren werden, sind aber wieder Benzinmotoren beliebter wegen der Laufkultur und den besseren Motorgeräuschen.
Mehr zu Benzin- und Kfz-Kosten in USA gibt's hier.

Die meisten Autos in den USA (etwa 90%) haben Automatik-Getriebe. Dem steht man in Europa leider viel zu kritisch gegenüber, und verkennt, dass bei bestimmten Autotypen Automatik einfach sinnvoll ist, und auch sehr viel mehr Spass macht wie ein Schaltgetriebe. Z.B. Minivans sind mit Schaltung so ätzend, sie müssen ganz klar mit Automatik ausgestattet sein. Ebenso bei SUV's (Geländewägen), oder bei grossen Sedans (viertürige Limousinen).
Die einzigen Autotypen, die in Amerika zum Teil mit Schaltgetriebe gefahren werden, sind Sportwägen (Corvette, Viper, und die pony cars) und kleinere Pick-Up-Trucks. Bei solchen Fahrzeugen ist das ja auch sinnvoll, weil die Fahrweise mit diesen Autos eher zu einer Handschaltung passt.

Jedes Auto das sich in Amerika verkaufen will sollte mindestens 100 PS und 2 Liter Hubraum haben, darunter läuft nichts! Dagegen sind nach oben hin keine Grenzen gesetzt, denn der Staat zockt einen zum Glück nicht ab wenn man grosse Autos fahren möchte!
Die meisten Amerikaner sind grosse Fans von Autos die "was unter der Haube" haben und was hermachen. Die meisten Familien fahren auch mehr als 2 Autos, zum Teil auch einfach wegen dem Spass an der Sache (warum auch nicht?), und wenn die Kinder mit 16 ihren Führerschein machen haben sie dann in der Regel auch das eigene Auto, oft einen Pick-Up-Truck, oder ein pony car (siehe unten). Ist ja auch kein Problem, denn anders als in Deutschland lernt man ja bereits das Fahren auf grossen Autos und hat somit viel bessere Fahrerfahrung. Autos mit deren Grösse in Deutschland ein 20jähriger Probleme hat, sind für einen 17jährigen Amerikaner in der Regel eine Selbverständlichkeit.
Zum High-School-Leben gehören auch die Autos der Kids, denn ab 16 hat man in der Regel den Führerschein und fährt mit dem Auto zur Schule (anders als vorher mit dem Schulbus oder den Eltern). Das ist ein sehr wichtiger Punkt im Leben eines youngsters, da Führerschein und das eigene Auto für die Unabhängigkeit stehen, die man unter 16 eben in den meisten Landesteilen aufgrund der grossen Entfernungen noch nicht hat.
Eine typische High School hat einen grossen Schülerparkplatz, auf dem keine Parkplatznot herrscht. Es gibt immer genug Stellplätze, und man erhält von der Schule einen Parkausweis den man an den Rückspiegel hängen muss. Vor und nach der Schule sind diese parking lots so etwas wie ein Treffpunkt der Schüler, wo man bei laufendem Stereo-System die wichtigsten Dinge des Tages austauscht, sich für abends verabredet und solche Dinge. Ungefähr 15 Minuten nach Schulschluss muss der Parkplatz dann geräumt werden, und die Schüler fahren hintereinander diszipliniert aus.

Jedem dürften die "grossen drei" amerikanischen Autohersteller bekannt sein, nämlich Ford, GM und (Daimler)Chrysler, jedoch wissen die wenigsten Deutschen, welche Untermarken es gibt, bzw, zu welchem der drei Konzerne sie denn gehören.

Ford (Ford Motor Company)
Ford (nicht zu verwechseln mit Ford Deutschland!!!!)
Mercury
Lincoln
ausserhalb USA: Jaguar, Volvo, Ford Deutschland, Ford GB, Ford Australien

GM  (General Motors)
Chevrolet (Hauptmarke, auch Chevy genannt)
GMC (General Motors Corporation, urprüngliche Marke)
Cadillac (Luxusfahrzeuge)
Pontiac (sportliche Fahrzeuge)
Buick (Halb-Luxusfahrzeuge)
Saturn (Fahrzeuge im "Toyota-Look")
Oldsmobile (leider wird die Marke demnächst aufgegeben)
ausserhalb der USA: Opel, Saab(Schweden), Vauxhall (GB), Holden (Australien)

(Daimler-)Chrysler 
Chrysler
Dodge (sportliche Fahrzeuge, Trucks, SUV's)
Jeep (SUV's)
frühere Marken: Eagle, Plymouth
ausserhalb der USA: Mercedes-Benz
DaimlerChrysler ist kein rein deutsches Unternehmen, sondern vielmehr deutsch-amerikanisch! Deshalb sei hier die Zurechnung zu den US-Konzernen erlaubt.

Ausser den US-Cars gibt es auch viele Autos japanischer Herkunft, jedoch meist nicht die Modelle, die man aus Europa kennt. In Amerika werden grössere Autos mit besserer Ausstattung verkauft. Toyota, Honda und Nissan haben sogar exklusiv für den US-Markt eigene Luxusmarken gegründet, das sind Lexus (Toyota), Acura (Honda), und Infiniti (Nissan). Diese Marken sind bei wohlhabenden US-Kunden sehr beliebt, da sie viel Prestige vermitteln, ähnlich wie die Mercedes S-Klasse.

Koreanische Autohersteller gibt es seit kurzem auch, Hyundai und Kia. Erfolgreich hauptsächlich im Segment der Einstiegs-SUVs dank Styling in USA und Vollausstattung zum günstigen Preis.

Es gibt in Amerika glücklicherweise keinen einzigen französischen Autohersteller, darüber würden sich die Amerikaner wohl auch kaputtlachen. Derartige Unautos wie Renault sie baut hat der amerikanische Markt kein bisschen nötig!
Peugeot war dennoch bis 1991 auf dem US-Markt, verliess die Szene aber aufgrund mangelnder Marktanteile wieder. Bisher gab es keine weiteren Ambitionen, in den US-Markt einzutreten, der ja nicht irgendein Automarkt, sondern der wichtigste der Welt ist. Für das Modelljahr 2006 hat Peugeot dennoch einen erneuten Markteintritt in Nordamerika vor. Ich bin gespannt was das Unternehmen den Amerikanern zu bieten haben wird - eine Platzierung im "Import-Luxus-Segment" (etwa bei Oberklasse-Sedans) ist am wahrscheinlichsten, etwa als direkte Konkurrenz zu Lexus, Acura und Infiniti.

Auch einige deutsche Autohersteller sind in den USA aktiv, nämlich Mercedes-Benz, BMW, Audi, VW und Porsche, jedoch nur mit Modellen, die Vollausstattung und Automatikgetriebe haben. Zum Beispiel verkauft Mercedes-Benz die A-Klasse in Amerika (zum Glück) überhaupt nicht, denn niemand würde sie kaufen wollen. Und die anderen Modellen (C-, E-, S-Klasse) werden nur mit den grössten Motoren, die lieferbar sind angeboten, denn wer in den USA Mercedes fahren möchte, der will mindestens 200 PS und 6 Zylinder, am liebsten aber 8 Zylinder. Die C-Klasse wird bsw. in der Grundausstattung (!) als C320 angeboten, die S-Klasse als S500, während es in Europa z.B. auch einen C180 und einen S320 gibt. Wie bereits erwähnt sind Dieselvarianten natürlich auch bei Mercedes in den USA kein Thema. Interessant ist auch dass Porsche 70% seines weltweiten Gesamtumsatzes in den USA macht (woanders ist entweder kein Geld da für Luxus-Autos, oder Luxus ist eben verpönt, wie bsw. in Deutschland und Frankreich).
So wie deutsche Autos in Deutschland meist zu sehen sind (kaum Ausstattung, kleine Motoren, womöglich sogar noch Diesel) würden sie in Amerika keinen Erfolg haben, da die Amerikaner dann natürlich US-Cars vorziehen würden, die diese Mangelerscheinungen nicht haben.

Deutsche Marken in Amerika
Mercedes-Benz (entweder Mercedes oder Benz genannt, jedoch niemals "Daimler" wie bei uns!)

BMW (umgangssprachlich "Bimmer" genannt)
Audi
VW (Volkswagen genannt, selten VW)
Porsche


Die "pony cars"



 Der Camaro und der Firebird (beide der GM-Familie zugehörig) teilen das gleiche Fahrwerk und die gleichen Motoren, und auch sonst noch viel Innenleben, jedoch sind sie äusserlich doch sehr verschieden und für sich einzigartig. Sie sind knapp 5 Meter lang, 4-sitzig, und es gibt sie mit V6- und V8-Motoren, sowohl als Coupes, Targas (abnehmbare Glasdachteile) und Cabrios. Die Einstiegsversionen mit V6-Motor haben so um die 200 PS, was ja schon viel erscheint, aber die Topversionen mit 5.7-Liter-V8 erreichen tatsächlich 320 PS, und das wie gesagt für weniger als 25 000 bucks. Wenn man in Deutschland ein vergleichbares deutsches Auto haben wollte müsste man schon so um die 120 000 DM hinblättern, oder sogar noch mehr. Das ist es, was an diesen pony cars so faszinierend ist.

Der Ford Mustang ist etwas kürzer als die GM-Konkurrenz, nur 4.50 Meter, aber das sieht man ihm kaum an, da auch er eine sehr eindrucksvolle Motorhaube hat und einfach klasse aussieht. Es gibt ihn als Coupe und Cabrio, nur nicht als Targa, aber das würde zu ihm auch kaum passen. Auch der Mustang hat (ausser dem einen Pferdchen vorne drauf) jede Menge "ponies" unter der Haube, mit dem V6 200 PS, und mit dem 4.6-Liter-V8 in der günstigeren Version 260 PS und in der "Cobra"-Version 320 PS. Das ganze gibt es wie bei den anderen ebenfalls für unter $25K!
Der Mustang ist auch der beliebteste der Gattung, er hat irgendwas Magisches was den anderen beiden zu fehlen scheint, auch wenn ich finde dass alle drei gleich bombastisch sind.
Dieser Beliebtheitsunterschied ist in den letzten Jahren so extrem geworden, dass es leider zum traurigsten Beschluss der amerikanischen Automobilgeschichte kommen musste: Camaro und Firebird gehen 2002 in ihr letztes Modelljahr und werden erstmal ersatzlos gestrichen!!! Das ist wirklich ein einziges Trauerspiel, anders kann man es nicht nennen, denn für die beiden Ikonen gibt es ein eigenes Werk in Quebec, Canada, wo sie gefertigt werden, das nun leider geschlossen werden muss. Hätte man das in den 80ern oder frühen 90ern irgendjemand erzählt, man wäre als Vollidiot abgestempelt worden.
Und so reitet einzig und allein der Ford Mustang weiterhin über amerikanische High-School parking lots und highways. Ob die GM-Kollegen irgendwann wieder zum Leben erweckt werden ist noch völlig unklar, aber die Fans sind sich dessen sicher.
In diesem Sinne: See ya very much later!

Ich habe bei Motor Trend gelesen, dass es offenbar Pläne gibt, den Camaro für das Modelljahr 2004 als retro style car wiederzubeleben, so ähnlich wie Ford es mit dem Thunderbird gemacht hat. Der Look würde sich dann wohl an einem klassischen 60er Jahre-Modell des Chevy orientieren. Wenn diese Idee tatsächlich verwirklicht wird, kann ich nur sagen: Kompliment! Mit diesem Schachzug wird es GM bestimmt gelingen, den Camaro wieder zu dem Erfolgsmodell zu machen, das er schon immer war.

Der Pontiac GTO - ein Kultauto
Yippiiieeee!  
General Motors hat nun angekündigt dass der Pontiac GTO, eine absolute amerikanische Auto-Legende, zum Modelljahr 2004 als Neuauflage auf den Markt kommt! Der GTO war in den frühen 60er Jahren das erste muscle car überhaupt und somit der Urvater der heutigen Pony Cars!
Der neue bekommt das typische bullige Pontiac-Gesicht und das Pontiac-Logo, und was das wichtigste ist, er wird den bekannten 5.7L Chevy-V8 aus der Corvette unter der Haube haben, den auch schon die eingestellten pony cars Camaro und Firebird geniessen durften! Somit erreicht der GTO locker über 300 PS, die Power die für ein echtes pony car so typisch ist! Und das ganze noch mit dem wohlklingenden V8-Sound untermalt, wird der GTO ein mehr als würdiger Nachfolger der GM-ponies sein!

Und so soll er aussehen:

Ist das nicht ein wahres Prachtstück der amerikanischen Autokultur?

pony car-Fansites:

Pontiac-Firebird-Fansite: sehr professionell aufgemachte Seite mit allen Infos, Forum, und vielen interessanten Links. Unbedingt vorbeischauen!

Ford-Mustang-Fansite: auf dieser Seite erzählt ein deutscher Mustang-Besitzer über seine Erfahrungen mit dem Auto und mit dem leidigen deutschen TÜV beim anmelden. Wirklich sehr lustig zu lesen, besonders für Leute, die auch US-Cars fahren.

Ford-Mustang-Fansite II: Auch eine nette Mustang-Seite aus Deutschland mit zahlreichen Bildern und Infos. 

Ford Mustang Fansite III : Hier haben wir eine geniale US-Seite zu einem genialen Auto, sozusagen. Die besten und sicher meisten Mustang-Fotos von amerikanischen Besitzern, da kann man sich kaum sattsehen. Gut dabei ist natürlich auch immer der Hintergrund (American neighborhoods), dabei können deutsche Mustang-Fotos leider nicht mithalten...
Eine besondere Überraschung hat diese Seite auch noch parat: check this out!

Übrigens: Mein US-Car, der Ford Probe ist kein echtes pony car, er sieht ihnen nur zum verwechseln ähnlich. Jedoch hat er Frontantrieb, und hat nicht ganz so viel Leistung, da keine V8-Motoren lieferbar waren. Er gehört vielmehr in die Kategorie der amerikanisch-japanischen Sportcoupes, zu denen auch der Mitsubishi Eclipse und der Honda Prelude gehören.
Der Probe wird seit 1997 leider nicht mehr produziert, sein Nachfolger ist der Mercury Cougar. (Der Cougar ist wirklich kein Ford, er wird nur ausserhalb der USA als Ford verkauft, weil die Marke Mercury nur in Amerika bekannt ist. Ein grosser Fehler meiner Meinung nach!!! Als Mercury würde er hierzulande mehr als amerikanisches Auto wahrgenommen werden!)

In Deutschland gab es auch mal eine schöne Ford-Probe-Fanseite, aber die ist abgeschaltet. In Amerika gibt es aber noch einige.

Ford-Probe-Fansite

Ford-Probe-Fansite II

Ford-Probe-Fansite III: Hier ist sie doch wieder, die Probe-Seite aus Deutschland. Der Webmaster hat wohl nur die Adresse gewechselt und die Seite war solange für eine Weile wohl offline. Reinschauen lohnt sich.


Die SUV's (4-wheel-drive-vehicles, 4WD-vehicles)

                 

Da es in den USA viele ländliche Gegenden gibt, und es nirgends an Platz mangelt, sind in den letzten 10 Jahren SUV's nicht nur als praktische Fahrzeuge, sondern auch als Prestige-Objekte sehr beliebt geworden. Allen voran ist der Chevy Suburban / GMC Yukon XL als Prestige-SUV in Erscheinung getreten und hat eine Lawine von Konkurrenzprodukten hervorgerufen.
Ford hat mit seiner Luxusmarke Lincoln eine sehr schöne Luxusvariante des Ford Expedititon auf den Markt gebracht, die sich grösster Beliebtheit erfreut. Der Lincoln Navigator liegt in der Preisklasse eines Mercedes E 430. Zahlreiche celebrities (Filmstars, Musikstars) nennen in ihren Fuhrparks einen Navigator ihr eigen.

Zur Einordnung: Hierzulande ist vielleicht die Mercedes M-Klasse das bekannteste SUV. Sie ist aber verhältnismässig klein, denn sie gehört in die Kategorie des Ford Explorer und Chevy Blazer, darüber kommen noch zwei SUV-Klassen: als nächstes die Kategorie des Ford Expedition und des Chevy Tahoe, und dann erst der Suburban und der (noch grössere!) Ford Excursion, das grösste SUV der Welt.
Die meisten SUV's haben selbverständlich V8-Motoren nach alter amerikanischer Tradition, die durch ihren blubbernden Sound unverwechselbar sind. Grosser Hubraum ist durch absolut keine Turbolader zu ersetzen, egal wieviel PS sie einem Motor verpassen. Es bleibt immer das "Turboloch", nur bei grossem Hubraum hat man wirklich das Gefühl, Kraft unter der Haube zu haben. Das gilt schon für PKW's und gilt für SUV's natürlich umsomehr. Der bekannteste amerikanische V8 kommt aus dem Haus Chevrolet und hat 5.7 Liter Hubraum. Der "small block" leistet um die 300 PS.

Amerikanische Autos auf dem deutschen Markt - ein trauriges Kapitel!

Man hat es in Deutschland nicht leicht als Autofreak. Jeden Tag kämpfen dutzende Kleinwagenhersteller in hirnlosen Radiospots darum, dass doch ihr Kleinwagen der beste ist, weil er doch statt 4.9L / 100km nur 4.75L / 100km verbraucht, und verschenken bei dem Miniverbrauch dann auch noch literweise Benzin um die jähzornige deutsche Kundschaft von ihrem "Auto" zu überzeugen. Dabei wurde den Deutschen der Sinn für Stil und Fahrspass vollkommen weggezüchtet, und jeder Autokäufer rennt mit der Kennzahl L / 100km von Autohaus zu Autohaus, um die hässlichen stillosen Kleinwägen die eh alle gleich schlecht sind zu vergleichen. Es kommt in Deutschland kaum einmal vor, dass jemand bsw. eine schöne Corvette sieht, und sagt "wow, sieht die cool aus, und was für ein Sound!". Neinnein, da hebt sich schon fast von allein der Zeigefinger, und man weist auf den Verbrauch hin, den das gute Stück hat, ohne dem Hubraum oder der Leistung des Motors die geringste Beachtung zu schenken. Sehr lächerlich sind auch die deutschen Fernsehspots für Kleinwägen, wo meistens irgendein Kerl ganz versessen darauf ist mit jenem Gogo durch die Gegend zu tuckern, als ob es sich dabei um einen Supersportwagen handelte. Werbung die vielleicht für eine Corvette, oder auch für einen Chevy Tahoe wirklich sehr angemessen wäre wirkt bei derartigen Unautos doch nur noch unglaubwürdig und affig. Aber - die deutschen "Auto"-Käufer sprechen selbst auf derartigen Schwachsinn, bei dem sie spätestens ihre kranken "Vorlieben" einmal selbstkritisch überdenken könnten, noch an!

In Deutschland war man US-Cars gegenüber schon immer sehr skeptisch - sie haben den Ruf, schlechte Qualität zu haben, Unmengen an Benzin zu verbrauchen, und ein schlechtes Image zu erzeugen. Dabei sind diese Vorurteile absolut unbegründet.
1. Qualität:
Amerikanische SUVs und Pick-Up-Trucks sind mit die stabilsten Fahrzeuge, die gebaut werden. Sie sind sehr robust und halten locker 20 Jahre. Bei den anderen Autos kommt es wie bei jedem Auto darauf an, wie man sie pflegt. Regelmässiger Ölwechsel und häufige Ölkontrollen bei hohen Kilometerzahlen sind oberstes Gebot, und dann hat man auch keine grösseren Probleme. (Wenn man deutsche Autos nicht pflegt, hat man auch ziemlich schnell Schrott!)
2. Benzinverbrauch:
Natürlich verbraucht ein amerikanisches SUV mehr als ein deutscher Kleinwagen, aber das kann man auch nicht vergleichen! Man muss ein SUV mit einem deutschen SUV vergleichen, und dann ist der Unterschied eigentlich null.
Viele amerikanische Autos haben nunmal grosse Motoren und verbrauchen deshalb ein bisschen mehr, aber dafür bekommt man ja auch ordentlich Power, die es bei deutschen Autos für dasselbe Preis-/Leistungsverhältnis nicht gibt!
3. Image:
US-Cars fallen auf wegen der Grösse, vermitteln Prestige, und vor allem Individualität!!! Ich weiss nicht wie es dem Durchschnittsautofahrer in Deutschland geht, aber letzteres ist mir sehr wichtig bei Autos!

Das Wort "Minivan" wird in Deutschland falsch verwendet. In Deutschland werden Autos wie der Chrysler Voyager als Vans bezeichnet, dabei sind es eigentlich Minivans, denn ein Van ist ein LKW! Was man in Deutschland nur als Minivan bezeichnet, sind diese hässlichen Auswüchse von Autos, die von einem Kombi abstammen, und die nur 5 Sitzplätze haben. Also, Minivans sind allgemein das, was in Deutschland als Vans bezeichnet wird, und Vans sind LKWs.

Offiziell angeboten werden in Deutschland nur sehr wenige US-Modelle, und die verkaufen sich nicht sehr gut, leider. Bei Ford gibt es neuerdings nichtmal mehr das Top-SUV Explorer, weil sich Ford Deutschland ja auf die tollen deutschen Autos konzentrieren will. Da kommt Freude auf...

Ford bietet in Deutschland an:

-Ford Escape (ein cooler Einstiegs-Geländewagen, dem aber nicht einmal der Original-Name vergönnt ist - er musste in Deutschland ja unbedingt anders heissen, nämlich Maverick)
-Ford Ranger (der kleinste Pick-Up, den Ford USA produziert. Not too bad, aber da gibt es bessere!)

Nur noch diese 2 Modelle hat Ford Deutschland als US-Cars im Angebot, und die werden so gut wie möglich versteckt. Dazu kommt noch, dass es diese Autos natürlich nicht mit Diesel gibt - und dadurch sind sie ja für die deutschen Traktoren-Fans uninteressant. Schade.
Der neue Mustang wird von Ford Deutschland hartnäckig ingoriert, aber der Nachfragesog ist in Deutschland überraschenderweise so groß, dass
einzelne Ford-Händler das gute Stück auf eigene Faust importieren und verkaufen. Wann wacht Ford Deutschland auf?

GM hat in Deutschland ein recht gutes Sortiment an US-Cars:

-Chevrolet Corvette
-Chevrolet Trailblazer (SUV der Grösse einer Mercedes M-Klasse)
-Chevrolet Tahoe (ein grosses Luxus-SUV, sehr stilvoll mit dem Chevy Small Block V8)
-Chevrolet S-10 (Pick-Up-Truck der kleineren Sorte, aber eindeutig schöner als der Ford Ranger)
-Caddilac CTS
-Caddilac XLR (ab 2006)
-Cadillac Escalade (ab 2006)

Leider vermarktet GM seine richtigen Autos nur noch über wenige, große Händler. Die Positionierung der amerikanischen Modelle ist anders als früher, inzwischen mehr im Luxus-Segment. Die Zeit, als man über fast jeden Dorf-Opel-Händler auch Autos von Chevy und Cadillac bestellen konnte, sind vorbei. Erschwerend hinzu kommt, dass der gute Name von Chevrolet inzwischen für stillose Deawoo-Autos missbraucht wird. Eine denkbar schlechte Marketing-Strategie, da Chevrolet in Deutschland den Spagat zwischen Billig-Koreaner und amerikanischem Luxus-SUV wohl kaum schaffen kann. Ganz abgesehen davon, dass dieses Vorgehen große Verwirrung hervorruft - der "Chevrolet-Händler" hat Ex-Deawoos, und eine Ecke weiter hat der GM-Händler Luxus-SUVs mit dem gleichen Namen - hä????

Chrysler hat ist seit dem Zusammenschluss mit Daimler in Europa auf Abwegen:
-Chryler PT Cruiser (der demnächst mit einem Dieselmotor von Mercedes vergewaltigt werden soll)
-Dodge Viper (da die Deutschen ja Dodge nicht kennen, musste es "Chrysler Viper" sein)
-Chryler Sebring Convertible (stilvolles Cabrio mit Vollausstattung und V6)
-Chrysler 300C (Mittelklasse-Sedan)
-Dodge Caravan / Grand Caravan (jener Minivan, der in Europa so bekannt ist als Chrysler Voyager / Grand Voyager; die Voyager-Variante gab es zwar schon, aber von Plymouth, und die Chrysler-Version heisst "Town & Country"; da hat man sich wohl gedacht man nehme "Chrysler" und "Voyager" und das Modell "Dodge Caravan" und vermischt das ganze miteinander, heraus komme der "Chrysler Voyager")
-Jeep Liberty (Nachfolger des Jeep Cherokee; den Namen wollte man in Deutschland nicht abgeben)
-Jeep Grand Cherokee (schönes SUV mit V8-Motor; ach ja, auch ihm ist der deutsche 2.7-Dieselmotor leider nicht erspart geblieben)

Der Trend bei Chrysler geht dazu, nur die Hülle amerikanisch wirken zu lassen und das Innenleben auf unehrenhafte Weise (mit Diesel) zu verdeutschen. Es ist mir unbegreiflich, wie man so schöne Autos nur so verunstalten kann. Ein Ami mit einem deutschen Dieselmotor ist einfach kein Ami mehr. Wenn man nur so die Verkaufszahlen steigern kann - armes Deutschland!

Am besten ist man bedient, wenn man sich bei US-Cars an die freien Importeure hält. Dort kann man alle Autos die es auf dem US-Markt gibt originalgetreu bestellen, und der Betrieb übernimmt dann die (leider nötige) Umrüstung für den TÜV und die Zulassung. Es gibt schon einige dieser US-Car-Händler in Deutschland, bsw. Barretta in Münschen, eine Werkstatt, die sich v.a. auf den Import und Verkauf des Ford Mustang spezialisiert hat.

Als typisch amerikanisch gelten Autos, die richtig viel PS haben, mit Heckantrieb ausgestattet sind und mit Komplettausstattung für $20 000 bis $25 000 zu haben sind. Dazu gehören heute der Chevy Camaro, der Pontiac Firebird, und der Ford Mustang, die alle drei eine lange Tradition haben, die bis in die 60er Jahre zurückreicht. Beliebt sind sie vor allem bei High-School-Schülern und College-Studenten, da sie sehr sportlich und wie gesagt nicht so teuer sind, und ein jugendliches Image haben. Aus dem Bild der typischen High School mit all ihren Sportveranstaltungen, pep rallies, cheer leading und ihrem school spirit sind die pony cars daher nicht mehr wegzudenken. Aber auch junggebliebene berufstätige Leute fahren sie gern.

 

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